- 30.11.2005, 12:01:52
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NEWS: 28.000 illegale Visa in Österreichs Botschaft in Kiew verkauft
Visa-Skandal explodierte auf insgesamt 40.000 Verdachts-Fälle. NEWS veröffentlicht Akten der Ermittler: Skandal hätte viel früher auffliegen müssen
Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS deckt in seiner am
Donnerstag erscheinenden Ausgabe auf, dass an der Österreichischen
Botschaft in Kiew insgesamt 28.000 Touristenvisa verkauft worden sein
sollen. Mehr als 20 Reisebüros sollen dort fast ein Jahr lang
wöchentlich jeweils exakt 50 Visa an ausreisewillige Ukrainier
verkauft und dabei auch Mitarbeiter der Botschaft kräftig geschmiert
haben.
Die Deals sollen nach dem Auffliegen der deutschen Visa-Affäre -
Ex-Außenminister Joschka Fischer hatte eine Weisung erteilt "im
Zweifel für" die Ausreisegenehmigungen zu entscheiden - in Kiew
begonnen haben. Die Visa-Mafia sei danach auf andere Botschaften -
darunter die österreichische - ausgewichen. Die Bezahlung für die
Visa soll über eine ukrainisch-stämmige Mitarbeiterin der
österreichischen Botschaft erfolgt sein.
Zudem veröffentlicht NEWS exklusiv weite Teile des
Verschluss-Aktes zur Visa-Affäre. Aus den Dokumenten geht
unzweifelhaft hervor, dass die Machenschaften an der Belgrader und
Budapester Botschaft bereits spätestens im Jahr 2003 auffliegen
hätten müssen.
Zudem wird in den Fällen der involvierten Burgenländischen und
Kärntner Unternehmen deutlich, dass der Revision des Aussenamtes die
betroffenen Visa-Akten vorlagen, die fast gänzlich von Vizekonsol
Peter H. bearbeitet und von Generalkonsul Johann R. paraphiert
wurden.
Die Gesamtzahl der über Österreichische Behörden verkauften Visa
erhöht sich damit auf bisher rund 40.000.
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