ÖAMTC: Schifahrer und Snowboarder im Tiefschnee gefangen

Rettung aus der Luft - Taubergung durch Alpin 5

Wien (OTS) - Drei Schifahrer und zwei Snowboarder haben nach Informationen des ÖAMTC offensichtlich die Gefahren der Neuschneemengen total falsch eingeschätzt. Sie blieben abseits der präparierten Piste bei Mayrhofen im Zillertal im Tiefschnee stecken. Zur Bergung wurde zweimal der Notarzthubschrauber Alpin 5, der während der Wintermonate in Hintertux stationiert ist, angefordert.

Wie der ÖAMTC berichtet, wollten drei holländische Schifahrer von der Mittelstation der Horbergbahn bei Mayrhofen durch den Wald ins Tal abfahren. Die Fahrt fand aber in der Horbergklamm ein jähes Ende. Im Tiefschnee gab es weder ein Vor noch ein Zurück. Die Holländer konnten gerade noch einen Baumstamm, der quer über ein Bachbett lag, erreichen. Via Handy wurde über die Polizei Mayrhofen Hilfe angefordert, Alpin 5 wurde alarmiert. Mit einem 40-Meter-Tau wurden die Freizeitsportler aus der Klamm geborgen und zur Mittelstation geflogen.

Unmittelbar nach diesem Einsatz musste Alpin 5 erneut ausrücken. Zwei Snowboarder wollten von der Mittelstation der Horbergbahn entlang der Seilbahntrasse ins Tal gelangen. Beinahe bis zur Brust im Schnee blieben sie bereits nach dem ersten Drittel der Abfahrt stecken.
Durch Winken wurden Personen in den Seilbahngondeln auf die missliche Lage der Snowboarder aufmerksam und forderten Hilfe an.

Dem ÖAMTC-Notarztteam von Alpin 5 stand neuerlich eine Taubergung unmittelbar neben der Seilbahn bevor. Während der Dauer der Bergung musste der Betrieb der Seilbahn vorübergehend eingestellt werden. Die 19-jährige Janine L. aus Schwendau und ihr 20-jähriger Freund Rutger Z. aus Holland wurden mit einem 30-Meter-Tau an Bord geholt.

ÖAMTC-Pilot Gilbert Habringer: "Schifahrer wie Snowboarder haben die Gefahren der Neuschneemengen total unterschätzt. Beide Einsätze waren äußerst anspruchsvoll und verlangten dem gesamten Bergeteam höchste Konzentration ab. Der zweite Einsatz war bei Einbruch der Dunkelheit gerade noch im Bereich des Machbaren."

(Schluss)
Gerhard Koch

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