15 Mio. Gesamtinvestitionen zur Erhaltung des kulturellen Erbes

Landesrätin Doraja Eberle zog positive Bilanz: Mehr als 100 Projekte wurden 2005 unterstützt

Salzburg (OTS) - Denkmalschutz und Denkmalpflege gehen weit über die Erhaltung monumentaler Baudenkmäler in der Stadt Salzburg hinaus. Das kulturelle Erbe des Landes manifestiert sich insbesondere auch in den vielen Klein- und Flurdenkmälern landauf landab, in den Schätzen der Dorfkirchen, aber auch in den zahlreichen Schlössern, Ruinen und Burgen des Landes, ist Landesrätin Doraja Eberle überzeugt. Mit 1,3 Million Euro hat das Land Salzburg im Jahr 2005 die Erhaltung dieses Erbes unterstützt und damit Investitionen in der Höhe von mehr als 15 Millionen Euro ausgelöst. Die Finanzierungspartner sind in der Regel das Bundesdenkmalamt, die Gemeinden und die Eigentümer, zum Beispiel die Erzdiözese und die Pfarrgemeinden bei der Erhaltung von Kirchen.

Landesrätin Eberle konnte heute, Dienstag, 13. Dezember, in einem Informationsgespräch eine umfangreiche Statistik über die mehr als 100 im Jahr 2005 unterstützten Projekte präsentieren. Fast 70 Prozent der eingesetzten Landesgelder wurden in den Landbezirken ausbezahlt. Und das Engagement der Salzburgerinnen und Salzburger ist ungebrochen, freut sich die Landesrätin. Mittlerweile liegen für die nächsten Jahre bereits neue Förderansuchen im Umfang von 1,3 Millionen Euro bei einer Gesamtinvestition von 17 Millionen Euro vor.

Die regionale Gliederung der geförderten Projekte sieht für das Jahr 2005 folgendermaßen aus: im Flachgau wurden 26 Projekte gefördert (23,5 Prozent), im Tennengau waren es 15 (12,6 Prozent), im Pongau 12 (6,5 Prozent), im Pinzgau 18 (11,4 Prozent) und im Lungau 29 (13,6 Prozent). Die Stadt Salzburg erhielt 32,4 Prozent der Fördergelder. Größere Projekte dabei waren:

Flachgau: Pfarrkirche St. Georgen; Glockenturm Moosgassner Strobl; Fichtlgut in Koppl;

Tennengau: Pfarrkirche Dürrnberg; Zementbrennofen Hallein/Gamp;

Pongau: Wallnerbauernhaus St. Veit; Schloss Goldegg Fassade und Türme; Georgikapelle Bischofshofen;

Pinzgau: Sanierung Burg Kaprun; Filialkirchen Aufhausen und Walchen in Piesendorf; Dachsanierung Voglmaierhaus Rauris;

Lungau: Gambsengut in Lessach; Sanierung diverser Getreidekästen; Pfarrkirche St. Michael.

Zahlreiche Förderungsanträge für 2006 bis 2008

Für die Jahre 2006, 2007 und 2008 liegen zahlreiche Förderungsanträge vor, die unter anderem folgende größere Vorhaben betreffen:

Flachgau: Pfarrkirche Fuschl; diverse Bauernkapellen; Brandhof in Hof;

Tennengau: Stadtpfarrkirche Hallein; Bründlkapelle Abtenau; Pfarrkirche Golling;

Pongau: Schloss Höch in Flachau/Reit; Festungsanlage Mandling;

Pinzgau: Vorderwaldlehen in Fusch; Sanierung Burg Kaprun; Pfarrkirche Kaprun;

Lungau: Diverse Getreidekästen, Steinstallbauten, Hofkapellen; Kirche St. Leonhard in Tamsweg.

Von der Erhaltung des kulturellen Erbes profitieren grundsätzlich jede Salzburgerin und jeder Salzburger, aber selbstverständlich auch die Eigentümer der Objekte, die Klein- und Mittelbetriebe, die mit den Sanierungs- und Renovierungsarbeiten beauftragt werden und natürlich der Tourismus, so Landesrätin Eberle weiter.

Pilotprojekt für Lungauer Handwerksbetriebe

Im Jahr 2006 startet ein Pilotprojekt, das bei den Handwerksbetrieben in unserem Land das Interesse für die traditionellen Fertigkeiten, die bei der Sanierung und Renovierung von Baudenkmälern erforderlich sind, fördern soll. Neun Lungauer Malermeisterbetriebe schicken je einen Handwerker für zwei Wochen nach Mauerbach bei Wien zu einer Fortbildung des Bundesdenkmalamtes "Mauern und Malen". Ein Teil der Kosten wird vom Ressort von Landesrätin Eberle übernommen.

Interesse und Bewusstsein der Bevölkerung fördern und wecken

Landesrätin Eberle ist überzeugt, dass in einer sich rasch verändernden Umwelt der Erhaltung des baukulturellen Erbes große Bedeutung zukommt: "Es ist allein dieses Erbe, das tief in die Wurzeln der Geschichte weist und damit Identität und Heimatbewusstsein vermittelt. Europa ist gekennzeichnet durch seine kulturelle Vielfalt." Gerade im zusammenwachsenden Europa gelte es, den regionalen Besonderheiten entsprechende Aufmerksamkeit zu schenken. Wer seine eigenen Wurzeln schätzt, werde diese Wertschätzung auch den Besonderheiten anderer Regionen entgegenbringen, so Landesrätin Eberle, die mit einer Plakat- und Folderaktion das Interesse und das Bewusstsein der Salzburgerinnen und Salzburger für den Erhalt ihres kulturellen Erbes wecken und fördern möchte.

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