ÖAMTC-Informationszentrale: Chronik der Verkehrsinformation in Österreich (Teil 2)

Vom Radio-Live-Einstieg zum Betrieb des größten Online-Portals für Mobilitätsinformationen in Österreich

Wien (OTS) - 1927 - Der OTC, Vorläuferorganisation des ÖAMTC, sammelt Berichte seiner Mitglieder über den Straßenzustand und publiziert diese in der Club-Zeitung.

Kfz-Bestand: 20.500 - Straßenbau: nur wenige Straßen asphaltiert

1957 - Start der Hörfunk-Sendung "Autofahrer unterwegs" am 8. April. Die ÖAMTC-Pannenhilfe liefert einmal pro Sendung Straßenzustandsberichte.

1965 - Unwetterkatastrophe in Osttirol: Der neue Leiter der Abteilung Publizistik beim Club, Walter Prskawetz, setzt seine Vision einer ÖAMTC-Nachrichtenzentrale um. Durchsagen erfolgen ab Dezember mehrmals täglich im Anschluss an die Nachrichten auf Ö1 und Ö2.

Kfz-Bestand: 1,6 Mio. - Straßenbau: 300 km Autobahnen, 9.300 km Bundesstraßen - Verkehrsunfälle: 45.000, 1.800 Menschen tödlich verunglückt

1967 - Alle Radio-Einstiege erfolgen im neuen ÖAMTC-Studio am Schubertring, der Sprecher wird live auf Sendung geschalten. Erster Verkehrsinfo-Tonbanddienst wird beim Club in Betrieb genommen.

1973 - Erstmals wird in Österreich ein Flugzeug, der ÖAMTC-Stauflieger, für die Beobachtung von Staus eingesetzt.

1976 - Nach dem Vorbild der ÖAMTC-Informationszentrale werden in anderen europäischen Ländern Nachrichtenzentralen für Verkehrsinformationen eingerichtet.

Kfz-Bestand: 2,5 Mio. - Straßenbau: 540 km Autobahnen -Verkehrsunfälle: 45.100, 2.100 Menschen tödlich verunglückt

1987 - Im Sommerreiseverkehr werden ÖAMTC-Stau-Berater auf Motorrädern auf der Tauern-Strecke eingesetzt, Vorläufer war 1977 ein stationärer Info-Point.

1994 - Als erste private Institution Österreichs nimmt der ÖAMTC Verkehrskameras in Betrieb.

1995 - Die Homepage des ÖAMTC geht online. Verkehrsinformation ist von Anfang an einer der wichtigsten Services. Heute wird www.oeamtc.at monatlich von einer halben Million Usern genutzt.

1996 - Mit 22 europäischen Automobilclubs werden beim ÖAMTC vollautomatisch über Computer Verkehrsmeldungen ausgetauscht. An dem Netzwerk mit dem Namen ERIC (European Road Information Center) ist der Club seit 1976 beteiligt.

1999 - Lawinenkatastrophe Galtür und Tauern Tunnel-Brand: Die ÖAMTC-Informationszentrale versorgt weltweit Medien mit den neuesten Meldungen.

2000 - Stau-Meldungen der Exekutive werden vom BMI über ein neues E-mail-Verteiler-System verschickt. Die Meldungen bilden den Grundstock der ÖAMTC-Verkehrsinformation.

Straßenverkehrsaufkommen: Seit 1980 Steigerung um 207 Prozent -Verkehrsunfälle: 42.100, 980 Menschen verunglücken tödlich

2001 - Österreichs erste moderne Verwaltungssoftware für Verkehrsinformationen wird beim ÖAMTC in Betrieb genommen. Damit wurde der Grundstein für sogenannte mobile Location Based Services gelegt. Autofahrer erhalten auf ihren Handys nur Informationen über Staus in der unmittelbaren Umgebung.

2002 - Der ORF startet seinen RDS/TMC-Dienst (Radio Data System/Traffic Message Channel). Im nicht hörbaren Frequenzbereich werden Codes gesendet, die von einem TMC-tauglichen Navigationsgerät als Verkehrsinfos interpretiert und bei der Routenberechnung berücksichtigt werden. Der ÖAMTC ist an der Erstellung der geografischen Codes entscheidend beteiligt.

2004 - Der Club bietet unter www.oeamtc.at/verkehrsprognose eine detaillierte Prognose für das Verkehrsgeschehen am Wochenende. Historische Daten, Ferientermine und Baustellen bilden die Grundlage.

Kfz-Bestand: 5,1 Mio. - Straßenbau: 2.000 km Autobahnen und Schnellstraßen, 12.000 km Landesstraßen B (ehemalige Bundesstraßen), 23.000 km Landesstraßen L - Verkehrsunfälle: 42.700, 878 Menschen tödlich verunglückt; die geringste Zahl seit 1951

SERVICE:
Aktuelle Verkehrsinformation: www.oeamtc.at/verkehrsservice
Weitere Infos European Road Information Center (ERIC):
www.eric-info.com

HINWEIS AN DIE REDAKTIONEN:
Bilder zur Geschichte der Verkehrsinformation in Österreich sind auf der Homepage des Clubs unter www.oeamtc.at/presse abrufbar. Zusätzliches Bildmaterial ist auf Anfrage verfügbar.

(Schluss)
Helmut Beigl

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Tel.: +43 (0) 1 71199-1795
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http://www.oeamtc.at

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