NEWS: ÖIAG-Vorstand Michaelis und A1-Boss Nemsic dementieren Mobilkom-Verkauf

Festnetz-Boss Fischer fordert unabhängige Festnetz-Gesellschaft

Wien (OTS) - Vor der mit Spannung erwarteten Telekom-Aufsichtsratssitzung am kommenden Dienstag melden sich die Protagonisten im aktuellen NEWS erstmals zu Wort. ÖIAG-Vorstand und Aufsichtsratssprecher Peter Michaelis schließt dabei den von den Belegschaftsvertretern befürchteten Verkauf der erfolgreichen Handytochter Mobilkom Austria dezidiert aus: "Die Mobilkom war schon immer eine eigene Gesellschaft. Die TA hätte sie also schon vor Jahren verkaufen können, aber nur, wenn Vorstand, Aufsichtsrat und drei Viertel der Hauptversammlung zustimmen würden. Und dieses Procedere ist weder denkbar noch erwünscht."

Auch Mobilkom-Boss Boris Nemsic, der bereits am Dienstag als Vorstandssprecher designiert werden soll, dementiert einen bevorstehenden Verkauf klar: "Die ganze Geschichte ist nicht nachvollziehbar, entsprechende Gerüchte tauchen immer wieder auf. Wir haben ja sogar vor drei Jahren die Mobilkom-Anteile von der Telecom Italia Mobile zurück gekauft. Warum sollten wir sie jetzt wieder verkaufen?".

In der Aufsichtsratssitzung am Dienstag soll auch die neue Struktur der Telekom Austria - mit einer selbst ständigen Festnetz-und Mobilfunkgesellschaft - beschlossen werden. Festnetz-Chef Rudolf Fischer will künftig keinen Direktiven aus der Generaldirektion mehr ausgesetzt sein und findet in NEWS klare Worte: "Heute sind viele wichtige Entscheidungen in mehrere Vorstandsbereiche unterteilt. Es gibt keine klare Struktur. Ein eigenständiges Festnetz definiert jedoch die Entscheidungsgewalt und hebt darüber hinaus die Motivation der Mitarbeiter."

Für den bisherigen TA-Chef Heinz Sundt will man indes laut Insider-Informationen ein ehrenvolles Exit-Szenario arrangieren. So soll sich der General bei der nächsten Hauptversammlung im Mai triumphal mit den Rekord-Zahlen von 2005 verabschieden dürfen. Darüber hinaus soll Sundt der TA noch einige Jahre durch einen Beratervertrag zur Seite stehen, um etwa einige Aufsichtsratsfunktionen im Konzern ausüben zu können.

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