- 19.12.2005, 10:03:57
- /
- OTS0053 OTW0053
Schifahren ohne Verletzungen: Vorbereitung ist fast alles
Die Schisaison hat begonnen und Millionen Schibegeisterte freuen sich. Doch sind Körper und Material gut vorbereitet oder wird es Verletzungen geben?
Wien (OTS) - Der erste Schnee ist gefallen und Schifahren liegt
wieder im Trend. Doch um uneingeschränkt Spaß zu haben, sollte man
sich auf das Sportvergnügen auch richtig vorbereiten. "Mit einigen
wenigen Vorkehrungen kann die Unfallgefahr auf der Piste deutlich
reduziert werden", meint Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts
Sicher Leben.
49.900 verletzte Schifahrer im Jahr 2004
Im Vorjahr verletzten sich allein beim Schifahren rund 49.900
Personen in Österreich so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt
werden mussten. Fast die Hälfte aller Verletzten (rund 49%) zog sich
Verletzungen an Beinen und Füßen zu, rund ein Viertel wurde mit
Verletzungen an Armen und Händen ins Krankenhaus gebracht und elf
Prozent erlitten Kopfverletzungen. Knochenbrüche (33%) führen die
Hitliste der Verletzungen an. 60 Prozent der Verletzten waren Männer
und 40 Prozent Frauen. Für 29 Menschen ging die Talfahrt auf der
Piste sogar tödlich aus, in 19 Fällen war ein tödlicher Herzinfarkt
die Ursache.
Sicherheit fängt vor dem Schiurlaub an
Um sicher die Pisten hinunterdüsen zu können, braucht man zunächst
das richtige Material. Die Schibindung gehört vor jeder Saison neu
eingestellt - und zwar vom Experten mit einem geeichten Prüfgerät.
Nur geschliffene Kanten geben die nötige Führung auf eisigen Stellen.
Besonders wichtiges Utensil ist der Schihelm: Er kann 85 Prozent
aller schweren Gehirn- und Schädelverletzungen verhindern. Deshalb
sollte er auf keinem Schifahrer-Kopf fehlen. Wesentlich ist auch die
Schibrille: Wechselnde Licht- und Schneeverhältnisse stellen oft hohe
Anforderungen an die Sehleistung und immer wieder führen
Unachtsamkeit und Wahrnehmungsfehler zu Unfällen. Mit einer
geeigneten Schibrille mit wirksamem Filter behält man auch im
Schneegestöber den Durchblick. Für Brillenträger gibt es übrigens
neben Schibrillen mit Korrektur auch spezielle Schibrillen, die man
über der Alltagsbrille tragen kann.
"Scharf abzulehnen ist die Praxis mancher Schidiskonter, die ihren
Kunden keinerlei Bindungsservice anbieten, Es ist verantwortungslos,
Schifahrer aufzufordern, die Bindung selbst einzustellen. Ohne
Prüfgerät ist eine optimale Einstellung unmöglich. Gute Fachgeschäfte
bieten das goldene Prüfzeichen für eine optimale
Bindungseinstellung," meint Kisser.
Fit für den Schnee
Auf zwei Brettern hinunter zu flitzen ist auch eine sportliche
Herausforderung - das sollte man nicht vergessen - denn Muskeln,
Bänder und Gelenke werden stark beansprucht. Um den Körper im
Schiurlaub nicht zu überfordern, ist es wichtig, sich früh genug
vorzubereiten. Optimal ist natürlich, sich das ganze Jahr hindurch
sportlich zu betätigen, denn gut trainierte Muskeln, Ausdauer und
Kraft verringern das Unfallrisiko. Spätestens zwei Monate vor dem
Schispaß sollte man jedenfalls mit Schigymnastik beginnen - das heißt
für den Schiurlaub im Februar spätestens jetzt. Sehr wichtig ist
dabei die Kräftigung der Oberschenkel- und Rückenmuskulatur. Aber
auch Koordinationstraining sollte auf dem Programm stehen, weil es
gleichzeitig die Reaktion verbessert. Bei schnellen Richtungswechseln
auf der Piste ist sie besonders wichtig.
Gute Ausrüstung auch für Kids
Vor allem Pistenflöhe sollten mit guter Ausrüstung den Hang
hinunterdüsen. Oft wird die Ausrüstung von einem Kind zum nächsten
übertragen, doch sollte man immer darauf achten, dass Schi und
Schischuhe passen. Größe, Gewicht und Können des Kindes sollten
aufeinander abgestimmt sein. Erbstücke mit stumpfen Kanten in
falscher Größe mindern nicht nur den Schispaß, sondern sind auch
gefährlich. "Bevor Kinder mit veralteten Geräten in zu großen Schuhen
unterwegs sind, sollte man die Schiausrüstung besser ausleihen", hebt
Kisser hervor. Und nicht vergessen: den Schihelm! "Aufgrund der
kindlichen Proportionen und der schwächeren Muskulatur tragen Kinder
häufiger Kopfverletzungen davon als Erwachsene. Deshalb ist gerade
für die kleinen Schifahrer der Helm so wichtig."
Wien, am 19. Dezember 2005
Rückfragehinweis:
Mag. Katharina Kaschel
Institut Sicher Leben, Marketing und Kommunikation
Tel.: 05-77077-1906
E-mail: [email protected]
www.sicherleben.at
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SIL






