Morak: Förderprogramm CEE-Musiktheater für nachhaltige Zusammenarbeit mit Ländern Südost und Mitteleuropas

CEE Musiktheater zieht erfolgreiche Zwischenbilanz

Wien (OTS) - "Kulturpolitik ist auch die Organisation, die
Deutung, die Ermöglichung von Zukunft durch die Kunst. Die Auseinandersetzung mit dem Kulturraum, in dem wir leben und in dem wir uns bewegen, war mir immer ein grundsätzliches Anliegen", sagte Staatssekretär Franz Morak heute, Montag, anlässlich der Präsentation der aktuellen Projekte des Vereins CEE Musiktheater (Central & Eastern European Musiktheater) gemeinsam mit dem Direktor der Wiener Staatsoper, Ioan Holender, mit dem Chief Country Officer der Deutschen Bank Wien, Dr. Wilfried Amanshauser und dem Geschäftsführer des Vereins, Dr. Johann Maurer.

"Im Rahmen meiner Tätigkeit habe ich konsequent die Beschäftigung mit dieser Region in der unmittelbaren Nachbarschaft verfolgt. Morak erinnerte an seine Initiative bei der Europäischen Kommission, die damaligen Beitrittsländer in das EU-Förderprogramm "Kultur 2000" zu integrieren, womit die "Rückbesinnung auf diesen Raum" begonnen habe, oder die Kulturministerkonferenzen und Ausstellungen in Innsbruck und Graz, bilaterale Kooperationen und die Unterstützung von Kunstprojekten, die sich mit Südost- und Mitteleuropa befassen.

"CEE Musiktheater fügt sich genau in dieses Konzept ein, da es konkret und nachhaltig die Zusammenarbeit mit den Ländern Südost- und Mitteleuropas initiiert, aber auch zum Austausch innerhalb dieser Region anregt und damit diesen neuen Zukunftsraum mitgestaltet", so Morak, der betonte, wie wichtig hier die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sei, die "diesen kulturellen Impact, der ihr durch ein solches Programm geboten wird", für sich nützen könne. "Der Imagetransfer ist ganz enorm. Vor allem aber können wir diesen Künstlerinnen und Künstlern eine konkrete Unterstützung anbieten. Sie werden bemerkt, haben bessere Instrumente und können vor Ort an ihrer Karriere arbeiten", so der Staatssekretär.

"Dass das österreichische Bundeskanzleramt und die Deutsche Bank Frankfurt das Musiktheatergeschehen in acht Ländern dieser Region unterstützen, ist nicht nur im unmittelbaren Interesse der betreffenden Opernhäuser, sondern geschieht auch zum Wohle der gesamten Kunstgattung Oper. Diese effektive Unterstützung der Kulturpolitik stärkt auch Österreichs Präsenz in diesen Ländern", so Ioan Holender, Direktor der Wiener Staatsoper.

"Bei unserer Initiative CEE Musiktheater steht die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Opernhäuser und ihre jungen Sängerinnen und Sänger im Mittelpunkt. Die Deutsche Bank sieht hier eine gesellschaftliche Verantwortung. Unsere Motive sind: Nachhaltigkeit, Vielfalt und Investitionen in Menschen", so Dr. Wilfried Amanshauser, Chief Country Officer der Deutschen Bank Wien. Durch diese Partnerschaft von Kunst und Wirtschaft "werden neue und individuelle Möglichkeiten geschaffen. Für dieses Projekt hat die Deutsche Bank AG, Filiale Wien, den österreichischen Kunstsponsoringpreis MAECENAS 2005 erhalten", unterstrich Amanshauser. Das Engagement der Deutschen Bank bei CEE Musiktheater passe "in die gesamte Kulturarbeit des Unternehmens, wir wollen Nachhaltigkeit, kein Gießkannenprinzip", betonte Amanshauser.

"Es ist unser Wunsch, die Häuser auch zu verstärkter Kooperationen zu motivieren. Nicht nur Produktionen, sondern auch die Stipendiatinnen und Stipendiaten soll der Auftritt in den anderen Häusern ermöglicht werden", so Johann Maurer, Geschäftsführer der CEE-Musiktheater, der die bisherigen Projekte kurz vorstellte und ankündigte, dass die Koproduktionen an den Opernhäusern nun ab Februar starten werden.

Die gemeinsame Initiative der Deutsche Bank Stiftung, der Republik Österreich, Staatssekretariat für Kunst und Medien, und der Wiener Staatsoper zur Förderung des Musiktheaters in Zentral- und Osteuropa wurde im April 2004 ins Leben gerufen. Ein Schwerpunkt des Vereins liegt in der Sängerförderung: bereits im zweiten Jahr werden insgesamt 30 junge Sängerinnen und Sänger an den Opernhäusern in Belgrad (Serbien-Montenegro), Bukarest (Rumänien), Chisinau (Moldawien), Skopje (Mazedonien), Sofia (Bulgarien), Temesvar (Rumänien), Sarajewo (Bosnien-Herzegowina),Tirana (Albanien) und Zagreb (Kroatien) durch das Stipendienprogramm betreut. Den Stipendiaten wird neben Bühnenerfahrung am jeweiligen Stammopernhaus, Austausch zwischen den Opernhäusern und individueller Förderung durch das Stipendium die Möglichkeit gegeben, sich voll auf die weitere Ausbildung zu konzentrieren.

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