SP-Haider: Post muss allen was bringen und in öffentlicher Hand bleiben!

Postler zittern in Vorweihnachtszeit wieder um ihre Arbeitsplätze

Linz (OTS) - Jetzt bringt die Post noch allen was, doch das kann sich ändern. Wenn es nämlich nach dem Willen der VP-dominierten Bundesregierung geht, soll die Post rasch verkauft werden und würde dann nur noch Wenigen was bringen - vor allem privaten Aktionären und Spekulanten. Für die Postbediensteten ist vor Weihnachten die stärkste Zeit im Jahr. Doch abgesehen von den Bergen von Post und Paketen, die rechtzeitig zugestellt werden müssen, plagen die PostlerInnen ganz andere Sorgen. Nach mehreren Schließungswellen, die in Oberösterreich zuletzt das Aus für 72 weitere Postämter bedeutet hat, steht die Privatisierung der Post neuerlich im Raum. "Die Post ist ein grundsolides Unternehmen, das positive Betriebsergebnisse erzielt, dem Staat hohe Dividenden abliefert, den Versorgungsauftrag für die ländlichen Regionen (noch) erfüllt und ein wichtiger Auftraggeber für heimische Unternehmen ist. Damit das auch in Zukunft so bleibt und nicht Börsenkurse die Unternehmenspolitik diktieren, muss die Post als wichtigstes Infrastrukturunternehmen in öffentlicher Hand bleiben", erneuert Landesparteichef DI Erich Haider das klare Nein der SPÖ zur Post-Privatisierung und zeigt Verständnis für den Widerstand der Postbediensteten.

Weitere Schließungen, eine noch schlechtere Versorgung der ländlichen Regionen, der Abbau von Arbeitsplätzen und eine massive Schwächung des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich, befürchtet Landesparteichef DI Erich Haider angesichts der neuerlichen Privatisierungsbestrebungen für die Post. "Wenn der ÖVP wirklich soviel an den ländlichen Regionen (wo mehr als 50% der OberösterreicherInnen leben) liegt, wie sie derzeit plakatiert, appelliere ich an VP-Chef Pühringer, auf seine Parteifreunde in Wien einzuwirken und gemeinsam mit uns gegen den geplanten Börsegang aufzutreten", betont Erich Haider.

Trotz zahlreicher Pannen und Flops bei den Privatisierungen der letzten Jahre, scheint die Ausverkaufswut der schwarz-bunten Bundesregierung ungebremst. Der neuerliche Vorstoß der ÖIAG für eine Privatisierung der Post lässt Schlimmes erwarten. "Schlampig vorbereit, dafür aber schnell soll mit der Post ein weiteres Kernstück öffentlichen Eigentums unter den Hammer kommen. Die Gewinne würden privaten Aktionären bleiben, die Ausgaben für nicht gewinnbringende Dienstleistungen dem Staat. Die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung und weitere Arbeitsplätze blieben auf der Strecke", warnt Erich Haider.

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