• 14.12.2005, 14:36:01
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Verwaltungspreis 2005 für die BH Zell am See

Gemeinsames Projekt "Voneinander - miteinander lernen" von drei Bezirkshauptmannschaften ausgezeichnet

Salzburg (OTS) - Das Projekt "Voneinander - miteinander lernen"
der drei Bezirkshauptmannschaften Zell am See, Eisenstadt-Umgebung
und Rohrbach wurde mit dem Verwaltungspreis 2005 ausge-zeichnet, mit
dem Vorschläge zur Verwaltungsreform prämiert wurden. Bundeskanzler
Dr. Wolfgang Schüssel überreichte gestern, Dienstag, 13. Dezember,
Abend, in Linz den Preis, der von der Raiffeisenlandesbank
Oberösterreich in Zusammenarbeit mit dem Bundeskanzleramt und der
Industriellenvereinigung Oberösterreich ausgeschrieben worden war.

Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und Mitarbeiter/innen der
öffentlichen Verwaltung konnten Projekte zur Verwaltungsvereinfachung
und -einsparung nominieren, die von einer Jury bewertet wurden.
Insgesamt wurden 108 Projekte eingereicht. Bewertet wurden diese in
den drei Kategorien Bürgerorientierung, Verbesserung des
Wirtschaftsstandortes Österreich und Erhöhung der
Verwaltungseffizienz. Sieben von der Jury ausgezeichnete Vorschläge
wurden mit je 6.000 Euro prämiert. Außerdem gab es einen Sonderpreis
in Höhe von 3.000 Euro.

"Mit diesem Preis erhalten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
eine öffentliche Anerkennung ihres Engagements für mehr
Servicequalität in der Verwaltung", ist die Pinzgauer
Be-zirkshauptfrau Dr. Rosmarie Drexler überzeugt: "Durch die
behördenübergreifende Installierung von Arbeitsgruppen wurde der
Blickwinkel der einzelnen Bezirkshauptmannschaften erweitert, neue
Denk- und Handlungsmuster von anderen Organisationen wurden in das
eigene System eingebracht."

"Das Projekt der drei Bezirkshauptmannschaften schuf die
Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter/innen, sich äußerst erfolgreich
einem ‚Wettbewerb’ über die Landesgrenzen hinaus zu stellen",
ergänzte Landesamtsdirektor Hofrat Dr. Heinrich-Christian
Marckhgott.

Initiative ging von Zell am See aus

Vor zwei Jahren setzte Bezirkshauptfrau Dr. Drexler die Initiative
für ein gemeinsames Projekt mit den Bezirkshauptmannschaften
Eisenstadt-Umgebung und Rohrbach in Zusammenarbeit mit dem KDZ -
Zentrum für Verwaltungsforschung in Wien. Grundgedanke dabei war
"voneinander - miteinander zu lernen". Ein solches Projekt hat es in
Österreich weder in der Konzeption, Methodik noch in der Praxis je
gegeben. Etwa 30 Personen aller vier Organisationen haben über einen
Zeitraum von 18 Monaten daran mitgearbeitet.

Ziel des Projektes war es, Leistungen der Bezirkshauptmannschaften
wie beispielsweise die Ausstellung von Führerscheinen oder
Betriebsanlagen-Verfahren zu vergleichen und Standards zu erarbeiten.
Durch den Erfahrungsaustausch und den Vergleich von Prozessen wurden
Lernprozesse in den Bezirkshauptmannschaften erzielt. Die
Mitarbeiter/innen haben voneinander gelernt, erläutert
Bezirkshauptfrau Drexler ihre Initiative.

Modell für andere Verwaltungseinheiten

Die Einzigartigkeit dieses Projektes liege darin, dass es als
Modell für andere Verwaltungseinheiten verwendet werden könne. Durch
den Austausch von Arbeitsmethoden in den einzelnen Organisationen
werde das Handeln der Verwaltung effizienter, so Drexler weiter.

Die Mitarbeiter/innen der drei Bezirkshauptmannschaften haben ein
beachtliches Innovationspotenzial in der Verwaltungsmodernisierung
erarbeitet. Es wurde eine Kennzahl "informelles Verwaltungshandeln"
definiert. Gerade das informelle Verwaltungshandeln wird für eine
bürgernahe Verwaltung immer wichtiger. Beim informellen
Verwaltungshandeln informieren die Mitarbeiter/innen der
Bezirkshauptmannschaften die Bürger/innen so umfassend, dass sich oft
weitere Schritte in der Verwaltung erübrigen. Durch eine verstärkte
Information der Bürger/innen zu gegebenem Zeitpunkt können diese sich
spätere Behördenwege sparen.

Elektronisches Beschwerdemanagement

Als Teil des Projektes wurde auch ein elektronisches
Beschwerdemanagement erarbeitet. Beschwerden werden als Anregung zur
Verbesserung gesehen und nicht als Kritik an der Verwaltung. Die
Mitarbeiter/innen der Verwaltung verpflichten sich, die Beschwerden
binnen 14 Tagen zu beantworten und den Bürger/innen eine Rückmeldung
zu geben, führte Drexler weiter aus. Ein weiteres Ziel war es auch,
Rahmenbedingungen zu schaffen, die nicht nur Mitarbeiter/innen das
individuelle Lernen, sondern auch den kollektiven Austausch von
Wissen ermöglicht haben.

Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at

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