• 15.12.2005, 12:08:00
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  • OTS0134 OTW0134

Greenpeace: Keine faulen Kompromisse beim Transitproblem!

Weitergehende Maßnahmen in Österreich sind notwendig

Wien/Strassburg. (OTS) - Greenpeace lehnt den "faulen Kompromiss"
zur Wegekostenrichtline zwischen dem EU-Parlament und den
europäischen Verkehrsministern ab. "Die stark zunehmende Belastung an
Feinstaub, Stickoxiden und Lärm durch den Transitverkehr wird durch
diese EU-Entscheidung nicht eingebremst. Die Anrainer werden weiter
unter den LKW-Abgasen leiden", befürchtet Greenpeace-Verkehrsexperte
Erwin Mayer konkrete Auswirkungen dieser Entscheidung und kritisiert
dabei Tempo-160 Minister Hubert Gorbach.

Greenpeace lehnt den vorliegenden Entwurf der Wegekostenrichtlinie
ab, weil darin die Festlegung von externen Kosten wie
Umweltverschmutzung, Gesundheitsfolgekosten und Unfälle auf
unbestimmte Zeit verschoben wurde. Die im Vorschlag angeführte
geringfügig höhere Bemautung in sensiblen Regionen und Alpentälern
reicht nicht aus um das LKW-Verkehrsaufkommen insgesamt einzudämmen
und einen großen Anteil auf die Schiene zu verlagern. Die
Lenkungseffekte durch die jetzt festgesetzten Gebühren sind dazu viel
zu gering. "Wir bräuchten bei der Mauthöhe zumindest das Schweizer
Niveau um Österreich wieder aufatmen zu lassen", vergleicht Mayer die
europäische Verkehrspolitik mit dem besseren Schweizer System. In der
Schweiz beträgt die LKW-Maut einen Eurocent pro Kilometer und wird
weiter erhöht.

Jetzt muss Österreich selbst Maßnahmen ergreifen um den Transit
einzudämmen und um das nachzuholen was viele Jahre versäumt wurde.
Greenpeace fordert erstens, dass die Dieselbesteuerung angehoben
wird, weil die mitteleuropäische Dieselsteueroase Österreich
zusätzlichen Transit nach Österreich anzieht. Zweitens muss entlang
den Transitstrecken in Luftsanierungsgebieten das Tempo für LKW auf
60 km/h reduziert werden. Drittens braucht es selektive Fahrverbote
auf den Transitstrecken für LKW ohne Partikelfilter und Katalysator
bzw. Harnstoffeinspritzung.

Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher Greenpeace, tel. 0664-6126721.
Mag. Erwin Mayer, Verkehrsexperte Greenpeace, tel. 0664-6126721.

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP

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