- 13.12.2005, 11:35:11
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15 Mio. Gesamtinvestitionen zur Erhaltung des kulturellen Erbes
Landesrätin Doraja Eberle zog positive Bilanz: Mehr als 100 Projekte wurden 2005 unterstützt
Salzburg (OTS) - Denkmalschutz und Denkmalpflege gehen weit über
die Erhaltung monumentaler Baudenkmäler in der Stadt Salzburg hinaus.
Das kulturelle Erbe des Landes manifestiert sich insbesondere auch in
den vielen Klein- und Flurdenkmälern landauf landab, in den Schätzen
der Dorfkirchen, aber auch in den zahlreichen Schlössern, Ruinen und
Burgen des Landes, ist Landesrätin Doraja Eberle überzeugt. Mit 1,3
Million Euro hat das Land Salzburg im Jahr 2005 die Erhaltung dieses
Erbes unterstützt und damit Investitionen in der Höhe von mehr als 15
Millionen Euro ausgelöst. Die Finanzierungspartner sind in der Regel
das Bundesdenkmalamt, die Gemeinden und die Eigentümer, zum Beispiel
die Erzdiözese und die Pfarrgemeinden bei der Erhaltung von Kirchen.
Landesrätin Eberle konnte heute, Dienstag, 13. Dezember, in einem
Informationsgespräch eine umfangreiche Statistik über die mehr als
100 im Jahr 2005 unterstützten Projekte präsentieren. Fast 70 Prozent
der eingesetzten Landesgelder wurden in den Landbezirken ausbezahlt.
Und das Engagement der Salzburgerinnen und Salzburger ist
ungebrochen, freut sich die Landesrätin. Mittlerweile liegen für die
nächsten Jahre bereits neue Förderansuchen im Umfang von 1,3
Millionen Euro bei einer Gesamtinvestition von 17 Millionen Euro vor.
Die regionale Gliederung der geförderten Projekte sieht für das
Jahr 2005 folgendermaßen aus: im Flachgau wurden 26 Projekte
gefördert (23,5 Prozent), im Tennengau waren es 15 (12,6 Prozent), im
Pongau 12 (6,5 Prozent), im Pinzgau 18 (11,4 Prozent) und im Lungau
29 (13,6 Prozent). Die Stadt Salzburg erhielt 32,4 Prozent der
Fördergelder. Größere Projekte dabei waren:
Flachgau: Pfarrkirche St. Georgen; Glockenturm Moosgassner Strobl;
Fichtlgut in Koppl;
Tennengau: Pfarrkirche Dürrnberg; Zementbrennofen Hallein/Gamp;
Pongau: Wallnerbauernhaus St. Veit; Schloss Goldegg Fassade und
Türme; Georgikapelle Bischofshofen;
Pinzgau: Sanierung Burg Kaprun; Filialkirchen Aufhausen und
Walchen in Piesendorf; Dachsanierung Voglmaierhaus Rauris;
Lungau: Gambsengut in Lessach; Sanierung diverser Getreidekästen;
Pfarrkirche St. Michael.
Zahlreiche Förderungsanträge für 2006 bis 2008
Für die Jahre 2006, 2007 und 2008 liegen zahlreiche
Förderungsanträge vor, die unter anderem folgende größere Vorhaben
betreffen:
Flachgau: Pfarrkirche Fuschl; diverse Bauernkapellen; Brandhof in
Hof;
Tennengau: Stadtpfarrkirche Hallein; Bründlkapelle Abtenau;
Pfarrkirche Golling;
Pongau: Schloss Höch in Flachau/Reit; Festungsanlage Mandling;
Pinzgau: Vorderwaldlehen in Fusch; Sanierung Burg Kaprun;
Pfarrkirche Kaprun;
Lungau: Diverse Getreidekästen, Steinstallbauten, Hofkapellen;
Kirche St. Leonhard in Tamsweg.
Von der Erhaltung des kulturellen Erbes profitieren grundsätzlich
jede Salzburgerin und jeder Salzburger, aber selbstverständlich auch
die Eigentümer der Objekte, die Klein- und Mittelbetriebe, die mit
den Sanierungs- und Renovierungsarbeiten beauftragt werden und
natürlich der Tourismus, so Landesrätin Eberle weiter.
Pilotprojekt für Lungauer Handwerksbetriebe
Im Jahr 2006 startet ein Pilotprojekt, das bei den
Handwerksbetrieben in unserem Land das Interesse für die
traditionellen Fertigkeiten, die bei der Sanierung und Renovierung
von Baudenkmälern erforderlich sind, fördern soll. Neun Lungauer
Malermeisterbetriebe schicken je einen Handwerker für zwei Wochen
nach Mauerbach bei Wien zu einer Fortbildung des Bundesdenkmalamtes
"Mauern und Malen". Ein Teil der Kosten wird vom Ressort von
Landesrätin Eberle übernommen.
Interesse und Bewusstsein der Bevölkerung fördern und wecken
Landesrätin Eberle ist überzeugt, dass in einer sich rasch
verändernden Umwelt der Erhaltung des baukulturellen Erbes große
Bedeutung zukommt: "Es ist allein dieses Erbe, das tief in die
Wurzeln der Geschichte weist und damit Identität und
Heimatbewusstsein vermittelt. Europa ist gekennzeichnet durch seine
kulturelle Vielfalt." Gerade im zusammenwachsenden Europa gelte es,
den regionalen Besonderheiten entsprechende Aufmerksamkeit zu
schenken. Wer seine eigenen Wurzeln schätzt, werde diese
Wertschätzung auch den Besonderheiten anderer Regionen
entgegenbringen, so Landesrätin Eberle, die mit einer Plakat- und
Folderaktion das Interesse und das Bewusstsein der Salzburgerinnen
und Salzburger für den Erhalt ihres kulturellen Erbes wecken und
fördern möchte.
Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at
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