• 22.11.2005, 12:13:39
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  • OTS0153 OTW0153

Männer und Frauen noch längst nicht gleichgestellt

Gesellschaftspolitisches Pendel schlägt zu Ungunsten der Frauen

Wien (AKNÖ) - Wie gleichgestellt sind Frauen und Männer wirklich?
Diese Frage wurde schon vor fünf Jahren von der AKNÖ und dem ÖGB NÖ
gestellt. Der Antwort darauf widmete sich die von AK- und ÖGB-Frauen
organisierte Folgeveranstaltung "Offensiv in die Zukunft zur
Gleichstellung von Mann und Frau mit Gender Mainstreaming" am 21.
November im AK-Saal St. Pölten.

Unter der Patronanz von Landeshauptmann Pröll - für ihn ist die
Vereinbarkeit von Beruf und Familie "noch nicht in den Köpfen und
Herzen der Menschen verankert" - versammelten sich
SpitzenrepräsentantInnen aus Politik und Interessenvertretungen.
Unter anderen stellten sich Christa Prets, Gabriele Heinisch-Hosek,
Brigid Weinzinger, Johanna Mikl-Leitner, Sonja Zwazl, Theresia Meier
und Josef Staudinger in einer Interview-Runde den Fragen von
ORF-Moderatorin Renata Schmidtkunz. "In den letzten Jahrzehnten
wurden beispielhafte arbeits- und sozialrechtliche Rahmenbedingungen
für berufstätige Frauen geschaffen. Aber es liegt noch viel Arbeit
vor uns, denn das gesellschaftspolitische Pendel schlägt zur Zeit in
die andere Richtung aus. Es sind die Frauen, die am meisten unter der
anhaltenden Konjunkturflaute leiden. Sie sind am öftesten von
Arbeitslosigkeit und Armut bedroht", sagte der AKNÖ-Präsident und
ÖGB-Vorsitzende NÖ.

In der anschließenden Podiumsdiskussion von WissenschaftlerInnen und
ArbeitsmarktspezialistInnen wurde anhand präsentierter Statistiken
und Berichten aus der Praxis deutlich, dass die Chancengleichheit der
Geschlechter im Alltag noch nicht Realität ist - weder bei der
Besetzung von Führungspositionen noch beim Einkommen noch bei
medizinischen Behandlungen. "Zwar ist die gesetzliche Gleichstellung
zwischen Mann und Frauen selbstverständlich, aber bis sie realisiert
ist, müssen wir noch einen weiten Weg gehen. Das Instrument dazu
heißt Gender Mainstreaming. Damit soll eine geschlechtsneutrale Basis
zur Gleichstellung zwischen Mann und Frau geschaffen werden. Nach
drei Jahren werden wir evaluieren, was bis dahin passiert ist",
erklärt Initiatorin ÖGB NÖ-Frauen-Vorsitzende KR Christa Bogath.

Rückfragehinweis:
AKNÖ Frauenpolitik
Christa Bogath
Tel.: (01) 58883-1958
http://noe.arbeiterkammer.at

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