• 25.11.2005, 10:27:37
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SPÖ-Bauern: Regierung lässt Rübenbauern im Stich

"Einkommensverluste von 36 Prozent indiskutabel"

Wien (SK) - Scharfe Kritik an der gestern bekannt gegebenen
Einigung der EU-Landwirtschaftsminister über die Reform der
Zuckermarktordnung üben die SPÖ-Bauern. Sigi Astner,
Bundesgeschäftsführer der SPÖ-Bauern, spricht von "dramatischen
Einkommensverlusten für die Rübenbauern": "Landwirtschaftsminister
Pröll hat schlecht verhandelt und ist vor EU und WTO in die Knie
gegangen. Mir ist schleierhaft, wie Pröll mit diesem Ergebnis
zufrieden sein kann", so Astner. Vor allem die Preissenkungen von 36
Prozent seien "indiskutabel". "Welche Berufsgruppe könnte einen
Einkommensverlust von 36 Prozent verkraften? Pröll und die Regierung
haben die heimischen Rübenbauern im Stich gelassen", so Astner. ****

Die SPÖ-Bauern fürchten nicht nur um die wirtschaftliche Existenz
der Rübenbauern, sondern auch um zahlreiche Arbeitsplätze in der
Zuckerindustrie. Denn nicht nur die Preissenkungen, auch andere
Aspekte der Reform seien "ungerecht und existenzbedrohend". So seien
etwa kleinere Betriebe relativ gesehen viel stärker von der Reform
betroffen als größere. Auch die Verteilung der Ausgleichszahlungen
ist für Astner unzureichend. Die Forderungen der SPÖ-Bauern:
Ausgleichszahlungen müssen nach der Betriebsgröße gestaffelt werden.
Die Gelder dürfen nicht nur den Produzenten und der Industrie zu Gute
kommen, sondern müssen auch als Auffanglösung für betroffene
Arbeitnehmer verwendet werden. Und es muss sichergestellt werden,
dass mit den Geldern auch die wirtschaftliche Entwicklung in den
betroffenen Regionen angekurbelt wird, so Astner abschließend.
(Schluss) ah

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

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