• 06.12.2005, 11:57:25
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MedAustron europaweites Vorzeigeprojekt im Gesundheitsbereich

Sobotka: Wichtiges Projekt für gesamte Region und ganzes Land

St. Pölten (NLK) - Das Krebstherapie- und -forschungszentrum
MedAustron, das in Wiener Neustadt entsteht, wird mit der modernsten
und präzisesten Bestrahlungstechnik arbeiten, die es heute weltweit
gibt: Vier Behandlungsplätze und eine Strahlenlinie für
nichtklinische Forschung werden realisiert. Die Bestrahlung von
Tumoren wird dabei - weltweit einzigartig - mittels Protonen und
Kohlenstoff-Ionen erfolgen. Im Endausbau ist eine effiziente und
erfolgsträchtige Behandlung von 1.200 Patienten pro Jahr möglich.
Zusätzlich wertet das Zentrum die Region entschieden auf und schafft
zahlreiche neue Arbeitsplätze.

Im Rahmen eines Arbeitsbesuches in Brüssel konnte Landesrat Mag.
Wolfgang Sobotka in zahlreichen Gesprächen die Aufmerksamkeit auf die
enorme Bedeutung des Projekts MedAustron für Niederösterreich und die
Europäische Union lenken. Der Landesrat setzte sich dabei bei den
zuständigen Stellen für EU-Förderungen dieses zukunftsweisenden
Projekts im Gesundheitsbereich ein: "MedAustron ist ein großartiges
Projekt, das weiß man auch in Brüssel. Nicht nur aus dem Grund bin
ich zuversichtlich, dass die EU uns bei der Umsetzung von MedAustron
unterstützen wird", so Sobotka.

"Niederösterreich hat eines der besten Gesundheitssysteme in
Europa. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Daher investiert das
Land Niederösterreich in den Ausbau der Krankenhäuser und in die
medizinische Forschung. MedAustron bedeutet eine weitere wesentliche
Steigerung für die Qualität des niederösterreichischen
Gesundheitssystems", betont der Landesrat.

MedAustron setzt neue Maßstäbe der Krebstherapie nicht nur in
Österreich, sondern auch weltweit: Die Bestrahlung mit
Kohlenstoff-Ionen bringt zahlreiche Vorteile gegenüber der
herkömmlichen Bestrahlung, besitzt eine höhere medizinische
Wirksamkeit, ermöglicht die Behandlung von bisher als wenig
strahlensensitiv angesehenen Tumoren und ersetzt teilweise andere
Behandlungsformen. Außerdem sind die Nebenwirkungen auf Grund der
hohen Präzision der Strahlen extrem gering, da die umliegenden Organe
und das Gewebe geschont werden. Die Behandlungskosten liegen zwar
über jenen der konventionellen Strahlentherapie, jedoch deutlich
unter denen der Chemotherapie. Die Dauer der Therapie beträgt etwa
zwei bis sechs Wochen.

"Mit MedAustron konnten wir eines der modernsten Krebstherapie-
und -forschungszentren nach Niederösterreich holen. Der Grund dafür
ist einfach: Wir in Niederösterreich haben die Bedeutung der
medizinischen Forschung erkannt und durch zahlreiche Investitionen im
Gesundheitsbereich die Rahmenbedingungen geschaffen, die den Betrieb
eines solchen Zentrums ermöglichen", so Sobotka abschließend.

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12163
http://www.noe.gv.at/nlk

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