• 05.12.2005, 12:50:10
  • /
  • OTS0130 OTW0130

Morak: Förderprogramm CEE-Musiktheater für nachhaltige Zusammenarbeit mit Ländern Südost und Mitteleuropas

CEE Musiktheater zieht erfolgreiche Zwischenbilanz

Wien (OTS) - "Kulturpolitik ist auch die Organisation, die
Deutung, die Ermöglichung von Zukunft durch die Kunst. Die
Auseinandersetzung mit dem Kulturraum, in dem wir leben und in dem
wir uns bewegen, war mir immer ein grundsätzliches Anliegen", sagte
Staatssekretär Franz Morak heute, Montag, anlässlich der Präsentation
der aktuellen Projekte des Vereins CEE Musiktheater (Central &
Eastern European Musiktheater) gemeinsam mit dem Direktor der Wiener
Staatsoper, Ioan Holender, mit dem Chief Country Officer der
Deutschen Bank Wien, Dr. Wilfried Amanshauser und dem
Geschäftsführer des Vereins, Dr. Johann Maurer.

"Im Rahmen meiner Tätigkeit habe ich konsequent die Beschäftigung mit
dieser Region in der unmittelbaren Nachbarschaft verfolgt. Morak
erinnerte an seine Initiative bei der Europäischen Kommission, die
damaligen Beitrittsländer in das EU-Förderprogramm "Kultur 2000" zu
integrieren, womit die "Rückbesinnung auf diesen Raum" begonnen habe,
oder die Kulturministerkonferenzen und Ausstellungen in Innsbruck und
Graz, bilaterale Kooperationen und die Unterstützung von
Kunstprojekten, die sich mit Südost- und Mitteleuropa befassen.

"CEE Musiktheater fügt sich genau in dieses Konzept ein, da es
konkret und nachhaltig die Zusammenarbeit mit den Ländern Südost- und
Mitteleuropas initiiert, aber auch zum Austausch innerhalb dieser
Region anregt und damit diesen neuen Zukunftsraum mitgestaltet", so
Morak, der betonte, wie wichtig hier die Zusammenarbeit mit der
Wirtschaft sei, die "diesen kulturellen Impact, der ihr durch ein
solches Programm geboten wird", für sich nützen könne. "Der
Imagetransfer ist ganz enorm. Vor allem aber können wir diesen
Künstlerinnen und Künstlern eine konkrete Unterstützung anbieten. Sie
werden bemerkt, haben bessere Instrumente und können vor Ort an ihrer
Karriere arbeiten", so der Staatssekretär.

"Dass das österreichische Bundeskanzleramt und die Deutsche Bank
Frankfurt das Musiktheatergeschehen in acht Ländern dieser Region
unterstützen, ist nicht nur im unmittelbaren Interesse der
betreffenden Opernhäuser, sondern geschieht auch zum Wohle der
gesamten Kunstgattung Oper. Diese effektive Unterstützung der
Kulturpolitik stärkt auch Österreichs Präsenz in diesen Ländern", so
Ioan Holender, Direktor der Wiener Staatsoper.

"Bei unserer Initiative CEE Musiktheater steht die Verbesserung der
Rahmenbedingungen für die Opernhäuser und ihre jungen Sängerinnen und
Sänger im Mittelpunkt. Die Deutsche Bank sieht hier eine
gesellschaftliche Verantwortung. Unsere Motive sind: Nachhaltigkeit,
Vielfalt und Investitionen in Menschen", so Dr. Wilfried Amanshauser,
Chief Country Officer der Deutschen Bank Wien. Durch diese
Partnerschaft von Kunst und Wirtschaft "werden neue und individuelle
Möglichkeiten geschaffen. Für dieses Projekt hat die Deutsche Bank
AG, Filiale Wien, den österreichischen Kunstsponsoringpreis MAECENAS
2005 erhalten", unterstrich Amanshauser. Das Engagement der Deutschen
Bank bei CEE Musiktheater passe "in die gesamte Kulturarbeit des
Unternehmens, wir wollen Nachhaltigkeit, kein Gießkannenprinzip",
betonte Amanshauser.

"Es ist unser Wunsch, die Häuser auch zu verstärkter Kooperationen zu
motivieren. Nicht nur Produktionen, sondern auch die Stipendiatinnen
und Stipendiaten soll der Auftritt in den anderen Häusern ermöglicht
werden", so Johann Maurer, Geschäftsführer der CEE-Musiktheater, der
die bisherigen Projekte kurz vorstellte und ankündigte, dass die
Koproduktionen an den Opernhäusern nun ab Februar starten werden.

Die gemeinsame Initiative der Deutsche Bank Stiftung, der Republik
Österreich, Staatssekretariat für Kunst und Medien, und der Wiener
Staatsoper zur Förderung des Musiktheaters in Zentral- und Osteuropa
wurde im April 2004 ins Leben gerufen. Ein Schwerpunkt des Vereins
liegt in der Sängerförderung: bereits im zweiten Jahr werden
insgesamt 30 junge Sängerinnen und Sänger an den Opernhäusern in
Belgrad (Serbien-Montenegro), Bukarest (Rumänien), Chisinau
(Moldawien), Skopje (Mazedonien), Sofia (Bulgarien), Temesvar
(Rumänien), Sarajewo (Bosnien-Herzegowina),Tirana (Albanien) und
Zagreb (Kroatien) durch das Stipendienprogramm betreut. Den
Stipendiaten wird neben Bühnenerfahrung am jeweiligen Stammopernhaus,
Austausch zwischen den Opernhäusern und individueller Förderung durch
das Stipendium die Möglichkeit gegeben, sich voll auf die weitere
Ausbildung zu konzentrieren.

www.cee-musiktheater.at

Rückfragehinweis:

CEE Musiktheater
   Mag. Annelie Fritze
   Tel.: +43 1 514 44 2673
   Fax: +43 1 514 44 2629
   office@cee-musiktheater.at
   
   Staatssekretariat für Kunst und Medien
   Mag. Katharina Stourzh
   Tel.: (++43-1) 53115/2228
   mailto:katharina.stourzh@bka.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SKM

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel