Volksanwalt Mag. Stadler: Kein Recht auf Abtreibung

Interdisziplinäre Tagung zum Status ungeborener Kinder

Wien (OTS) - Am 19.12.2005 wurde in der Volksanwaltschaft auf Einladung des sachzuständigen Volksan-waltes Mag. Ewald Stadler eine Tagung zum Status ungeborener Kinder abgehalten. Anlass hiefür war eine Entscheidung der Volksanwaltschaft, in welcher der verpflichtende Lehrausgang von Kindern einer vierten Hauptschulklasse in eine nach wirtschaftlichen Grundsätzen geführte Wiener Abtreibungsklinik beanstandet wurde. Diese Entscheidung, für die Volksanwalt Mag. Stadler verantwortlich zeichnet, hat bereits mehrere positive Reaktionen aus der Rechtswissenschaft nach sich gezogen und wurde dem interessierten Publikum vorgestellt. Wesentlicher Inhalt dieser Entscheidung - die im Büro des Volksanwaltes Mag. Stadler ange-fordert werden kann - ist, dass nach der geltenden Rechtslage ein Schwangerschaftsabbruch auch innerhalb der ersten drei Monate (§ 97 Abs. 1 StGB) rechtswidrig ist und ein "Recht auf Abtreibung" nicht besteht.

Im Laufe dieser Veranstaltung wurden Fragen des Lebensbeginns und Lebensschutzes aus medizinischer, juristischer, philosophischer und theologischer Sicht beleuchtet. Volksanwalt Mag. Stadler konnte anerkannte Experten aus diesen Disziplinen als Vortragende gewinnen:
Univ.-Prof. Dr. Lukas KENNER (Medizin, Medizinische Universität Wien), den stellvertretenden Vorsitzenden der Bioethikkommission des Bundeskanzleramtes, Univ.-Prof. Dr. Günther PÖLTNER (Philosophie, Universität Wien) und Weihbischof Univ.-Doz. Dr. Andreas LAUN. Besonders wertvolle Beiträge zur Klärung der rechtlichen Situation leistete der im Publikum anwesende Doyen des österreichischen Zivilrechts, em. Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Franz BYDLINSKI. DI Claudia BRANDHUBER berichtete von eindrucksvollen Erfahrungen einer dem Lebensschutz verpflichteten Sozialberaterin.

Ziele der Tagung waren die Darstellung des aktuellen Diskussionsstandes in den jeweiligen Disziplinen, aber auch der gegenseitige Informations- und Erfahrungsaustausch unter Menschen, die für den Schutz Ungeborener, sei es ehrenamtlich oder hauptberuflich, arbeiten. Nicht zuletzt sollte der positive Einsatz so vieler, der in der öffentlichen Diskussion, wenn
überhaupt, meist leider nur verzerrt dargestellt wird, eine entsprechende Würdigung erfahren.

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