- 29.12.2005, 09:57:51
- /
- OTS0048 OTW0048
ÖAMTC warnt: Trinkgelage zu Silvester enden auf der Straße schnell tödlich
Die fünf häufigsten Alkohol-Mythen, die fünf besten Heimweg-Tipps
Wien (OTS) - "Der Jahreswechsel rückt näher und die Silvesterfeier
ist ein planbares Ereignis. Viele Alkounfälle auf der Straße könnten
vermieden werden, würde sich so mancher vorher überlegen, wie er nach
der durchzechten Partynacht heimkommt", sagt
ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. Ihr Silvester-Appell: Nur
nüchtern hinter das Steuer setzen. Weder zu einem Alkoholisierten ins
Auto steigen, noch im Rausch zu Fuß den Heimweg antreten.
In den vergangenen fünf Jahren wurden zum Jahreswechsel bei 101
Alkoholunfällen 154 Menschen verletzt, zwei getötet. In der Relation
zum gesamten Unfallgeschehen machen Alkoholunfälle noch immer 6,7
Prozent aller Verkehrsunfälle aus. In den ersten drei Quartalen 2005
gab es laut Statistik Austria 2.029 Alkoholunfälle, 2.835 Personen
wurden dabei verletzt, 40 getötet. Gegenüber dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres gibt es aber zumindest einen leichten Rückgang bei der
Zahl der Alkoholunfälle.
"Wichtig ist, schon vor dem ersten Schluck eine Entscheidung zu
treffen", erinnert Donosa. "Entweder man trinkt oder man fährt.
Beides geht nicht." Keinesfalls darf man sich unter
Alkoholbeeinträchtigung auf sein subjektives Gefühl verlassen, zumal
sich die Selbsteinschätzung verändert und die Risikobereitschaft
steigt.
Die fünf häufigsten Alkohol-Mythen:
* "Promille-Killer bauen den Alkohol schneller ab" - Stopp: Auch
wenn es noch so verlockend klingt, es gibt kein Mittel, das den
Alkoholabbau beschleunigt. Immer wieder kommen Tabletten, Pulver oder
Getränke auf den Markt, die einen rascheren Alkoholabbau versprechen,
um innerhalb weniger Stunden wieder fahrtüchtig zu sein. "Von all
diesen 'Wundermitteln' ist dringend abzuraten, weil ihre Wirksamkeit
stark zu bezweifeln und wissenschaftlich nicht belegt ist", warnt die
ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Das eigene Gefühl der "Ernüchterung"
täuscht, am tatsächlichen Promillewert (entscheidend hinsichtlich
Unfallrisiko und rechtlicher Konsequenzen) ändert sich nichts.
Entscheidend ist einzig und allein die Zeit. Pro Stunde werden
durchschnittlich etwa 0,1 bis 0,15 Promille abgebaut.
* "Wenn ich viel esse, werd' ich nicht betrunken" - Irrtum. Ein
reichhaltiges Silvestermenü verzögert zwar die Aufnahme von Alkohol
ins Blut - wodurch die Wirkung zunächst weniger stark empfunden wird
- letztendlich kann aber nicht verhindert werden, dass Alkohol in den
Blutkreislauf gelangt und der Promillepegel steigt.
* "Beim Tanzen werd' ich wieder nüchtern"- Falsch. Alkohol kann
nicht durch Bewegung rausgeschwitzt werden. Alkohol wird zu zirka 95
Prozent in der Leber abgebaut, lediglich etwa fünf Prozent werden
über die Haut, die Lunge und die Nieren ausgeschieden.
* "Nach einer kalten Dusche und einer Tasse Kaffee bin ich wieder
fit"- Keineswegs. Man fühlt sich nach einer Dusche oder einem Kaffee
vielleicht subjektiv etwas besser und wacher, nüchtern und
fahrtauglich ist man aber noch lange nicht.
* "Wenn ich mich kurz hinlege, kann ich schon wieder fahren"-
Halt. Auch am Tag nach dem Rausch das Auto stehen lassen. Je nach
Menge und Art des Alkohols dauert es, bis man wieder vollkommen
nüchtern ist. Jedem Lenker müssen die Gefahren und Folgen des
Restalkoholgehaltes im Blut bekannt sein.
Fünf ÖAMTC-Tipps für den sicheren Heimweg vom Silvesterfest:
* Wer vor hat, mit dem Auto zu fahren, dem muss klar sein: Alkohol
ist absolut tabu. Am besten sollte man gar nicht erst mit dem Auto
zum Silvesterfest kommen, denn sonst ist die Versuchung groß, auch
damit heimzufahren. Nicht vergessen: Taxinummer einstecken oder
gleich ins Handy einspeichern.
* Nicht mit einem alkoholisierten Lenker mitfahren. Es fällt in
dieser Situation manchmal besonders schwer - trotzdem unbedingt
"nein" sagen. Wenn sich ein Fahrer alkoholisiert hinter das Lenkrad
setzen will, muss man als Mitfahrer die Notbremse ziehen.
* Nicht wegschauen, wenn jemand betrunken selbst heimfahren will.
Soziale Kontrolle ist erforderlich, um Alko-Lenker vom Fahren
abzuhalten. Auch wenn der Betroffene hundert Mal beteuert, er könne
noch fahren, muss man ihn daran hindern bzw. ihm notfalls den
Schlüssel wegnehmen.
* Als Fußgänger sollte man zum Selbstschutz auf jeden Fall auf
gute Sichtbarkeit achten. Statt schwer alkoholisiert auf der Straße
nach Hause zu torkeln, ist es besser, ein Taxi zu nehmen, das einen
sicher nach Hause bringt.
* Verantwortungsbewusstsein hinter dem Lenkrad ist gefragt.
Autofahrer müssen besonders aufmerksam und konzentriert unterwegs
sein. Unbedingt auf Fußgänger achten, die den Heimweg von
Silvesterfeiern noch spät in der Nacht bzw. erst in der Früh
antreten.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Elvira Kuttner
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP






