AK: "Tote Hose(n)" - Musik aus dem Internet lässt sich meist nicht abspielen

Konsumenten dürfen nicht getäuscht werden

Wien (OTS) - "Konsumenten brauchen Sicherheit, wenn sie legal
Musik aus dem Internet herunterladen, dass sie die Songs in möglichst vielen Geräten abspielen können", sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz. Ein aktueller Test der europäischen Konsumentenschutzorganisation BEUC zeigt ein erschreckendes Ergebnis:
Heruntergeladene bezahlte Musik lässt sich oft nur auf bestimmten Playern abspielen. Daher fordert die AK klare Kennzeichnungsregeln für Musikanbieter, auf welchem Gerät die Songs gehen.

Die europäische Konsumentenschutzorganisation hat getestet, mit welchen Schwierigkeiten Konsumentinnen und Konsumenten zu rechnen haben, wenn sie aus dem Internet Musik herunterladen. Untersucht wurde das von vier Musikportalen (Apple I-Tunes, MSN Musik UK, HMV Digital, Connect Musicstore) und vier Playern (Apple I-Pod, Creative Zen Micro, Rio Carbon, Sony Network Walkman). Der Test zeigt: In den meisten Fällen ist es nicht möglich, die Musik, die in einem bestimmten Format von einem Anbieter heruntergeladen worden ist, auf allen Playern zu spielen. So können beispielsweise Downloads von MSN-Music UK, HMV Digital und Connect Music Store nicht auf den I-Pod transferiert werden.

"Die Industrie investiert viel Geld, um die Konsumenten zu informieren, was alles verboten ist, beispielsweise illegale Downloads", sagt Glatz. Aber sie strenge sich nicht an, die Konsumenten zu informieren, was sie tatsächlich mit ihren Geräten oder mit der heruntergeladenen Musik tun können, so der AK Konsumentenschützer. Es wären daher Regeln auf nationaler und EU-Ebene für die Musikindustrie zum Schutz der Konsumenten nötig. Konsumenten müssen klar und eindeutig informiert werden, auf welchem Gerät sich die Musik abspielen lässt.

Auch ein AK Test aus dem Jahr 2003 bei 24 kopiergeschützten Musik-CDs, die auf 20 unterschiedlichen PCs, DVD-Playern und Diskmen abgespielt wurden, zeigte: Kopiergeschützte CDs ließen sich nicht auf allen Testgeräten zuverlässig abspielen - bei 16 Prozent war das überhaupt nicht möglich, bei sieben Prozent traten störende Fehler auf.

SERVICE: Die Untersuchung der BEUC ist im Internet unter www.consumersdigitalrights.org.

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