- 22.12.2005, 13:31:39
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FORMAT: ÖGB-Betriebsräte fordern Pensionsverzicht von ÖGB-Präsidium
Personalabbau bei Angestelltengewerkschaft
Wien (OTS) - Der Zentralbetriebsrat des Österreichischen
Gewerkschaftsbunds (ÖGB) wird Mitte Jänner ein umfassendes
Maßnahmenpaket zur internen Pensionsreform präsentieren. Dies
berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Freitag
erscheinenden Ausgabe.
Die Betriebsräte fordern darin von ihren Spitzenfunktionären den
Verzicht auf Pensionsprivilegien. Laut ÖGB-Pensionszuschuss-Ordung
wird langdienenden Mitarbeier bis zu 80 Prozent des Letztbezugs als
Pension garantiert. Konkret sollen laut FORMAT Präsidiumsmitglieder -
darunter ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch, Metaller-Boss Rudolf
Nürnberger und der Chef der Gewerkschaft der Privatangestellten
(GPA), Wolfgang Katzian -zur Gänze auf Pensionszuschüsse verzichten.
Weiters soll Mitgliedern der zweiten und dritten ÖGB-Führungsebene
ein Solidaritätsbeitrag abverlangt werden.
GPA-Betriebsrat Ernst Mieser, der den Reformvorschlag maßgeblich
ausgearbeitet hat, bestätigt gegenüber FORMAT: "Das ist ein
vertretbares Konzept, wo Besserverdiener im ÖGB höhere Beiträge zur
Sicherung der Gewerkschaftsbewegung leisten. Mitarbeiter mit geringen
Einkommen sind durch unseren Vorschlag am aller wenigsten betroffen."
Die steigenden Personalaufwendungen inklusive Pensionzuschüsse
stellen eine erhebliche Belastung für den ÖGB dar. In der
Teilgewerkschaft GPA mit rund 360 Mitarbeiter wurden daher bereits
Personalabbaupläne gewälzt. Mieser: "Zehn Prozent des Belegschaft
sind betroffen." Auch GPA-Geschäftsführerin Dwora Stein bestätigt
gegenüber FORMAT eine "bis Ende 2008 vorgesehene Anpassung des
Personalstandes."
Rückfragehinweis:
Format
Tel.: (01) 217 55/4126
Ashwien Sankholkar
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