- 06.12.2005, 12:41:57
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NEWS: ÖIAG-Vorstand Michaelis und A1-Boss Nemsic dementieren Mobilkom-Verkauf
Festnetz-Boss Fischer fordert unabhängige Festnetz-Gesellschaft
Wien (OTS) - Vor der mit Spannung erwarteten
Telekom-Aufsichtsratssitzung am kommenden Dienstag melden sich die
Protagonisten im aktuellen NEWS erstmals zu Wort. ÖIAG-Vorstand und
Aufsichtsratssprecher Peter Michaelis schließt dabei den von den
Belegschaftsvertretern befürchteten Verkauf der erfolgreichen
Handytochter Mobilkom Austria dezidiert aus: "Die Mobilkom war schon
immer eine eigene Gesellschaft. Die TA hätte sie also schon vor
Jahren verkaufen können, aber nur, wenn Vorstand, Aufsichtsrat und
drei Viertel der Hauptversammlung zustimmen würden. Und dieses
Procedere ist weder denkbar noch erwünscht."
Auch Mobilkom-Boss Boris Nemsic, der bereits am Dienstag als
Vorstandssprecher designiert werden soll, dementiert einen
bevorstehenden Verkauf klar: "Die ganze Geschichte ist nicht
nachvollziehbar, entsprechende Gerüchte tauchen immer wieder auf. Wir
haben ja sogar vor drei Jahren die Mobilkom-Anteile von der Telecom
Italia Mobile zurück gekauft. Warum sollten wir sie jetzt wieder
verkaufen?".
In der Aufsichtsratssitzung am Dienstag soll auch die neue
Struktur der Telekom Austria - mit einer selbst ständigen Festnetz-
und Mobilfunkgesellschaft - beschlossen werden. Festnetz-Chef Rudolf
Fischer will künftig keinen Direktiven aus der Generaldirektion mehr
ausgesetzt sein und findet in NEWS klare Worte: "Heute sind viele
wichtige Entscheidungen in mehrere Vorstandsbereiche unterteilt. Es
gibt keine klare Struktur. Ein eigenständiges Festnetz definiert
jedoch die Entscheidungsgewalt und hebt darüber hinaus die Motivation
der Mitarbeiter."
Für den bisherigen TA-Chef Heinz Sundt will man indes laut
Insider-Informationen ein ehrenvolles Exit-Szenario arrangieren. So
soll sich der General bei der nächsten Hauptversammlung im Mai
triumphal mit den Rekord-Zahlen von 2005 verabschieden dürfen.
Darüber hinaus soll Sundt der TA noch einige Jahre durch einen
Beratervertrag zur Seite stehen, um etwa einige
Aufsichtsratsfunktionen im Konzern ausüben zu können.
Rückfragehinweis:
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