Schifahren ohne Verletzungen: Vorbereitung ist fast alles

Die Schisaison hat begonnen und Millionen Schibegeisterte freuen sich. Doch sind Körper und Material gut vorbereitet oder wird es Verletzungen geben?

Wien (OTS) - Der erste Schnee ist gefallen und Schifahren liegt wieder im Trend. Doch um uneingeschränkt Spaß zu haben, sollte man sich auf das Sportvergnügen auch richtig vorbereiten. "Mit einigen wenigen Vorkehrungen kann die Unfallgefahr auf der Piste deutlich reduziert werden", meint Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts Sicher Leben.

49.900 verletzte Schifahrer im Jahr 2004

Im Vorjahr verletzten sich allein beim Schifahren rund 49.900 Personen in Österreich so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Fast die Hälfte aller Verletzten (rund 49%) zog sich Verletzungen an Beinen und Füßen zu, rund ein Viertel wurde mit Verletzungen an Armen und Händen ins Krankenhaus gebracht und elf Prozent erlitten Kopfverletzungen. Knochenbrüche (33%) führen die Hitliste der Verletzungen an. 60 Prozent der Verletzten waren Männer und 40 Prozent Frauen. Für 29 Menschen ging die Talfahrt auf der Piste sogar tödlich aus, in 19 Fällen war ein tödlicher Herzinfarkt die Ursache.

Sicherheit fängt vor dem Schiurlaub an

Um sicher die Pisten hinunterdüsen zu können, braucht man zunächst das richtige Material. Die Schibindung gehört vor jeder Saison neu eingestellt - und zwar vom Experten mit einem geeichten Prüfgerät. Nur geschliffene Kanten geben die nötige Führung auf eisigen Stellen. Besonders wichtiges Utensil ist der Schihelm: Er kann 85 Prozent aller schweren Gehirn- und Schädelverletzungen verhindern. Deshalb sollte er auf keinem Schifahrer-Kopf fehlen. Wesentlich ist auch die Schibrille: Wechselnde Licht- und Schneeverhältnisse stellen oft hohe Anforderungen an die Sehleistung und immer wieder führen Unachtsamkeit und Wahrnehmungsfehler zu Unfällen. Mit einer geeigneten Schibrille mit wirksamem Filter behält man auch im Schneegestöber den Durchblick. Für Brillenträger gibt es übrigens neben Schibrillen mit Korrektur auch spezielle Schibrillen, die man über der Alltagsbrille tragen kann.

"Scharf abzulehnen ist die Praxis mancher Schidiskonter, die ihren Kunden keinerlei Bindungsservice anbieten, Es ist verantwortungslos, Schifahrer aufzufordern, die Bindung selbst einzustellen. Ohne Prüfgerät ist eine optimale Einstellung unmöglich. Gute Fachgeschäfte bieten das goldene Prüfzeichen für eine optimale Bindungseinstellung," meint Kisser.

Fit für den Schnee

Auf zwei Brettern hinunter zu flitzen ist auch eine sportliche Herausforderung - das sollte man nicht vergessen - denn Muskeln, Bänder und Gelenke werden stark beansprucht. Um den Körper im Schiurlaub nicht zu überfordern, ist es wichtig, sich früh genug vorzubereiten. Optimal ist natürlich, sich das ganze Jahr hindurch sportlich zu betätigen, denn gut trainierte Muskeln, Ausdauer und Kraft verringern das Unfallrisiko. Spätestens zwei Monate vor dem Schispaß sollte man jedenfalls mit Schigymnastik beginnen - das heißt für den Schiurlaub im Februar spätestens jetzt. Sehr wichtig ist dabei die Kräftigung der Oberschenkel- und Rückenmuskulatur. Aber auch Koordinationstraining sollte auf dem Programm stehen, weil es gleichzeitig die Reaktion verbessert. Bei schnellen Richtungswechseln auf der Piste ist sie besonders wichtig.

Gute Ausrüstung auch für Kids

Vor allem Pistenflöhe sollten mit guter Ausrüstung den Hang hinunterdüsen. Oft wird die Ausrüstung von einem Kind zum nächsten übertragen, doch sollte man immer darauf achten, dass Schi und Schischuhe passen. Größe, Gewicht und Können des Kindes sollten aufeinander abgestimmt sein. Erbstücke mit stumpfen Kanten in falscher Größe mindern nicht nur den Schispaß, sondern sind auch gefährlich. "Bevor Kinder mit veralteten Geräten in zu großen Schuhen unterwegs sind, sollte man die Schiausrüstung besser ausleihen", hebt Kisser hervor. Und nicht vergessen: den Schihelm! "Aufgrund der kindlichen Proportionen und der schwächeren Muskulatur tragen Kinder häufiger Kopfverletzungen davon als Erwachsene. Deshalb ist gerade für die kleinen Schifahrer der Helm so wichtig."

Wien, am 19. Dezember 2005

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Mag. Katharina Kaschel
Institut Sicher Leben, Marketing und Kommunikation
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