- 09.12.2005, 14:06:39
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Kukacka: Neuer ÖBB-Fahrplan setzt wichtige verkehrspolitische Signale
Attraktives Zugsangebot nach Bratislava und erster EuroCity von Prag nach Ljubljana
Wien (OTS) - "Neben dem ab kommenden Sonntag, 11. Dezember 2005,
erstmals täglich geführten EuroCity-Zug (EC 100 bzw. 101) von Prag
über Linz und Graz weiter nach Ljubljana, der eine strategische
Nord-Süd-Verbindung darstellt und drei Länder und zahlreiche Regionen
miteinander verbindet, wurde auch zu einem anderen Nachbarland, der
Slowakei, ein wichtiges verkehrspolitisches vor allem aber
kundenfreundliches Signal gesetzt", so Kukacka. Der ebenfalls neue,
als Stunden-Takt geführte Sprinter von Wien nach Bratislava, der die
bisherige zweistündige Euregio-Takt-Verbindung vom Südbahnhof
ergänzt, benötigt nur mehr 59 Minuten und bringt den Bahnkunden eine
nahezu konkurrenzlose Fahrzeit zwischen den Twincities.
"Dieses Angebot ist ein weiterer Schritt zur Stärkung und
Attraktivierung der Schienenverbindungen in die Slowakei. Die
österreichische Infrastrukturpolitik wird eher in den kommenden
Jahren noch mehr Aktivitäten in Richtung der Anbindung Bratislavas
setzen", erklärte der Verkehrsstaatssekretär. Der Neubau der
Götzendorfer Schleife (vom Flughaben Wien-Schwechat nach Götzendorf
an die Ostbahn) bis zum Jahre 2011 sei bereits beschlossen und wird
dann eine durchgehende elektrifizierte Hochleistungsverbindung
zwischen Flughafen Wien und Bratislava darstellen. "Es sei wesentlich
für den Betrieb einer effizienten Schienenverbindung zwischen Wien
und Bratislava, dass die Errichtung der Götzendorfer Schleife als
Flughafenverbindung südlich der Donau und der Ausbau des Marchegger
Astes nördlich der Donau zeitgleich bis 2011 realisiert werden. Damit
entsteht ein Ringverkehr zwischen Wien und Bratislava nördlich und
südlich der Donau", betonte Kukacka die Wichtigkeit der Projekte.
Die Götzendorfer Schleife wird künftig die Einbindung des Flughafens
Wien-Schwechat in die internationale Verbindung zwischen Wien und
Bratislava gewährleisten. Die Streckenführung verläuft vom Wiener
Südbahnhof (künftig Bahnhof Wien) über den Flughafen Wien, zur neuen
Schleife Götzendorf und von dort weiter über die bestehende Ostbahn
nach Bratislava. Die Realisierung der 12 km langen Neubaustrecke vom
Schwechater Flughafen-Bahnhof zur Ostbahn (Spange Fischamend -
Götzendorf) nach Bratislava-Petrzalka koste rund 105 Mio. Euro.
Auch der geplante Ausbau des Marchegger Astes wird die Fahrzeit
zwischen Wien und Bratislava weiter verkürzen, die dann deutlich
unter einer Stunde liegen wird. So wird man für die Strecke vom
Bahnhof Wien zum Hauptbahnhof nach Bratislava über den Marchegger Ast
nördlich der Donau nur mehr etwa 40 Minuten benötigen, zwischen
Flughafen Wien und Flughafen Bratislava überhaupt nur mehr 30
Minuten.
Der Ausbau des Marchegger Astes um rund 79 Mio. Euro besteht
einerseits aus einer durchgehenden Elektrifizierung der Strecke
zwischen Gänserndorf über Marchegg nach Bratislava, die bis 2008
realisiert werden soll. Damit ergibt sich eine durchgehend
elektrifiziert geführte Strecke von Wien-Nord nach Bratislava. Die
Kosten belaufen sich auf 10,5 Mio. Euro. In einer zweiten Etappe
erfolgt eine Elektrifizierung und ein Kapazitätsausbau zwischen
Hausfeldstraße und Marchegg Grenze über den Marchegger-Ast, der laut
derzeitiger Planung bis 2014 realisiert werden solle. "Dazu finden
gegenwärtig Verhandlungen zwischen Bundesregierung und ÖBB zur
Vorziehung diese Maßnahme bereits auf 2011 statt", erklärte Kukacka.
Aufgrund des rasanten Wirtschaftswachstums der Region Bratislava, sei
die Attraktivierung der Schienenverbindungen zwischen den beiden, nur
60 Kilometer von einander entfernten "Twin Cities", von zentralem
Interesse für die wirtschaftliche Entwicklung und den Standort. "Das
ist eine enorme Chance für Österreich, weil der Großraum
Wien-Bratislava zu den großen Hoffnungs-Regionen Europas zählt", so
Kukacka.
Rund 2 Mio. Menschen leben in Wien, rund 500.000 in Bratislava, wovon
20.000 täglich die Grenze zwischen Wien und Bratislava passieren.
Davon reisen 10 Prozent, also 2.000 Personen, zum Flughafen
Schwechat. Berechnungen der ÖBB hätten ergeben, dass der Bedarf
massiv ansteigen werde und in 15 Jahren 40.000 Personen täglich
zwischen Wien und Bratislava unterwegs sein könnten, wovon rund
10.000 zum Flughafen reisen.
Auch mit dem ersten EuroCity-Zug (EC 100 bzw. 101) von Prag über Linz
und Graz weiter nach Ljubljana wurde ein wichtiges Signal gesetzt.
"Er stellt eine strategische Nord-Süd-Verbindung dar und verbindet
drei Länder und zahlreiche Regionen", schloss Kukacka.
Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr,
Innovation und Technologie
Walter Gröblinger
Pressesprecher
Tel. +43 (01) 711 62/8803
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