• 28.10.2005, 11:09:49
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Pröll und Rabmer-Koller: Durch EU-Beitritt Rumäniens größte Chancen für österreichische Umwelttechnologieanbieter

Top-Umwelttechnologieunternehmen präsentieren sich in Bukarest

Bukarest (OTS) - Umweltminister Josef Pröll und WK
Oberösterreich-Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller eröffneten heute
in Bukarest gemeinsam eine Präsentation österreichischer
Umwelttechnologien. "Bukarest als Station der österreichischen
"Exportoffensive Umwelttechnologien" von Lebensministerium und
Wirtschaftskammer zu wählen, war nur konsequent und folgerichtig, da
es für österreichische Unternehmen darum geht, das enorme
Marktpotential für Umwelttechnologien in Rumänien rasch zu nutzen",
so Pröll und Rabmer-Koller übereinstimmend bei dieser
österreichischen Umwelttechnologieleistungsshow.****

"Der angestrebte EU-Beitritt Rumäniens 2007 erfordert eine rasche
Anpassung der rumänischen Umweltstandards an jene Europas. Besonders
hoch ist dabei der Aufholbedarf bei der Trinkwasserversorgung, der
Abwasser- und der Abfallentsorgung", so Pröll. Die Kosten aus der
Umsetzung aller EU-Normen für den öffentlichen und privaten Sektor
werden für die nächsten 20 Jahre auf rund 180 Mrd. Euro geschätzt
(ca. 50 % für Wassersektor, 25 % für Abfallwirtschaft, 25% für
Luftreinhaltung). Nachgefragt werden vor allem umwelttechnologische
Produkte und Systemlösungen für die Wasserversorgung und
Abwasserbeseitigung, die Verringerung fester Abfälle, zur
Verminderung und Behandlung von Schadstoffen, zur Behandlung
gefährlicher Abfälle, sowie Technologien zur Steigerung der
Energieeffizienz und zur Nutzung erneuerbarer Energien. "Der Markt in
Rumänien für umwelttechnische Produkte und Systemleistungen ist
riesig, österreichische Top-Umwelttechnologieunternehmen sind
aufgefordert diesen möglichst umfassend in Angriff zu nehmen und
damit einen Beitrag zum Umweltschutz in Europa, zur Verbesserung der
Umwelt- und Lebensqualität in Rumänien, aber auch zur Steigerung der
österreichischen Wettbewerbsfähigkeit zu leisten", so Pröll.
"Der EU-Beitritt Rumäniens wird die Wirtschaftsbeziehungen zwischen
Österreich und Rumänien noch weiter beflügeln", meint die
Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich Rabmer-Koller.
Die österreichische Wirtschaft ist schon jetzt mit über 3 Mrd. EUR
Investitionssumme und 3.500 Investitionsvorhaben größter
ausländischer Investor in Rumänien. Das Außenhandelsvolumen zwischen
den beiden Ländern wird heuer erstmals die 2 Mrd. EUR Grenze
übersteigen und entwickelt sich mit Zuwachsraten um die 20% p.a. sehr
dynamisch. "Die durch den EU-Beitritt nötigen
Umweltschutzinvestitionen ergeben auch für österreichische
Umwelttechnologieunternehmen riesige Geschäftschancen", so
Rabmer-Koller. Neben innovativen Lösungen muss zunehmend auch gleich
die Finanzierung angeboten werden. "Das österreichische Know-how bei
EU-Förderungen, Lizenzvergaben und private Betreibermodelle und das
gute Image der österreichischen Wirtschaft in Rumänien schaffen im
internationalen Wettbewerb Konkurrenzvorteile", ist Rabmer-Koller
überzeugt.

An der von Umweltminister Pröll gemeinsam mit der
Wirtschaftskammer Österreich initiierten Exportinitiative nach
Rumänien nehmen heute insgesamt 33 Unternehmen aus dem
Umwelttechnologiebereich teil - der Bogen spannt sich von Anlagenbau
und Filtertechnik über Abfall- und Abwasserbehandlung bis hin zu
sauberen Technologien. Die Technologieführerschaft Österreichs z.B.
bei der Biomassenutzung, bei Solaranlagen und der Wasserkraft, aber
auch in der Abfall- und Abwasserbranche ist eine gute Vorraussetzung
zur weiteren Steigerung der Exporte nach Rumänien. Zwischen
Österreich und Rumänien bestehen bereits jetzt sehr gute
wirtschaftliche Kontakte im Öko-Businessbereich. Erst kürzlich
erfolgte der Spatenstich für den ersten Produktionsstandort eines
Umwelttechnikunternehmens (SW Umwelttechnik) im Nordwesten Rumäniens,
in dem Kanalsysteme für Trink- und Abwasserleitungen und in weiterer
Folge auch Fertigteile für den Infrastrukturbereich hergestellt
werden.

Pröll und Rabmer-Koller bestätigten abschließend, dass die
gemeinsame Plattform (weitere Termine sind für Herbst 2006
vorgesehen) österreichischen Unternehmen einen guten Markteintritt
vor allem auch in den neuen Mitgliedsstaaten verschafft. Österreich
und Rumänien werden dadurch die bereits jetzt bestehenden sehr guten
wirtschaftlichen Kontakte im Umwelttechnologiebereich weiter
ausbauen.

(SCHLUSS)

Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

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