- 14.12.2005, 12:42:37
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Strache gegen Europa-Armee!
Bundesheerreform dürfte gescheitert sein!
Wien, 22-07-2005 (fpd) - Gegen die Idee einer Europa-Armee, wie
sie heute von Günter Höfler, dem designierten Leiter des neu
geschaffenen Kommandos Streifkräfte propagiert wurde, sprach sich
FPÖ-Obmann HC Strache aus. "Von einem österreichischen Offizier
dieses Ranges erwarte ich mir, daß er österreichische Interessen
vertritt und nicht für ein Aufgehen des Bundesheeres in einer
nebulosen Europa-Armee eintritt so Strache in einer Reaktion.****
Das Bundesheer sollte vorrangig seine Hausaufgaben machen. Die
Auslandseinsätze verschlingen schon jetzt für die Reform dringend
benötigte Mittel. Weil der Minister wegen des EU-Vorsitzes auf die
Übernahme eines prestigeträchtigen, aber teuren Kommandos auf dem
Balkan drängte, müssen wir jetzt sogar zusätzlich Hubschrauber -
Mangelware bei Katastropheneinsätzen in Österreich - abstellen. Bei
der Lawinenkatastrophe in Galtür mußten wir etwa um Hilfe aus dem
Ausland ersuchen. Während ohne ausreichende Vorbereitungen gepanzerte
Fahrzeuge für ein gefährliches Afghanistan-Abenteuer beschafft
wurden, befindet sich ein beträchtlicher Teil der übrigen
Räderfahrzeuge in einem katastrophalen Zustand, so Strache.
Bundesheerreform bringt nur Verschlechterungen für unser Heer!
Grundsätzlich ist die gegenwärtige Pseudoreform der Streifkräfte
abzulehnen. Bisher wurden, wie man hört, ohnehin nur Briefköpfe und
Stempel geändert. In erster Linie, so Strache, diene die Reform nur
der Besetzung von Kommandostellen nach dem Gusto der ÖVP. Wie sonst
läßt sich die Konstruktion eines Kommandos erklären, dessen Chef in
Graz und der Stellvertreter in Salzburg sitzt, stellt Strache die
unbeantwortete Frage in den Raum. Diese Struktur könne wohl kaum als
Musterbeispiel für Rationalisierung dargestellt werden, so Strache.
Mit diesem Konstrukt, so Strache, werden auf mindestens ein
Dreivierteljahr Parallelstrukturen geschaffen, die sich höchstens
lähmend auf die "Reform" auswirken, deren Zukunft ohne flankierende
Maßnahmen ohnehin gescheitert ist. Diese "Maßnahmen" ruhen jedoch
seit geraumer Zeit unerledigt im Schreibtisch des Bundesministers, so
Strache abschließend. (Schluß)
Rückfragehinweis:
FPÖ
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