- 11.11.2005, 09:00:00
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Raiffeisen Centrope- Forum(2): Finanzexperte Nowotny für baldige Währungsunion in der Wachstumsregion Centrope
"Es wäre Fehler Staaten zu einer Stabilisierungsrezession zu zwingen."
Wien (OTS) - Für Univ.Prof. Ewald Nowotny ist die Centrope Region
die Wachstumsregion schlechthin. "Keine andere Region Europas bietet
eine bessere Kombination der alten und der neuen EU
Mitgliedsstaaten", analysiert Nowotny und erwartet auch weiterhin
"überdurchschnittliche Wachstumsraten". Im Rahmen des 1. Raiffeisen
Centrope Forums nahm der Ordinarius des Institutes für
Volkswirtschaftstheorie und -politik an der Wirtschaftsuniversität
Wien und Honorary Vice President der European Investment
Bank/Luxemburg auch zum Themenkomplex Währungsunion Stellung.
Währungsunion fördert Zusammenwachsen Europas
Nowotny ist überzeugt, dass das Zusammenwachsen Europas in dieser
Region auch dadurch gefördert wird, dass es die Perspektive der
Währungsunion im Blick auf den Euro in einer abgegrenzten Zeit gibt.
Nach Slowenien, dessen Beitritt zur Währungsunion Nowotny für
2007/2008 erwartet, ist bei den Staaten der Centrope Region in der
Folge mit Beitritten in Jahresintervallen zu rechnen: Das bedeutet
die Slowakei im Zeitraum 2009/2010, die Tschechische Republik
2010/2011 und Ungarn bis 2012.
"Zentrales Problem auf diesem Weg ist, dass die Staaten noch nicht
in vollem Umfang alle Maastricht Kriterien erfüllen und speziell die
Inflationsraten zum Teil noch über den Werten nach den
Maastricht-Kriterien liegen. Es wäre aber ein schwerer Fehler, diese
Staaten unter Druck zu setzen, eine Stabilisierungs-Rezession zu
erzwingen. Bei der Beurteilung der "Euro-Fähigkeit" sollte auch die
Wachstumsdynamik, die vorübergehend zu etwas höheren Inflationsraten
führen kann, berücksichtigt werden. Wichtig ist aber jedenfalls eine
strikte Erfüllung der institutionellen und finanzpolitischen
Voraussetzungen", meint Nowotny.
(Fortsetzung folgt)
Rückfragehinweis:
Peter Wesely, Pressesprecher der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien Tel. (01) 211 36-3004, 0664/1838140 e-mail: [email protected] Mag. (FH) Katharina Wallner Tel. (01) 211 36-3005, e-mail: [email protected]
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