- 13.11.2005, 10:00:00
- /
- OTS0011 OTW0011
Rauch-Kallat am Weltdiabetestag 2005: Aufklärung und Prävention verhindern Folgeschäden wie Beinamputationen
Österreichischer Diabetesplan zeigt Ist-Situation und künftige Strategien
Wien (OTS) - "Alle 30 Sekunden verliert irgendwo auf der Welt ein
Diabeteskranker ein Bein. 70 Prozent aller Amputationen betreffen
Menschen, die an Diabetes erkrankt sind", sagte Gesundheitsministerin
Maria Rauch-Kallat, anlässlich des heute, Montag, stattfindenden
Weltdiabetestages 2005. Das diesjährige Motto laute deshalb: "Put
feet first - prevent amputations!" Denn allein durch Aufklärung und
Prävention könne die Zahl der durch Diabetes ausgelösten Amputationen
um bis zu 85 Prozent gesenkt werden.
"Wir haben den Handlungsbedarf zur Eindämmung von Diabetes erkannt
und die bestehenden Defizite in Betreuung, Datenerfassung, Vorsorge
und Forschung in Österreich aufgegriffen", betonte die
Gesundheitsministerin. "In den vergangenen Monaten haben
Expert/innen, Patientenvertreter/innen und Vertreter/innen des
Gesundheitssystems diese Probleme bearbeitet und die Ergebnisse im
ersten Österreichischen Diabetesplan 2005 zusammengefasst."
Demnach sei Diabetes nicht nur eine Krankheit des Alters sondern
betreffe auch immer mehr Menschen in der ersten Lebenshälfte. Der
Diabetesbericht zeige weiters, dass in Österreich derzeit
schätzungsweise 300.000 Diabetiker/innen in medikamentöser oder
diätetischer Behandlung stehen, wobei die Dunkelziffer um 50 bis 60
Prozent höher liegen könne. Die wichtigsten Ziele seien deshalb
Vorsorge und Früherkennung, die Verbesserung der Betreuungs- und
Lebensqualität, eine Reduktion von Morbidität und Mortalität sowie
ein möglichst effizienter Einsatz der Mittel.
"Risikofaktoren für Diabetes sind vor allem Bewegungsmangel,
falsche Ernährung, Übergewicht und Rauchen", so Rauch-Kallat.
"Präventive Gesundheitsförderung wie Lebensstiländerung,
Ernährungsumstellung und regelmäßige Bewegung sind die bestmögliche
Vorbeugung gegen die schwerwiegenden Folgen dieser oft banalisierten
Erkrankung." Erste konkrete Schritte des Gesundheitsministeriums
seien Präventionsprogramme für soziale Randgruppen sowie Kinder und
Jugendliche mit dem Schwerpunkt Adipositas, Case- und
Diseasemanagement-Projekte sowie mittelfristig die Schaffung eines
österreichweiten Diabetesregisters.
Um die Bedeutung auch auf europäischer Ebene zu unterstreichen,
werde Diabetes eines der beiden großen Gesundheitsthemen der
EU-Präsidentschaft Österreichs 2006 sein. Dabei sollen der
österreichische Diabetesbericht sowie der Diabetesplan präsentiert
und der Erfahrungsaustausch von Best Practice-Modellen forciert
werden, so die Gesundheitsministerin abschließend.
Rückfragehinweis:
BM für Gesundheit und Frauen Ministerbüro Mag. Daniela Reczek Tel.: ++43 1 711 00/4378 mailto:[email protected] http://www.bmgf.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BGF






