• 26.12.2005, 10:32:00
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Bohuslav: Suchtarbeit 2006 noch weiter verstärken

Neue Beratungsstellen in Gänserndorf, Wr. Neustadt, Klosterneuburg und Tulln

St. Pölten (NÖI) - Landesrätin Dr. Petra Bohuslav wird in der
Suchtarbeit auch 2006 weiter in die Offensive gehen. Sowohl in der
Prävention wie auch in der Beratung sind dafür die Weichen gestellt
worden. "In Gänserndorf, Wr. Neustadt, Klosterneuburg und Tulln
werden neue Beratungsstellen den Betrieb aufnehmen", so Bohuslav. Und
auch mit Streetwork werde man künftig auch in Wilhelmsburg,
Klosterneuburg und Deutsch Wagram die Jugendlichen in ihrer
Lebenswelt abholen, kündigt Bohuslav an.

Mit dem Rückgang der Suchttoten von 28 auf 21 seien zwar achtbare
Erfolge zu verzeichnen, dies sei aber für sie mehr Auftrag als
Ruhekissen, so die Landesrätin. Kürzlich wurden Suchberatungsstellen
in Neunkirchen, Bruck/L. und Horn installiert, wo erfahrenes Personal
wie Diplomsozialarbeiter, Fachärzte und Psychotherapeuten Betroffene
und Angehörige beraten. Nun kommen 4 weitere Standorte dazu.
Jederzeitige Erreichbarkeit sei besonders wichtig, denn Hilfe muss
dann verfügbar sein, wenn ein Problem akut ist, bekräftigt Bohuslav.
Daher sei mittelfristig ein flächendeckender Ausbau der
Beratungsstellen in ganz NÖ das Ziel.

Die Erfahrungen aus den 5 bestehenden Streetworkeinrichtungen
werden genutzt, um dieses Angebot der Soazialarbeit auch auf
Wilhelmsburg, Klosterneuburg und Deutsch Wagram auszudehnen. Dabei
gehen wir den Jugendlichen dorthin entgegen, wo sie sich aufhalten,
auf Straßen, Plätzen, in Parks, Kaufhäusern etc, erläutert Bohuslav
diesen aktiven Schritt. Hier erfolgt der Beziehungsaufbau, der ja vor
der eigentlichen tiefer gehenden Beratung erforderlich ist. In der
mobilen Jugendarbeit geht es schließlich auch darum, mit den
Jugendlichen sinnvoll die Freizeit zu gestalten und sie auch am
öffentlichen Leben in der Gemeinde zu beteiligen. Erfahrungsgemäß
sind besonders jene Jugendlichen gefährdet, die nicht von Angeboten
der Vereine erreicht werden.
Dazu werde man auch die Schulsozialarbeit weiter forcieren, mit
der Aktion "Stoff genug?" die Rekruten des Bundesheeres intensiv über
die Gefahren des Suchtmittelkonsums aufklären und auch weitere
Checkpoints in NÖ Discos einrichten.

Ein umfangreiches Präventionsprogramm hat die Fachstelle für
Suchtvorbeugung für 2006 in Schulen und Kindergärten organisiert. So
werden u.a. ein Mitspieltheaterstück "Traust du dich?" für
Volksschulkinder, gekoppelten Elternabenden und LehrerInnenschulungen
angeboten. Überhaupt wird der Elternarbeit besonderes Augenmerk
geschenkt, um spezielles Wissen zu vermitteln aber auch um die
Bezugspersonen sensibler zu machen.

Das Land investiert 2006 für die Suchtarbeit rund 2,3 Millionen
Euro. Geldmittel, die in jedem Fall gut angelegt seinen, denn
schließlich gehe es um die Gesundheit und die Zukunft unserer Jugend,
resümiert Bohuslav.

Rückfragehinweis:
VP Niederösterreich
Presse
Tel.: 02742/9020 - 140
http://www.vpnoe.at

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