- 13.12.2005, 11:07:34
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WEB-Prozess: Rechtsschutzversicherung hat sich für Geschädigte bezahlt gemacht
Wien (OTS) - Der größte Zivilprozess der österreichischen
Geschichte nähert sich heute mit einem Vergleichsabschluss endlich
seinem Ende. Ehemalige WEB-Anleger mit Rechtsschutzversicherung
hatten Glück im Unglück - sie erhielten von allen Geschädigten die
höchste Kapitalquote.
Für die 740 Geschädigten, die ihre Ansprüche mit Hilfe einer
Rechtsschutzversicherung geltend gemacht haben, hat sich diese
Versicherung bezahlt gemacht. Der Vergleich, der in Höhe von 19,1
Millionen Euro und 600.000,- Euro Kostenbeitrag geschlossen wurde,
bringt ihnen 50 Prozent ihrer eingeklagten Forderungen. Diese Quote
ist mit Abstand die höchste aller Geschädigten. Einige der Kläger,
die auf eigenes Risiko geklagt haben, können mit rund 43 Prozent,
diejenigen, die einen Prozesskostenfinanzierer zur Seite gehabt
haben, mit rund 23 Prozent der von ihnen eingeklagten Forderungen
rechnen.
Vor 16 Jahren brach das Bautreuhand-WEB-IMMAG Imperium zusammen,
die Rechtsschutzversicherer waren von Anfang an damit befasst. Wer
zumindest einen Teil seines investierten Geldes wieder bekommen
wollte, brauchte gute Anwälte und einen langen finanziellen Atem. Da
es sich im Fall WEB um einen so genannten Massenschaden handelt -
mehrere Kunden unterschiedlicher Rechtsschutzversicherer waren
unabhängig voneinander, aber aufgrund desselben Sachverhalts
geschädigt - haben die Rechtsschutzversicherer ihre Aktivitäten
gebündelt. Die verschiedenen WEB-Verfahren haben somit deutlich
gemacht, dass Kunden einer Rechtsschutzversicherung kompetente
Vertretung bekommen und sich über den notwendigen finanziellen
Aufwand keine Sorgen machen müssen.
Das letzte Kapitel in dem WEB-Komplex ist allerdings noch nicht
geschlossen: Der Amtshaftungsprozess der Geschädigten aus der
Veranlagung "Wohnsparer Edlach" gegen das Land Salzburg ist auch nach
über 10 Jahren noch immer nicht erledigt.
Rückfragehinweis:
VVO Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs
Mag. Daniela Luger
Tel.: 01/711 56-261
Fax: 01/711 56-280
mailto:luger@vvo.at
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