- 13.11.2005, 11:00:00
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Marmelade und der Traum vom Wohlstand der Nationen
"der wiener salon" und WUV Universitätsverlag präsentieren das neue Buch von Peter Bendixen in Staud’s Pavillon am Yppenmarkt
Wien (OTS) - Ökonomische Rationalität ist nicht universal und
wirtschaftliches Denken nicht rational. Als Teil der Kultur ist
wirtschaftliches Denken und Handeln kulturell bedingt und somit
veränderbar. Wirtschaft als Teil der Kultur zu begreifen, ist das
Anliegen des Vereines "der wiener salon" für diesen Abend in Staud’s
Pavillon am Yppenplatz mit Stefanie Kopinits, Peter Bendixen, Johanna
Awad-Geissler und Gisela Pastor Bolius. derwiener salon präsentiert
das Buch "Der Traum vom Wohlstand der Nationen" von Peter Bendixen.
Adam Smith gilt als historischer Begründer der modernen
Nationalökonomie. Viele Ökonomen berufen sich auf Smith und seine
berühmte Schrift "An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth
of Nations" von 1776. Smith beschreibt darin das Paradoxon, auf dem
unser Wirtschaftssystem basiert, nämlich wie der Eigennutz des
Einzelnen für das Wohlergehen aller sorgt. Der Markt wiederum sorgt
als "unsichtbare Hand" für die optimale Nutzung von Ressourcen.
Peter Bendixen, Professor für Wirtschaftswissenschaften, stellt
die Auseinandersetzung mit Adam Smith ins Zentrum seines bei WUV
erschienenen Buches. Dabei zeigt er, dass es in der Vergangenheit
meist zu einer einseitigen Auslegung gekommen ist. Es geht Bendixen
aber nicht darum, Smith zu rehabilitieren, sondern darum,
ökonomisches Denken als solches zu kritisieren.
Das ökonomische Denken beschränkt sich einseitig auf die, wie
Bendixen sie nennt, "dinglichen Erscheinungen" des
Wirtschaftsgeschehens, die Produkte, die Ressourcen, Gebäude und
Maschinen. Die notwendigen Vorleistungen, die in den Köpfen der
Menschen stattfinden, werden dabei außer Acht gelassen. Bendixen
zeigt, dass der Erfolg wirtschaftlichen Handelns eben nicht, wie es
immer in der Theorie behauptet wurde, in der Ressourcenzuteilung,
sondern in der davor liegenden Phase des darüber Nachdenkens zu
suchen ist. Somit wird deutlich, dass eine Erweiterung der
ökonomischen Theorie um die geistigen Dimensionen vonnöten ist. Da
wirtschaftliches Handeln mehr als nur ein reines Gewinnstreben
einschließt, spricht sich Peter Bendixen schließlich in seinem Buch
gegen das Vorurteil aus, dass Ethik und Ökonomie nicht vereinbar
seien. Er führt vor, dass es einer Erarbeitung der geistigen
Zusammenhänge bedarf, da wir mit der herkömmlichen ökonomischen
Theorie die Probleme der Gegenwart nicht mehr erklären und bewältigen
können.
Termin und Adresse: Donnerstag, 24. November, Staud’s Pavillon,
Yppenplatz (Brunnenmarkt), 1160 Wien. Einlass 19.00 Uhr, Beginn 19.30
Uhr.
Buchdaten: Peter Bendixen, Der Traum vom Wohlstand der Nationen.
Kritik der ökonomischen Vernunft, WUV 2005. 363 S., br., ISBN
3-85114-887-8, EUR 29,- / sFr 50,70
Anmeldung aus Platzgründen erbeten. Kontakt: der wiener salon,
Christine Reiterer, Tel. 0699 17432555, Fax 01 7432555,
salonieren@derwienersalon.com. Eine Veranstaltung des Wiener Salons
in Kooperation mit dem WUV Universitätsverlag/Facultas Verlags- und
Buchhandels AG, Dr. Milena Greif, Tel. 310 53 56-26,
greif@facultas.at.
Rückfragehinweis:
Facultas Verlags- und Buchhandels AG,
Dr. Milena Greif, Tel. 310 53 56-26,
mailto:greif@facultas.at.
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