"profil": Prokop stellt sich im Fall Wague hinter Polizisten

Freigesprochene Beamte haben "volle Loyalität" der ÖVP-Innenministerin

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" stellt sich Innenministerin Liese Prokop hinter die im Fall Cheibani Wague freigesprochenen Polizisten. "Diese Beamten haben meine volle Loyalität", so die ÖVP-Politikerin, "weil ich weiß, wie schwer ihr Beruf ist."

Ein Einsatz wie jener im Wiener Stadtpark im Juli 2003, sei immer eine Krisensituation. Der Fall Wague sei jedoch "ein tragischer Extremfall" gewesen, die Situation "einfach falsch eingeschätzt worden." Die Entscheidung des Gerichts, das am Mittwoch vergangener Woche in erster Instanz fünf Polizisten freisprach und einen wegen fahrlässiger Tötung des Mauretaniers Cheibani Wague zu sieben Monaten bedingter Haft verurteilte, wollte Prokop nicht kommentieren. Zur Rechtfertigung der Beamten, die sich mit mangelnder Ausbildung verteidigt hatten, sagte die Ministerin im "profil"-Interview:
"Unwissenheit darf keine Entschuldigung sein, das darf nicht mehr vorkommen." Konsequenzen seien in ihrem Ressort jedoch schon 2002 gezogen worden, der Einsatz von Waffen und physischer Gewalt werde bereits verbessert geschult.

Zu einer erfolgten Absprache von Untergebenen des Innenministeriums, die als Zeugen im Wague-Prozess aussagten, meinte Prokop: "Dass man eine Absprache trifft, ist grundsätzlich nicht richtig. Aber wenn die Aussagen dann der Wahrheit entsprechen, geht das schon in Ordnung."

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