VAEB-Themenservice: Heilige Barbara, Schutzpatronin der Bergleute

Bergleute feiern am 4. Dezember ihre Schutzpatronin

Wien (OTS) - Die VAEB - Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau - hat im Kreis ihrer Anspruchsberechtigten auch die Mitarbeiter aus dem Berufsfeld Bergbau. Sie feiern am 4. Dezember ihre Schutzpatronin, die heilige Barbara.

Durch die legendäre Verbindung zum Fels gilt die heilige Barbara als Schutzpatronin der Bergleute und soll vor dem unvorbereiteten, plötzlichen Tod bewahren. Jeweils am 4. Dezember wird es auf allen Tunnelbaustellen still. In einer im Tunnel abgehaltenen heiligen Messe zu Ehren der heiligen Barbara gedenken die Bergleute der verletzten und verstorbenen Kollegen und bitten um Schutz und Beistand bei ihrer gefährlichen Arbeit unter Tag. In fast jedem Tunnel befindet sich ein Bild oder eine Statue der heiligen Barbara.

Seit dem Mittelalter gilt die heilige Barbara als Schutzpatronin des Bergbaus. Die Legende ist um 1250 entstanden. Demnach lebte im 3. Jahrhundert in Kleinasien ein angesehener und reicher Römer. Er war Heide und als Verehrer von Göttern und Götzen bekannt und hatte eine bildhübsche und gebildete Tochter namens Barbara. Um Barbaras Schönheit zu bewahren und sie von den Menschen fernzuhalten, sperrte er sie in einen Turm ein. Barbara nutzte diese Einsamkeit zum Studium der Wissenschaften. Sie lernte die christliche Religion kennen, sah in einem christlichen Leben ihre Lebensaufgabe und ließ sich taufen.

Bevor ihr Vater eine größere Reise antrat, ließ er im Turm eine Stube mit zwei Fenstern einrichten. In Abwesenheit ihres Vaters wurde auf Barbaras Wunsch ein weiteres Fenster hinzugefügt. Damit wollte Barbara der Dreifaltigkeit Gottes entsprechen. Als der Vater von seiner Reise zurückkehrte, musste ihm Barbara Rechenschaft über das dritte Fenster ablegen, und sie bekannte sich zum Christentum. Ihr Vater war darüber so erzürnt, dass er seine Tochter mit einem Schwert töten wollte. Barbara aber betete zu Gott, worauf sich der Fels spaltete, Barbara aufnahm und sie auf einem Berg wieder freigab. Ihr Aufenthalt wurde jedoch verraten. Nachdem sie trotz schrecklichsten Folterungen nicht vom christlichen Glauben abschwor, wurde sie von ihrem eigenen Vater enthauptet. Er wurde unmittelbar danach von einem Blitz erschlagen. Barbaras letzter Wunsch soll es gewesen sein, es möge Gott durch sie all denen beistehen, welche unvorbereitet einem plötzlichen Tode gegenüberstehen.

Die heilige Barbara wird oft mit einem Turm, einem Schwert oder einer Feder abgebildet. Der Turm erinnert an ihre Gefangenschaft und ihr Martyrium. Der Turm hat in der Regel drei Fenster, als Symbol der Dreifaltigkeit. Das Schwert nimmt Bezug auf die grausame Handlung des Vaters. Die Feder gilt als Zeichen der himmlischen Nähe oder als Symbol der Jungfräulichkeit. Die heilige Barbara gilt auch als Schutzpatronin der Architekten, Glöckner, Artilleristen und Gefangenen.

Die VAEB - Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau - ist Anfang 2005 durch die Zusammenlegung zweier berufsständischer und traditionsreicher Sozialversicherungsträger entstanden, nämlich der Versicherungsanstalt der österreichischen Eisenbahnen und der Versicherungsanstalt des österreichischen Bergbaus. Als solche ist die VAEB eine Körperschaft öffentlichen Rechts und wird, wie auch die übrigen Sozialversicherungsträger, von den Versicherten selbst im Rahmen der so genannten Selbstverwaltung verwaltet. Die VAEB betreut bundesweit rund 290.000 Anspruchsberechtigte, davon knapp 50.000 aus dem Bereich Bergbau, und ist für die Kranken- und Pensionsversicherung und für einen Teil der Versicherten auch für die Unfallversicherung zuständig.

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