- 04.12.2005, 08:08:44
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SP-Haider: Post muss allen was bringen und in öffentlicher Hand bleiben!
Postler zittern in Vorweihnachtszeit wieder um ihre Arbeitsplätze
Linz (OTS) - Jetzt bringt die Post noch allen was, doch das kann
sich ändern. Wenn es nämlich nach dem Willen der VP-dominierten
Bundesregierung geht, soll die Post rasch verkauft werden und würde
dann nur noch Wenigen was bringen - vor allem privaten Aktionären und
Spekulanten. Für die Postbediensteten ist vor Weihnachten die
stärkste Zeit im Jahr. Doch abgesehen von den Bergen von Post und
Paketen, die rechtzeitig zugestellt werden müssen, plagen die
PostlerInnen ganz andere Sorgen. Nach mehreren Schließungswellen, die
in Oberösterreich zuletzt das Aus für 72 weitere Postämter bedeutet
hat, steht die Privatisierung der Post neuerlich im Raum. "Die Post
ist ein grundsolides Unternehmen, das positive Betriebsergebnisse
erzielt, dem Staat hohe Dividenden abliefert, den Versorgungsauftrag
für die ländlichen Regionen (noch) erfüllt und ein wichtiger
Auftraggeber für heimische Unternehmen ist. Damit das auch in Zukunft
so bleibt und nicht Börsenkurse die Unternehmenspolitik diktieren,
muss die Post als wichtigstes Infrastrukturunternehmen in
öffentlicher Hand bleiben", erneuert Landesparteichef DI Erich Haider
das klare Nein der SPÖ zur Post-Privatisierung und zeigt Verständnis
für den Widerstand der Postbediensteten.
Weitere Schließungen, eine noch schlechtere Versorgung der
ländlichen Regionen, der Abbau von Arbeitsplätzen und eine massive
Schwächung des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich, befürchtet
Landesparteichef DI Erich Haider angesichts der neuerlichen
Privatisierungsbestrebungen für die Post. "Wenn der ÖVP wirklich
soviel an den ländlichen Regionen (wo mehr als 50% der
OberösterreicherInnen leben) liegt, wie sie derzeit plakatiert,
appelliere ich an VP-Chef Pühringer, auf seine Parteifreunde in Wien
einzuwirken und gemeinsam mit uns gegen den geplanten Börsegang
aufzutreten", betont Erich Haider.
Trotz zahlreicher Pannen und Flops bei den Privatisierungen der
letzten Jahre, scheint die Ausverkaufswut der schwarz-bunten
Bundesregierung ungebremst. Der neuerliche Vorstoß der ÖIAG für eine
Privatisierung der Post lässt Schlimmes erwarten. "Schlampig
vorbereit, dafür aber schnell soll mit der Post ein weiteres
Kernstück öffentlichen Eigentums unter den Hammer kommen. Die Gewinne
würden privaten Aktionären bleiben, die Ausgaben für nicht
gewinnbringende Dienstleistungen dem Staat. Die flächendeckende
Versorgung der Bevölkerung und weitere Arbeitsplätze blieben auf der
Strecke", warnt Erich Haider.
Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:gerald.hoechtler@spoe.at
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