Raiffeisen Centrope- Forum(2): Finanzexperte Nowotny für baldige Währungsunion in der Wachstumsregion Centrope

"Es wäre Fehler Staaten zu einer Stabilisierungsrezession zu zwingen."

Wien (OTS) - Für Univ.Prof. Ewald Nowotny ist die Centrope Region die Wachstumsregion schlechthin. "Keine andere Region Europas bietet eine bessere Kombination der alten und der neuen EU Mitgliedsstaaten", analysiert Nowotny und erwartet auch weiterhin "überdurchschnittliche Wachstumsraten". Im Rahmen des 1. Raiffeisen Centrope Forums nahm der Ordinarius des Institutes für Volkswirtschaftstheorie und -politik an der Wirtschaftsuniversität Wien und Honorary Vice President der European Investment Bank/Luxemburg auch zum Themenkomplex Währungsunion Stellung.

Währungsunion fördert Zusammenwachsen Europas

Nowotny ist überzeugt, dass das Zusammenwachsen Europas in dieser Region auch dadurch gefördert wird, dass es die Perspektive der Währungsunion im Blick auf den Euro in einer abgegrenzten Zeit gibt.

Nach Slowenien, dessen Beitritt zur Währungsunion Nowotny für 2007/2008 erwartet, ist bei den Staaten der Centrope Region in der Folge mit Beitritten in Jahresintervallen zu rechnen: Das bedeutet die Slowakei im Zeitraum 2009/2010, die Tschechische Republik 2010/2011 und Ungarn bis 2012.

"Zentrales Problem auf diesem Weg ist, dass die Staaten noch nicht in vollem Umfang alle Maastricht Kriterien erfüllen und speziell die Inflationsraten zum Teil noch über den Werten nach den Maastricht-Kriterien liegen. Es wäre aber ein schwerer Fehler, diese Staaten unter Druck zu setzen, eine Stabilisierungs-Rezession zu erzwingen. Bei der Beurteilung der "Euro-Fähigkeit" sollte auch die Wachstumsdynamik, die vorübergehend zu etwas höheren Inflationsraten führen kann, berücksichtigt werden. Wichtig ist aber jedenfalls eine strikte Erfüllung der institutionellen und finanzpolitischen Voraussetzungen", meint Nowotny.
(Fortsetzung folgt)

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