• 15.11.2005, 11:38:15
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GLOBAL 2000-Kritik an Regenwaldzerstörung durch Raiffeisen

Protestaktion anlässlich der Verleihung des Dr.-Ludwig-Scharinger-Preises der Raiffeisen Landesbank OÖ in Linz

Wien (OTS) - Sechs Aktivisten der Umweltschutzorganisation GLOBAL
2000 veranstalteten heute eine Protestkundgebung vor der Zentrale der
Raiffeisen Landesbank Oberösterreich gegen die Beteiligung der
Raiffeisen Zentralbank an der Zerstörung indonesischer Regenwälder.
Anlass dazu war die Verleihung des Dr.-Ludwig-Scharinger-Preises an
StudentInnen und JungakademikerInnen der Johannes-Kepler Universität
im Raiffeisenforum in Linz. "Wer Preise für Innovation und Forschung
an junge AkademikerInnen verleiht, sollte selbst ein Vorbild für die
EntscheidungsträgerInnen von morgen sein und darf die Zerstörung der
letzten Regenwälder durch die eigene Bankengruppe nicht zulassen!
Raiffeisen-Oberösterreich-Chef Ludwig Scharinger muss sofort handeln
und seine Macht in der RZB für den sofortigen Rückzug der Bank aus
dem Zerstörungsprojekt einsetzen", fordert GLOBAL 2000
Regenwald-Sprecher Daniel Hausknost. "Wir schließen uns
selbstverständlich den Glückwünschen an die PreisträgerInnen für ihre
Leistungen in der Wissenschaft an. Wir möchten sie gleichzeitig
ermutigen, selbst das Wort an Ludwig Scharinger zu richten und gegen
die Beteiligung der Raiffeisenbank an der Regenwaldzerstörung in
Indonesien zu protestieren", so Hausknost.

Die Raiffeisen Zentralbank (RZB) finanziert 53 Prozent der
Errichtungskosten einer Hackschnitzelfabrik für die
Zellstoffindustrie in Südkalimantan (Borneo) in der Höhe von 21
Millionen US-Dollar. Durch die Fabrik sind mindestens 40.000 Hektar
wertvoller Tieflandregenwälder auf der vor Borneo liegenden Insel
"Pulau Laut" von der Abholzung bedroht. Dies geht selbst aus dem von
der RZB in Auftrag gegebenen Umweltgutachten eines finnischen
Consulting-Unternehmens hervor. "Es ist unfassbar, dass eine
österreichische Bank trotz der offensichtlichen Gefährdung
ausgedehnter Regenwaldgebiete ein solches Projekt finanziert! Wer von
den Verantwortlichen hier nicht augenblicklich die Notbremse zieht,
macht sich mitschuldig", warnt Hausknost. Noch ist es nicht zu spät:
von den 21 Millionen US-Dollar sind erst 5 Millionen überwiesen. Die
16 verbleibenden Millionen könnten einbehalten und der Vertrag
gekündigt werden.

Rückfragehinweis:
Global 2000
Andreas Baur
Tel.: (++43-1) 812 57 30/0
mailto:[email protected]

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