- 18.12.2005, 09:00:00
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Bartenstein: Integrative Berufsausbildung hat sich bewährt
Evaluierung bestätigt große Zufriedenheit mit der integrativen Berufsausbildung für benachteiligte Jugendliche
Wien (OTS) - "Die 2003 eingeführte integrative Berufsausbildung,
eine Ausbildungsinitiative für benachteiligte Jugendliche, für die
auf Grund mangelnder Qualifikation oder einer Behinderung ein
reguläres Lehrverhältnis nicht in Frage kommt, hat sich bewährt.",
sagte Arbeitsminister Martin Bartenstein anlässlich einer von der
KMU-Forschung Austria durchgeführten Evaluierung dieses
Ausbildungsmodells. 89 Prozent der vom AMS geförderten
überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen und 77 Prozent der
Lehrbetriebe, so das Ergebnis der Studie, sind mit der integrativen
Berufsausbildung für benachteiligte Jugendliche sehr zufrieden.
Ebenso bestätigen Berufsschulen und Eltern ihre Zufriedenheit.
Ende 2004 nahmen 1.114 Jugendliche die integrative Berufsausbildung
in Anspruch, Ende Juli dieses Jahres waren es bereits 1.575. Dabei
absolvieren 60% der Jugendlichen eine verlängerte Lehre, und 40%
erhalten eine so genannte Teilqualifizierung. Unter einer
verlängerten Lehre versteht man die Möglichkeit die Lehrzeit um ein
Jahr(in Ausnahmefällen zwei Jahre) zu verlängern um so langsameren
oder leistungsschwächeren Jugendlichen mehr Zeit zur Erreichung der
notwendigen Qualifikationen zu geben. Beim Modell der
Teilqualifikation wird in Zusammenarbeit von Betrieb, Eltern,
Jugendlichen und Experten ein individuelles Lernziel vereinbart, das
dann den Abschluss der sogenannte Teillehre darstellt.
49% aller integrativen Lehrlingen werden in Unternehmen am freien
Markt ausgebildet, vor allem im Gewerbe und Handwerk (wobei 74%
dieser Betriebe auch reguläre Lehrlinge ausbilden), 51% der
Jugendlichen erhalten ihre Ausbildung in einer vom AMS geförderten
selbstständigen Ausbildungseinrichtung. Sie alle erhalten eine
praxisnahe Ausbildung, die sie gut und nachhaltig auf die
Erfordernisse des Wirtschaftslebens vorbereitet und damit Zugang zum
Arbeitsmarkt ermöglicht.
Die meisten Betriebe erhalten vom AMS zusätzliche Fördermittel für
die Integrative Berufsausbildung. Diese Fördermittel stellen für 73 %
der Betriebe einen wichtigen Anreiz dar, 38 % wären bereit,
solche-Lehrstellen auch ohne Förderung anzubieten.
Mit der Berufsausbildungsgesetz - Novelle 2003 wurden die
gesetzlichen Grundlagen für die integrative Berufsausbildung und
damit ein wesentlicher Impuls dafür geschaffen, Personen mit sozialen
Benachteiligungen, geringerer Begabung oder mit Behinderungen in das
Berufsleben zu integrieren.
Zielgruppe der integrativen Berufsausbildung sind benachteiligte
Jugendliche, die das Arbeitsmarktservice (AMS) nicht in ein reguläres
Lehrverhältnis vermitteln kann,
- weil für sie ein sonderpädagogischer Förderbedarf besteht,
- oder weil sie keinen oder lediglich einen negativen
Hauptschulabschluß aufweisen,
- weil sie behindert sind,
- oder weil angenommen werden muß, dass für sie in absehbarer
Zeit keine reguläre Lehrstelle gefunden werden kann.
Die integrative Berufsausbildung wird durch eine
Berufsausbildungsassistenz begleitet, die vom Arbeitsmarktservice,
vom Bundessozialamt oder von den Gebietskörperschaften bereitgestellt
wird. Diese unterstützt die ausbildenden Betriebe und die
Jugendlichen in sozialpädagogischen und psychologischen
Angelegenheiten durch laufende Kooperation aller Beteiligten (Eltern,
Lehrbetriebe, Berufsschulen, etc.) bei der Festlegung der
Ausbildungsziele oder bei einem Ausbildungswechsel.
Nähere Informationen zur Integrativen Berufsausbildung sowie die
gesamte Studie zum Download finden sie unter
http://www.bmwa.gv.at/BMWA/Service/Lehrlingsservice/Aktuelles/default
.htm
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Ministerbüro: DI Holger Fürst, Tel: (++43-1) 71100-5193
Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel: (++43-1) 71100-2058
mailto:[email protected]
http://www.bmwa.gv.at
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