Wagenhofer: EU-Politik hat in allen Belangen versagt

In der Landwirtschaft macht sich Resignation breit

Wien (OTS) - Für den Obmann der Freiheitlichen Bauernschaft Horst Wagenhofer ist es "moralisch unterste Schublade, wenn die Befürworter der EU, die an einem Tisch saßen, um die Budgets bis 2013 zu schmieden, von Solidarität und Fairneß sprechen, obwohl sie sich untereinander absolut kein Vertrauen schenken. Das Ende der Verhandlungen führte dann wieder zu einem bereits im Vorfeld angestrebten Kompromiß, der nichts mit Solidarität oder Fairneß zu tun hat. Im Gegenteil - die Abgaben werden immer mehr, der Unmut in der Bevölkerung immer größer, das Vertrauen in die Politiker naturgemäß immer geringer."

Hinzu kämen die kryptischen Aussagen von Schüssel oder Plassnik, daß man die Österreicher mehr informieren und aufklären müsse. "Glauben diese Politiker, die Österreicher sind dumm? So dumm, daß sie nicht erkennen, wie sehr der EU-Karren schon verfahren ist? Resignation macht sich hier zu Lande breit, speziell in der Landwirtschaft, an den heimischen Höfen herrscht Unruhe, viele haben Angst, ob sie den Familienbetrieb überhaupt noch aufrecht erhalten können", sagte Wagenhofer. "WTO, EU, Globalisierung, Zuckermarktordnung nehmen den Bauern die letzten Reserven. Und was sagte schon Minister Pröll - es hätte noch weit schlimmer kommen können? Das ist ja eine ausgezeichnete Perspektive. In Anbetracht dessen, daß bereits 78.000 landwirtschaftliche Betriebe seit dem EU-Beitritt das Handtuch geworfen haben, ist diese Aussage eines Landwirtschaftsministers blanker Hohn."

Was Österreich brauche, seien nicht derartige Aussagen, sondern wieder mehr Heimatbewußtsein, forderte Wagenhofer. "Unser Land muß unsere höchste Priorität sein. Denn auf einem verfahren Karren über holprige Strassen zu fahren ist schwierig. Bewegen wir uns und besinnen wir uns wieder auf die nationale Richtung, um unser Österreich mit seiner kleinstrukturierten Landwirtschaft wieder auf gesunde Beine zu stellen, denn nur dann ist gesichert daß unsere schöne Heimat ihr Landschaftsbild beibehält. Die EU-Politik hat in allen Belangen versagt. Unser Anliegen und Bestreben muß sein -Österreich zuerst."

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