- 24.11.2005, 10:47:27
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Schöggl: Proporz ohne Ende - auch nach der "Wende"
Freiheitliche fordern Reformen des steirischen Schulsystems
Heftige Kritik an der Vorgangsweise bei der Bestellung des
steirischen Landesschulratspräsidenten übt heute der freiheitliche
Landesparteiobmann Leo Schöggl.
"Die Ankündigung von LH Mag. Voves, daß leitende Posten
ausgeschrieben werden, hat sich sofort nach der Wahl in Luft
aufgelöst. Der Parteiproporz feiert eine großartige Wiedergeburt",
kritisierte Schöggl. "Landesschulratspräsident und ( unnötiger )
Vizepräsident wurden in trauter rot-schwarzer Packelei bestellt. Daß
damit nur ein zusätzlicher Versorgungsposten, neben dem
Bundesratsmandat, für den von den Genossen abgehalfterten
Ex-Gesundheitslandesrat geschaffen wurde, ist dabei ein peinliches
Detail. Die Erfolge als Gesundheitslandesrat können ja keine Referenz
gewesen sein."
Der Kommunist im Kollegium des Landesschulrats übernehme natürlich -
wie immer - keinerlei Verantwortung und entziehe sich nach heftiger
mündlicher Kritik der Abstimmung durch Abwesenheit. "Man will ja
schließlich bei den nächsten Wahlen wieder sagen können, daß man
nirgends dabei war", sagte Schöggl. "Da das so genannte Kollegium des
Landesschulrats ohnehin nur ein politisches Gremium ist, könnte es
ersatzlos abgeschafft werden und die politischen Besetzungen gleich
vom Landtag vorgenommen werden."
Dringende Reformen im Schulwesen zu Gunsten der "Kunden", also der
Schüler, seien überfällig. "Nur einige Problempunkte: Überbordende
Schulbürokratie, Maßnahmen gegen die Schwächen in den
Grundfähigkeiten, fehlende Abstimmung mit der Wirtschaft hinsichtlich
Grunderfordernissen für die erfolgreiche Absolvierung einer
Berufslaufbahn usw. werden nicht einmal angesprochen. Eine
freiheitliche Forderung ist die Einführung verbindlicher Deutschkurse
für Schüler von Zuwanderern vor Eintritt in das Regelschulwesen, da
es nicht sein kann, daß deutschsprachige Kinder an ihren
Lernfortschritten behindert werden, weil ein Großteil der Schüler dem
Unterricht nicht folgen können. Die Anzahl von Schülern mit
nichtdeutscher Muttersprache in den Klassen ist nach Vorstellungen
der Freiheitlichen mit maximal 30 Prozent zu beschränken", erklärte
Schöggl. " Die Freiheitlichen fordern ein Programm für die Zukunft
unseres steirischen Schulwesens keine Versorgungsposten."
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