Kurt Scheuch: Hat Drnovšek Salz im Kopf?

Klagenfurt (OTS) - "Wie immer man das von Präsident Drnovšek beim Besuch in Kärnten zitierte slowenische Sprichwort auch auslegen mag, in Wahrheit kann wohl niemand mit Sicherheit sagen, welche Absichten Drnovšek wirklich in seinem Hinterkopf hegt", sagte heute der freiheitliche Klubobmann Ing. Kurt Scheuch. Ebenfalls dürfe man sich doch die Frage stellen, welche Motivation hinter der Inanspruchnahme geschichtsträchtiger Symbole Kärntens von Seiten der slowenischen Regierung stecke.

Wenn also Drnovšek meint, dass niemand in Slowenien den großslawischen Gedanken in sich trägt und es keinerlei Gebietsansprüche betreffend unseres Bundeslandes gibt, müsste man, angelehnt an das Märchen der Gebrüder Grimm (Rotkäppchen), dann doch die Frage stellen:" Slowenien, warum bedruckst du deine Münzen mit dem Kärntner Fürstenstein? Slowenien, warum wollen deine Politiker unbedingt mit dem Kärntner Herzogstuhl fotografiert werden? Slowenien, warum unterstützt du eine Klage auf europäischer Ebene gegen dein Nachbarland?"

Für Kärnten gelte es in diesen Fragen jedenfalls wachsam zu bleiben, um nicht letztlich eine böse Überraschung zu erleben. Begrüßenswert sei auch in jedem Fall die Initiative des Landeshauptmannes von Kärnten, den Fürstenstein einer breiteren Bevölkerungsschicht in Kärnten durch das Aufstellen in der Landesregierung sichtbar zu machen. Vielleicht werde gerade dadurch auch das Geschichtsbewusstsein einiger Landesräte(innen) gestärkt. "Denn wenn Frau Gabriele Schaunig meint, als Filialleiterin von Herrn Gusenbauer bei einer etwaigen SPÖ-Regierung auf Bundesebene in Kärnten 300 neue Ortstafeln aufstellen zu wollen, wird sie wohl mit erbitterten Widerstand der einheimischen Bevölkerung rechnen müssen", so Scheuch.

Für die Freiheitlichen in Kärnten sei jedenfalls klar, dass Kärntner Symbole den Kärntnern gehören und es in der Ortstafelfrage zu keiner Entscheidung über die Köpfe der Bevölkerung kommen dürfe. Schließend empfindet es der freiheitliche Klubobmann besonders schade, dass Bundespräsident Fischer bei seinem Treffen mit Präsident Drnovšek nur über die Ortstafeln sprach und hier Taten sehen möchte, die Frage der Auslandsösterreicher in Slowenien (Gottscheer) aber anscheinend mit keinem Wort angesprochen wurde. In dieser Frage sieht Scheuch nämlich absoluten Handlungsbedarf für die slowenische Regierung.

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