Tschechien und Österreich vereinbaren Elektrifizierung und Stundentakt der Bahnstrecke Retz - Znaim bis Ende 2007

Intensivierung der grenzüberschreitenden Projekte stärkt den Schienen-Nahverkehr und fördert Regionen

Wien (OTS) - Vergangenen Freitag trafen einander ÖVP Verkehrsstaatssekretär, Mag. Helmut Kukacka, der tschechische Vizeverkehrsminister, DI Vojtech Kocourek, sowie Vertreter der ÖBB, der tschechischen Bahn (CD) und der EURegio Weinviertel-Südmähren-Westslowakei in Znaim. Ziel der Gespräche war die Festlegung weiterer Infrastrukturmaßnahmen für Eisenbahngrenzübergänge zwischen Österreich und Tschechien. Hauptaugenmerk lag auf der Elektrifizierung der Bahnstrecke Retz -Znaim.

"Mit der Beschleunigung des Infrastrukturausbau zwischen Tschechien und Österreich werden nicht nur historische Beziehungen wieder hergestellt, sondern vor allem wichtige regional- und wirtschaftspolitische Impulse für ein stärkeres Zusammenwachsen der Grenzen gesetzt", betonte Kukacka die Vereinbarungen, die getroffen wurden.

So wurde die Elektrifizierung der Strecke Retz - Znaim detailliert festgelegt. Diese soll in einer ersten Phase auf der Strecke Retz -Satov ( nahe der Staatsgrenze auf tschechischer Seite) bereits bis Ende 2006 abgeschlossen werden. Die Fertigstellung der Strecke Satov - Znaim wird in einer zweiten Phase abgewickelt werden, sodass die Elektrifizierung der Gesamtstrecke mit dem Fahrplanwechsel 2007/2008 abgeschlossen sein soll. Die Finanzierung für den Ausbau der Strecke Retz - Staatsgrenze sei bereits in der Höhe von 3 Mio. Euro im Rahmenplan der ÖBB für 2006 und 2007 vorgesehen. "Die eisenbahnrechtlichen Bauverhandlungen für die Oberleitungsanlagen haben im November 2005 stattgefunden. Vorgesehener Baubeginn ist Mai 2006, sämtliche Baubewilligen für den ersten Streckenabschnitt wurden bereits per Bescheid erteilt", so der Staatssekretär. Mit dem endgültigen Ausbau der Strecke Retz - Znaim wird die Verbindung Wien - Znaim künftig stündlich geführt.

Festgelegt wurde auch die weitere Vorgangsweise für die Beschleunigung der Planung der Strecke Laa/Thaya - Hevlin. Konkret bedeutet das eine Wiederherstellung der seit 1945 unterbrochenen Schienenstrecke Laa - Hevlin und somit eine Neuaufnahme der Verbindung Wien - Brünn. Die eingleisige, nicht elektrifizierte Strecke ist auf ca. 3,4 km neu zu bauen, wobei etwa 800 Meter auf österreichischem Staatsgebiet liegen. Das Planungsprojekt ist durch Gelder der EU, des BMVIT und des Landes Niederösterreich ("Interreg III") finanziert und kann noch 2006 abgeschlossen werden. Der Neubau der Strecke ist im Rahmenplan der ÖBB jedoch noch nicht budgetiert. Die Baukosten werden sich auf ca. 800.000 Euro auf österreichischer Seite belaufen. Eine entsprechende Einreichung zur Projektförderung bei der Europäischen Kommission ist für 2006 vorgesehen.

In Summe werden bis 2015 alleine von Österreich 1,7 Mrd. Euro in den Infrastrukturausbau von grenzüberschreitenden Schienen- und Straßenprojekte nach Tschechien investiert.

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