- 10.12.2005, 13:01:40
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Glawischnig zu Klimakonferenz: Schwere Enttäuschung
Keine klare Perspektive für globalen Klimaschutz ab 2012
Wien (OTS) - Das Ergebnis der Klimakonferenz von Montreal ist aus
Sicht der stv. Bundes- und Umweltsprecherin der Grünen, Eva
Glawischnig, "eine schwere Enttäuschung". Zwar sei das
Kyoto-Regelwerk nun vollständig angenommen und damit das
Kyoto-Protokoll endgültig völkerrechtlich abgesichert, es fehle aber
eine klare Perspektive, wie es mit dem globalen Klimaschutz ab 2012
weitergehen solle.
"Soll die Chance auf eine Verhinderung der katastrophalen
Auswirkungen des Klimawandels gewahrt bleiben, müssen die
Treibhausgasemissionen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten
drastisch verringert werden", so Glawischnig. "Nach Montreal sieht es
nicht so aus, als würde die Fixierung der notwendigen Ziele
rechtzeitig gelingen. Bis allerspätestens 2008 müsste sich die
Staatengemeinschaft auf neue Klimaziele einigen, um rechtzeitig
entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Die Emissionen müssen
bis 2030 um 30 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent gegenüber 1990
verringert werden", fordert Glawischnig.
"Nach dem enttäuschenden Ergebnis von Montreal ist es nun umso
wichtiger, dass einzelne Staaten vorangehen und durch die nationale
Fixierung von Klimaschutzzielen ein entsprechendes Signal setzen", so
Glawischnig, die ihre Forderung an die Bundesregierung erneuert,
gesetzlich festzuschreiben, die österreichischen
Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 30 Prozent und bis 2050
um 80 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren. "Falls BK
Schüssel und BM Pröll es nun darauf anlegen, auf Staaten wie die USA
oder China zu warten, statt alles daran zu setzen, dass Österreich
zum Klimaschutz-Vorreiter wird, sind sie mitverantwortlich für die
Auswirkungen des Klimawandels, die insbesondere auch für Österreich
verheerend sein können", schließt Glawischnig.
Rückfragehinweis:
Pressesprecherin, Andrea Danmayr, 0664-3457113
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