Kukacka bei Donaukommission in Budapest: Volle Unterstützung für Österreichs Binnenschifffahrtsstrategie

Österreich und Ungarn vereinbaren verstärkte Kooperation im Bereich modernster, satellitenunterstützter Verkehrstelematik auf der Donau (River Information Services)

Wien (OTS) - =

Volle Unterstützung für die Strategie zur Förderung
der Binnenschifffahrt der Bundesregierung für die österreichische EU-Präsidentschaft erhielt Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka vergangenen Freitag im Rahmen seines Arbeitsbesuches bei der Donaukommission und dem ungarischen Verkehrsstaatssekretär Zsolt Csaba Horvath in Budapest. "Die Donaukommission mit ihrem Präsidenten Milovan Bozinovic ist wie Österreich der Überzeugung, dass gerade die Donauschifffahrt einen entscheidenden Beitrag zur Verlagerung des Ost-West- Güterverkehrs leisten kann und muss. Es ist unser gemeinsames Interesse, die Präsidentschaft für die Donauschifffahrt bestmöglich zu nutzen", betonte Kukacka. ****

Es sei ein ermutigendes Zeichen für den österreichischen EU-Vorsitz, dass die Donaukommission Österreich ihre umfassende Unterstützung, auch ihrem Know-How und Expertenwissen, zur Verbesserung der Situation für die Binnenschifffahrt zugesagt habe. Der Wasserweg habe bisher eine Nischenexistenz geführt, betonte der Präsident der Donaukommission und Vertreter von Serbien und Montenegro Milovan Bozinovic. Es sei eine einmalige Situation, dass ein Land mit viel Donaubewusstsein wie Österreich die Stärkung der Binnenschifffahrt auf die EU-Agenda setze. Gerade in Süd-Osteuropa seien die Mittel für die Binnenschifffahrt begrenzt. Es sei deshalb besonders wichtig, diese Länder zu bestärken, dass die Donau ein Engagement wert sei, erklärte Bozinovic.

Die Donaukommission ist eine zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in Budapest, die drauf abzielt, die freie Schifffahrt auf der Donau in Übereinstimmung mit den Interessenten und souveränen Rechten der Mitgliedsstaaten zu gewährleisten. Die Donaukommission hat 11 Mitgliedstaaten: Bulgarien Deutschland, Kroatien, Moldau, Österreich, Rumänien, Russland, Serbien und Montenegro, Slowakei, Ukraine und Ungarn.

Im Rahmen eines Arbeitsbesuches beim ungarischen Verkehrsstaatssekretär Zsolt Csaba Horvath wurde zudem ein gemeinsames Memorandum of Understanding zwischen Österreich und Ungarn zur Verstärkten Kooperation im Bereich der River Information Services - also modernster, satellitenunterstützter Verkehrstelematik - vereinbart. "Die Anwendung einheitlicher Standards und die flächendeckende Verfügbarkeit von River Information Services stellen eine wichtige Voraussetzungen für eine effektive Förderung der Binnenschifffahrt dar, und wird von Österreich auch deshalb intensiv betrieben", erklärte Kukacka.

Folgende Kooperationsebenen zwischen Österreich und Ungarn werden deshalb vorbereitet:
- Kooperation und den Einsatz von RIS entlang der gesamten Donau (Kelheim bis Schwarzes Meer)
- Gemeinsame Weiterentwicklung von RIS Services im Rahmen von EU-geförderten Projekten für den Gütertransportes auf der Donau
- Zusammenarbeit bei der Standardisierung und Entwicklung von Elektronischen Schifffahrtskarten für die Donau.

"Damit ein reibungsloser grenzüberschreitender Schiffsverkehr möglich ist, müssen die RIS Systeme sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene kompatibel sein. Mit dem jetzt ausgearbeiteten Memorandum of Understanding ist ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung gemacht", schloss Kukacka.

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