- 23.12.2005, 12:03:18
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Gorbach: Absetzbarkeit von Privatspenden überfällig
1 Steuer-Euro generiert 6 Spenden-Euro
Wien, 2005-12-23 (OTS) - "Spätestens seit der Tsunamikatastrophe
im letzten Jahr und dem damit verbundenen unglaublichen
Spendenaufkommen ist es absolut überfällig, die Absetzbarkeit von
Privat- und Unternehmensspenden gleichzustellen. Für eine
Differenzierung, also wieso Unternehmen ihre Spenden absetzen können,
Private allerdings nicht, gibt es keinen schlüssigen Grund - ganz im
Gegenteil. Es wäre wirklich wünschenswert, wenn die Bestrebungen im
Finanzministerium, diesen Missstand abzuschaffen, endlich von Erfolg
gekrönt wären und die Österreicherinnen und Österreicher ihre privat
getätigten Spenden absetzen könnten", erklärte Vizekanzler Hubert
Gorbach anlässlich des wieder gewaltigen vorweihnachtlichen
Spendenaufkommens.
Durch die mit dieser steuerlichen Erleichterung verbundene höhere
Spendenfreudigkeit der Bevölkerung würde der budgetäre Ausfall mehr
als kompensiert werden, stellte Gorbach fest, verwies in diesem
Zusammenhang auf Studien von IHS und meinte: "Berechnungen besagen,
dass 1 Steuer-Euro 6 Spenden-Euro generieren und binnen 4 Jahren die
Zunahme des Spendenvolumens den Steuerausfall deutlich übersteigen
würde. Dieses Spendenwachstum verhindert Not, schafft Arbeitsplätze
und fördert bürgergesellschaftliches Engagement. Private spenden 10
mal mehr als Unternehmen. Da ist es doch wohl umso gerechter, sich
für das große Herz der Bevölkerung mit der längst fälligen
steuerlichen Gleichstellung zu Unternehmensspenden zu bedanken."
Gorbach weiter: "Das Finanzministerium muss unbedingt den
gesellschaftlichen Wohlfahrtsgewinn der Absetzbarkeit nutzen. Die vor
diesem Hintergrund im BMF eingerichtete Arbeitsgruppe wird wohl auch
erkannt haben, dass das Spendenaufkommen mit 342 Millionen Euro zwar
nach wie vor immer noch enorm hoch ist, die Zahl der Spender aber
laut Untersuchungen von 81 Prozent im Jahr 2000 auf 69 Prozent im
heurigen Jahr zurückgegangen ist. Kollege Grasser könnte durch die
Einführung der Absetzbarkeit von Privatspenden in einer
entsprechenden Novelle zum Einkommensteuergesetz seinen Teil dazu
beitragen, einerseits die finanzielle Unterstützung für viele
Hilfsorganisationen auch weiterhin zu gewährleisten und andererseits
die ehrenamtlichen Mitarbeiter für ihre so unschätzbaren Dienste an
der Allgemeinheit weiter zu motivieren."
Notwendig, richtig und schon seit längerem angekündigt sei die Sache
ja, jetzt müsse das Finanzministerium das ganze endlich spruchreif
machen, schloss Gorbach.
Rückfragehinweis:
Mag. Carl Ferrari-Brunnenfeld
Pressesprecher
BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Tel.: (++43-1) 53 115/2142
mailto:[email protected]
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