• 08.12.2005, 10:09:00
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AK Ettl: Mehr Geld für den Gesundheitsbereich!

AK Wien schenkt den Neuen in der Gesundheitsausbildung "Springer Lexikon Medizin" - Ettl: "Regierung muss mehr Geld in den Gesundheitsbereich investieren"

Wien (OTS) - Mehr Investitionen im Gesundheitsbereich: Das
forderte die stv. AK Direktorin Johanna Ettl gestern vor 950
AnfängerInnen in der Wiener Pflegeausbildung und an den
medizinisch-technischen Akademien. Die Pflegeangebote und die
Ausbildung müssen gestärkt werden, verlangt Ettl: "Gerade am Beispiel
der Gesundheitsberufe zeigt sich die Bedeutung von qualifizierten
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern." Gemeinsam mit mit den
Gewerkschaften der Wiener Pflegebediensteten überreichte die AK Wien
allen Neuen in der Wiener Gesundheitsausbildung das "Springer Lexikon
Medizin" auf CD-ROM. Die AK übergibt seit 1972 jährlich ein
renommiertes Nachschlagewerk für Fachkräfte im Gesundheitsbereich als
Zeichen der Anerkennung des großen Einsatzes der SchülerInnen und
Studierenden. Ettl verlangte anlässlich der diesjährigen Verleihung,
dass die Regierung dem wach-senden Bedarf an Pflegeleistungen endlich
Rechnung trägt - etwa im Bereich neuer Pflegeformen zwischen Spital
und bei den Menschen zu Hause, oder bei Kurzzeitpflegeplätzen und
Tagespflegestationen. Überdies soll die Ausbildung für den gehobenen
medizinisch-technischen Dienst in FH-Studiengänge mit einem
akademischen Abschluss umgewandelt werden.

"Qualifizierte Aus- und Weiterbildung ist der Schlüssel für gute
Chancen im Beruf", sagt Ettl. Sie gratuliert den Neuen in der Wiener
Gesundheitsausbildung zu ihrer Entscheidung, eine Schule für den der
medizinisch-technischen Fachdienst oder eine medizinisch-technischen
Akademie zu besuchen. "Es ist eine Leistung, dass ihr aufgenommen
worden seid", richtet sich Ettl an den jungen Nachwuchs. Der
Gesundheitssektor stellt hohe Anforderungen an die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter: Großes Verantwortungsbewusstsein sowie ein hohes Maß
an Flexibilität und persönlicher Einsatzbereitschaft sind
erforderlich.

Die AK fordert, dass die Ausbildung für den gehobenen
medizinisch-technischen Dienst in FH-Studiengänge mit einem
akademischen Abschluss umgewandelt wird. Mit der Novelle zum
MTD-Gesetz wurde bereits die gesetzliche Möglichkeit dafür geschaffen
- allerdings ist die dafür notwendige Verordnung des
Gesundheitsministeriums noch immer nicht in Kraft, obwohl bereits im
Sommer die Begutachtung durchgeführt wurde. Die Umwandlung der
Ausbildung in FH-Studiengänge mit einem akademischen Abschluss wäre
ein Beitrag zur Strukturbereinigung des Postsekundarbereichs und ein
wichtiges Signal für die Aufwertung von Berufen im Sozial- und
Gesundheitsbereich.

Ettl kritisiert, dass die Bundesregierung dem Gesundheitsbereich
zu wenig Aufmerksamkeit schenke. "Beim wachsenden Bedarf an
Gesundheitsleistungen ist mehr Geld für das Gesundheitswesen nötig",
so die stv. AK Direktorin. Neue Pflegefachkräfte werden dringend
gebraucht, und der Bedarf an Fachkräften für hochwertige Pflege
älterer, kranker und behinderter Menschen steigt, so Ettl. Es gehe
nicht nur darum, möglichst viele KrankenpflegerInnen auszubilden -
sie müssen nach der Ausbildung auch sicher mit einem Arbeitsplatz
rechnen können, der ihrer Ausbildung entspricht.

1.590 neue SchülerInnen und Studierende in den Wiener
Krankenpflegeschulen, der Schule für den medizinisch-technischen
Fachdienst und den medizinisch-technischen Akademien bekommen heuer
das "Springer Lexikon Medizin" auf CD-ROM. Die Förderung der
beruflichen Aus- und Weiterbildung junger Menschen ist eines der
vorrangigsten Ziele von AK und ÖGB - mit der Überreichung des
Lexikons tragen die AK, die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten,
die Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr und die Gewerkschaft
Öffentlicher Dienst dazu bei.

Rückfragehinweis:
Cornelia Breuß
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2331
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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