Erdbeben in Pakistan - die vergessene Katastrophe?

Die verheerenden Folgen des Bebens werden in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, zu wenig Hilfsmittel sind die Folge.

Wien (OTS) - Daten und Fakten zur Erdbebenkatastrophe

Der UN Spendenaufruf an die internationale Staatengemeinschaft ist mit Stand vom 8. November erst zu 15% finanziert, von erforderlichen 550 Mio $ stehen erst 85 Mio $ zur Verfügung.

Die Zahl der Todesopfer wird von offizieller Seite nahezu täglich nach oben korrigiert und derzeit mit über 87.000 angegeben, doch das ist nur die Zahl der geborgenen Leichen. Die meisten Katastrophenhelfer rechnen mittlerweile mit 250.000 Toten.

2,3 Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Etwa 500.000 Menschen sind nach wie vor obdachlos.

An die 250.000 Menschen sind in einer lebensbedrohlichen Situation, da sie oberhalb der Schneefallgrenze ausharren müssen. Auf Grund der Wetterlage mit Nachttemperaturen um die 1-3Grad, in den Bergregionen sogar - 10Grad bei starkemWind und bis zu drei Metern Schnee, wird mit weiteren Todesopfern unter den Überlebenden gerechnet.

An die 17.000 vom Erdbeben betroffene Frauen sollten in den nächsten beiden Monaten ihr Baby zur Welt bringen. Bei 1.200 von ihnen werden schwerere Komplikationen erwartet und ungefähr 400 werden ärztlichen Beistand brauchen

Laut Gesundheitsministerium wurden bereits an die 9000 Fälle von akuten Atemwegserkrankungen vermerkt, darunter auch Lungenentzündungen, mehr als 6000 Fälle von Durchfallerkrankungen, 1.130 Fällevon Ruhr und 139 Tetanuserkrankte, von denen 41 gestorben sind.

Gegenüberstellung Tsunami Erdbeben Todesopfer mehr als 200.000 derzeit geschätzt mehr als 87.000 Zahl der Obdachlosen ca. 2 Millionen mehr als 3,5 Millionen UNSpendenaufruf 977 Mio $ 550 Mio $ Zusagen ein Monat danach 775 Mio $(79%) 131 Mio $(24%) Durchschnittliche Nachttemperatur 22 Grad, stabil 0 Grad, fallend

World Vision in Pakistan

Die internationale Hilfsorganisation hat von 1985 bis 1992 in Pakistan entwicklungspolitische Programme durchgeführt, seit 2001 war World Vision in der Katastrophenhilfe tätig, Im Februar 2005 wurden nach Sturm und Lawinen 100.000 Menschen per Luftbrücken und Eseltransporten mit dem Notwendigsten versorgt. Auf Grund dieses langjährigen Einsatzes genießt World Vision das Vertrauen der Regierung und wird in allen relevanten Gremien als Krisenratgeber beigezogen.World Vision hat für seine langfristige Hilfe in Pakistan 35 Mio $ veranschlagt, wovon derzeit 17,5 Mio durch die internationale Partnerschaft sichergestellt sind.

World Vision war bereits zum Zeitpunkt des Erdbebens in Pakistan aktiv und konnte daher sofort mit der Verteilung von Hilfsgütern beginnen. Decken, Zelte und warme Kleidung werden dringend gebraucht. Doch die Spenden der restlichen Welt reichen nicht aus. "Unsere Kollegen sind verzweifelt. Wie sollen sie einem pakistanischen Familienvater, dessen Familie friert und hungert, erklären, dass es im ganzen Land kein Zelt mehr gibt - und dass die reichen Menschen im Westen "spendenmüde" sind?" schildert Helga Bachleitner, Pressesprecherin von World Vision Österreich, die schwierige Lage. "Wir wissen alle, dass diese Katastrophe noch mehr Todesopfer - und zwar vor allem Kinder - fordern wird, wenn nicht rasch Geld fliesst.."

World Vision bittet dringend um Spenden für die Opfer der Bebenkatastrophe PSK KontoNr. 90 890 000, BLZ 60.000, Kennwort:
Erdbebenhilfe

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