• 09.12.2005, 13:05:03
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Volksbank Investmentbank: Entscheidung über US-Leitzinsen sorgt für Spannung

Möglicherweise nahes Ende der steigenden US-Zinsen

Wien (OTS) - Spannung herrscht vor der nächsten Notenbanksitzung
in den USA am 13. Dezember: Es ist grundsätzlich davon auszugehen,
dass die Fed den Leitzins um weitere 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent
anheben wird, schreibt die Volksbank Investmentbank AG (VBIB) in
ihrem wöchentlichen Finanzmarktkommentar. Den Markt dürfte aber
weniger die eigentliche Zinsentscheidung, als vielmehr die Begründung
bewegen, da sie einen gewissen Schluss auf die zukünftige
Vorgehensweise der Notenbank zulassen wird. Interessant wird vor
allem sein, wie deutlich Fed-Chef Greenspan die Inflationsrisiken
betont oder ob er die zuletzt vertretene Auffassung wiederholt, die
künftige Notenbankpolitik müsse zunehmend sensibel auf neue
Konjunkturdaten reagieren. Letzteres würde ein nahes Ende des
Zinsanhebungszyklus signalisieren, so die Experten der VBIB.

Der US-Dollar setzte in diesem Umfeld in der vergangenen Woche seine
Seitwärtsentwicklung gegenüber dem Euro fort. Neben der
Leitzinsentscheidung und den anschließenden Statements zur
Zinsentscheidung wird die Richtung der US-Währung in der nächsten
Woche auch von der Veröffentlichung der Höhe des
US-Handelsbilanzdefizits und der US-Kapitalflussdaten für Oktober
bestimmt werden. Insgesamt erwartet die VBIB auf Wochensicht eine
Fortsetzung der Seitwärtsentwicklung des Dollars im Verhältnis zum
Euro.

Die US-Unternehmen haben im November wieder deutlich mehr Stellen
geschaffen, als in den beiden durch Hurrikanschäden belasteten
Vormonaten. Die Zahl der Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft
stieg um 215.000. Der Beschäftigtenaufbau im Vormonat wurde vom
Arbeitsministerium von ursprünglich 56.000 auf 44.000 nach unten
revidiert. Die Arbeitslosenquote blieb im November unverändert bei
5,0 Prozent. Das Wachstum des US-Dienstleistungssektors hat sich im
November etwas abgeschwächt. Der entsprechende Service-Index des
Instituts for Supply Management fiel auf 58,5 Punkte (Oktober: 60,0).
Ein Indexwert über 50 deutet auf ein Wachstum des Sektors, auf den
rund 80 Prozent der US-Wirtschaftsleistung entfallen.
Die Produktivität der US-Unternehmen ist im dritten Quartal mit einer
auf das Jahr hochgerechneten Rate von 4,7 Prozent Q/Q (Q2: 2,1%)
gewachsen. Die Lohnstückkosten sanken im selben Zeitraum mit einer
annualisierten Rate von 1,0 Prozent Q/Q (Q2: -1,2%). In der Eurozone
hat sich das Wachstum im Dienstleistungssektor im November
beschleunigt. Der NTC-Service Index stieg auf 55,2 Punkte (Oktober:
54,9) und damit auf den höchsten Wert seit 16 Monaten.
Der Index für Deutschland ist auf 54,8 Punkte (Oktober: 55,2)
zurückgegangen. Der Einzelhandelsumsatz der Eurozone wuchs im Oktober
um 0,5% M/M (September: -0,9% M/M).

Die Ölpreise sind in der vergangenen Woche wegen der kälteren
Witterung im Nordosten der USA, der Region mit dem weltweit größten
Heizölverbrauch, gestiegen. Dies belastete die Aktienmärkte, die in
der abgelaufenen Woche mehrheitlich leichte Kursverluste erlitten.
Der ATX konnte dagegen weiter zulegen und markierte mit 3617,4
Punkten zwischenzeitlich sogar einen neuen Rekordwert.
Hauptverantwortlich für die gute Entwicklung des Index war vor allem
der deutliche Kursanstieg des Ölwertes und Indexschwergewichts OMV
(7% W/W).
Die Richtung der Aktienmärkte wird in den nächsten Tagen vor allem
von der weiteren Entwicklung der Ölpreise und dem Greenspan-Statement
im Anschluss an die Notenbanksitzung abhängen. Die VBIB geht davon
au, dass in den nächsten Tagen die Ölpreise nicht weiter signifikant
steigen und daher die Stimmung an den Aktienmärkten wieder etwas
besser wird.

Rückfragehinweis:

Gerlinde Maschler
   Österreichische Volksbanken-AG
   Leiterin Öffentlichkeitsarbeit / Head of Public Relations
   Peregringasse 3, 1090 Wien, Austria, http://www.oevag.at
   phone: +43(0)50 4004 - 3864
   fax: +43(0)50 4004 - 83864
   gerlinde.maschler@oevag.volksbank.at

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