- 11.11.2005, 09:00:16
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Karl Frais: Schwarz-grüne Personalbesetzung ist Mogelpackung
Statt Objektivierung wird pünktlich zum Faschingsbeginn Verschiebebahnhof für VP-Günstlinge eröffnet
Linz (OTS) - Auf heftige Kritik stößt die Vorgangsweise bei der
Besetzung des Präsidialdirektors beim Land Oberösterreich und den
Bezirkshauptleuten von Grieskirchen und Gmunden, vorgenommen erstmals
nach dem schwarz-grünen Besetzungsmodell.
Die Realsatire ging dabei folgendermaßen vor sich:
Zuerst wird der Landesbeamte Paul Gruber für alle drei
Spitzenfunktionen von der Besetzungskommission an 1. Stelle gereiht.
Bezeichnenderweise ist dabei einer der sogenannten unabhängigen
externen Personalberater der Pregartner VP-Vizebürgermeister Klinger
von der bereits bekannten Personalberatungsfirma Catro.
Durch diese Reihung wurde es möglich, dass der im Falle der
Bezirkshauptmannschaft Gmunden an der 2. Stelle gereihte Bewerber Dr.
Lanz, seines Zeichens der Schwiegersohn des jetzigen
Präsidialdirektors des Landes Oberösterreich, zum Bezirkshauptmann
bestellt wird. Dadurch fallen drei ausgezeichnete bereits seit Jahren
an dieser BH tätige Juristen durch bzw. werden einfach übergangen.
Dr. Paul Gruber, der eigentlich die Funktion des Präsidialdirektors
angestrebt hatte, muss gegen seinen Willen die Funktion des
Bezirkshauptmanns von Grieskirchen annehmen. Dadurch tritt der
einmalige Fall ein, dass erstmals in Oberösterreich ein Brüderpaar
als Bezirkshauptleute (Wels -Land und Grieskirchen) nebeneinander
tätig wird. Beide sind Brüder des Welser Ex-Stadtrats und
Filmemachers Andreas Gruber.
Dadurch kann Mag. Antonia Licka, die erst vor wenigen Wochen ohne
jede Ausschreibung zur Geschäftsführerin der OÖ. Landesholding
gemacht wurde, zur Präsidialdirektorin ernannt werden. Das Ergebnis:
eine Präsidialdirektorin, die noch nie im Präsidium des Landes tätig
war.
"Diese Vorgangsweise spottet jeder Beschreibung und hat mit fairer
Personalobjektivierung nichts zu tun. Vielmehr erinnert diese
Mogelpackung eines schwarz -grünen Personalbesetzungsmodells an
einen personalpolitischen Verschiebebahnhof. Diese Vorgangsweise
passt, wäre sie nicht so traurig, zum Faschingsbeginn. Sie ist
ungerecht, parteipolitisch motiviert und eine Verhöhnung der nicht
zum Zug gekommenen Bewerber", ist für Karl Frais klar.
Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]
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