• 21.12.2005, 13:04:30
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Wenn Weihnachten krank macht

Schlemmen mit Reue: Glutenunverträglichkeit, Fruktosemalabsorption, Histaminunverträglichkeit und Laktoseintoleranz

Wien (OTS) - Allein in Österreich leiden fast 2 Millionen Menschen
an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit. Bei diesen Krankheiten
reagiert der Körper auf bestimmte Substanzen in der Nahrung mit
Blähungen, Übelkeit, Krämpfen, Schweißausbrüchen, Juckreiz,
Ausschlag, Durchfall oder anderen unangenehmen Symptomen. Gerade in
der Winterzeit haben es Menschen mit Unverträglichkeiten nicht
leicht. Die meisten Weihnachtsbäckereien beinhalten Gluten, Laktose,
Fruktose oder Histamin und sind somit für diese Menschen praktisch
ungenießbar. Auch der Sekt zu Silvester enthält Histamin und
Fruktose, ganz zu Schweigen vom Heringsschmaus, der vor Histamin und
Laktose nur so strotzt.

Leben mit der Diagnose

Doch wer die Diagnose Nahrungsmittelunverträglichkeit bekommt, ist
nicht zwangsläufig zum lebenslangen Fasten und einer geschmacklosen
Diät verurteilt. Es lässt sich sogar recht gut damit leben, berichtet
der Innsbrucker Biologe und Life-Science-Consultant Michael Zechmann,
der vor 2 Jahren die Diagnose Laktoseintoleranz und
Fruktoseunverträglichkeit bekam. "Am Anfang war es ein ziemlicher
Schock, vor allem weil man als Patient ziemlich allein gelassen wird.
Ich dachte, ich könnte nie wieder irgendwelche kulinarischen Genüsse
erleben und müsste Zeit meines Lebens auf Schokolade, Früchte oder
Käse verzichten." Derart desillusioniert begann er nach Informationen
zu suchen. Als Biologe an der Universität Innsbruck hatte er die
Möglichkeit wissenschaftliche Arbeiten zum Thema in den verschiedenen
Datenbanken und Büchereien zu lesen. So sammelte er im Laufe der Zeit
ein enormes Wissen an. Er durchforstete auch Internetforen für
Unverträglichkeiten und war immer wieder erstaunt, welche Gerüchte
und falschen Informationen da verbreitet wurden. "Es gibt ein sehr
hartnäckiges Gerücht über Laktoseintoleranz, das behauptet, in
Cola-Getränken wäre Laktose enthalten und deshalb wäre das ein
verbotenes Getränk. Das ist aber absoluter Schwachsinn, nicht die
geringste Menge an Laktose befindet sich in Cola-Getränken, die
meisten Softdrinks sind sogar sehr gut verträglich."

Kompetente Hilfe online

Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben neben ihrer
physiologischen Komponente auch einen starken psychischen Anteil. "Je
mehr Angst man sich selber macht, desto weniger verträgt man eine
gewisse Speise" ist Zechmann überzeugt. "Das heißt wenn man Gerüchten
wie dem Cola-Gerücht Glauben schenkt, macht man sich nicht nur einen
großen psychischen Stress, weil man auf das so geliebte Cola
verzichten muss, man verschlechtert auch noch sein Wohlbefinden und
seine Unverträglichkeit." Deshalb entschied sich der Biologe im Jahr
2005 dazu, die Internetplattform nmi
(www.nahrungsmittel-intoleranz.com) ins Leben zu rufen. Eine
Plattform, die auf wissenschaftlichen Fakten beruht, die von
Ernährungswissenschaftern und Ärzten unterstützt wird und dem
Betroffenen neben Rezepten und Ideen zum Umgang mit seiner Krankheit
auch ein großes Forum zum Gedankenaustausch bietet. "Das Echo war
enorm" erinnert sich Zechmann, "schon am ersten Tag hatten wir 200
Besucher, bereits nach einer Woche waren es 600 Besucher pro Tag, und
das, obwohl wir noch nicht einmal in einer Suchmaschine gelistet
waren." Heute suchen jeden Tag tausende Betroffene Informationen im
Portal, das mittlerweile auch eine Anlaufstelle für Diätologen
geworden ist.

"Neben einer gewissen Kenntnis über die Inhaltsstoffe seiner
Nahrung und einem Gespür für seinen eigenen Körper, ist das
Wichtigste wohl die psychische Einstellung, die man zu sich selbst
und zum Essen hat. Ich ernähre mich heute um einiges gesünder, kenne
meinen Körper um einiges besser als noch vor meiner Diagnose und esse
und trinke fast alles worauf ich Lust habe." freut sich Zechmann, der
hofft mit seiner Plattform (www.nahrungsmittel-intoleranz.com) vielen
Betroffenen zu helfen ihr Leben trotz Unverträglichkeit auch in der
Weihnachtszeit in vollen Zügen genießen zu können.

Rückfragehinweis:
panthera.cc
Michael Zechmann
Tel.: 0650 4020307
mailto: info@nahrungsmittel-intoleranz.com
http://www.nahrungsmittel-intoleranz.com

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