- 27.10.2005, 12:42:47
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Preise der Stadt Wien für 2005 verliehen
Wien (OTS) - Vier Persönlichkeiten aus dem akademischen Leben
wurden heute, Donnerstag, im Wiener Rathaus mit dem mit je 8000 Euro
dotierten Preis der Stadt Wien für 2005 ausgezeichnet: Dr. Wilhelm
Filla für den Bereich Volksbildung, Dr. Anton Pelinka für Geistes-
und Sozialwissenschaften, Dr.in Hildegunde Piza für Medizinische
Wissenschaften und Dr.in Renée Schröder für Natur- und Technische
Wissenschaften. "Kunst, Kultur und Wissenschaft sind der Nährboden
für die Stadt. In Zukunft gehe es darum, diese Bereiche noch mehr zu
verknüpfen," so Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny im
Rahmen der Verleihung. Dabei wiese er auch auf das Verhältnis der
Stadt zu den Universitäten hin, das sich in den letzten Jahren
wesentlich verbessert habe. Die Stadt bemühe sich sehr, den wichtigen
Bereich der Wissenschaften zu unterstützen und investiere jährlich an
die 150 Millionen Euro.****
Anton Pelinkas Arbeit sei Impuls für das intellektuelle Leben in
Österreich, so Dr. Christian Ehalt in seiner Laudatio. Pelinkas
Leitmotiv sei 'Regierung und Gesellschaft brauchen Kritik', dieses
Leitmotiv ziehe sich durch alle seine Arbeiten. Pelinka habe sich
auch immer für die Internationalisierung österreichischer
Wissenschaften eingesetzt.
Christian Ehalt, der auch die Laudatio auf Wilhelm Filla hielt,
bezeichnete ihn als "Bildungsforscher, Bildungsmanager und
Bildungstheoretiker". Filla widmete sich in seinen Arbeiten der
Frage, wie Bildung außerhalb der Schulen und Universitäten
demokratisch gestaltet werden könne.
"Hildegunde Piza war die erste Ordinaria für Plastische
Chirurgie im deutschsprachigen Raum", lobte Kollege Alfred Berger die
Leiterin der Universitätsklinik für Plastische Chirurgie in
Innsbruck. Mit ihren neuen Methoden und Techniken habe sie
zahlreichen Patienten zu einen neuen Leben verholfen. Für ihre
Kollegen und Studenten sei sie ein Vorbild in Bezug auf
Arbeitseinsatz und Arbeitsethik.
Marianne Popp ließ den beruflichen Werdegang Renée Schröders
Revue passieren und wies besonders auf ihren Forschungsschwerpunkt
hin: " Mit ihrer Forschung über Ribonukleinsäuren bewies Renée
Schröder Mut zum Ausbruch in der Wissenschaft". Darüber hinaus setzte
sich Renée Schröder sehr für die Vermittlung von Wissenschaft ein.
Ein besonderes Anliegen sei ihr auch die Frauenförderung in der
Wissenschaft.
Biographie Wilhelm Filla
Wilhelm Willa wurde 1947 in Villach geboren. Nach der Matura
1966 und dem Präsenzdienst studierte er Soziologie an der Universität
Wien.
1972 bis 1973 war er als freier Mitarbeiter am Institut für
angewandte Soziologie (IAS) in Wien tätig. Seither nebenberufliche
wissenschaftliche und publizistische Tätigkeit. Ab 1972
Redaktionsmitglied der Zeitschrift "Mitbestimmung". 1974 wurde er zum
provisorischen und mit 1. Jänner 1975 zum Direktor der
Volkshochschule Hietzing bestellt (bis 1984). Seit 1984 ist Wilhelm
Filla Generalsekretär des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen
(VÖV) und Redakteur der Fachzeitschrift "Die Österreichische
Volkshoschschule - Magazin für Erwachsenenbildung". Ab 1992
Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung
(bis Februar 2004). Seit 2000/01 ist er als Lehrbeauftragter an der
Universität Graz und ab 2002/03 auch Klagenfurt tätig.
Dr. Wilhelm Filla bekam 2001 den Staatspreis für
Erwachsenenbildung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft
und Kultur verliehen.
Biographie Hildegunde Piza
Hildegunde Piza-Katzer wurde 1941 in Gröbming geboren. Sie
promovierte 1965 zum Doktor der Gesamten Heilkunde in Graz und begann
dann eine chirurgische Ausbildung. 1975 wurde sie Fachärztin für
Allgemein-Chirurgie, 1979 Fachärztin für Plastische und
Wiederherstellungschirurgie. Piza-Katzer war 1970 bis 1992 an der
Universitäts-Klinik in Wien und am Landeskrankenhaus Salzburg tätig.
1992 baute sie eine Abteilung für plastische. Chirurgie am
Krankenhaus Lainz auf, bis 1999 war sie deren Leiterin. Seit 1999 ist
sie Vorständin der Univ.-Klinik für Pastische und
Wiederherstellungschirurgie in Innsbruck. Hildegunde Piza-Katzer
führte 2000 mit Raimund Margreiter die erste erfolgreiche
Transplantation von Händen durch. Im Jahr 2000 wurde sie vom Klub der
Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten zur "Wissenschaftlerin des
Jahres" gekürt.
Biographie Renée Schröder
Renée Schröder wurde 1953 in João Monlevade, Brasilien geboren.
Sie ist Forscherin und Professorin am Institut für Mikrobiologie und
Genetik der Universität Wien.
Durch ihre zahlreichen Arbeiten rund um das Thema
Ribonukleinsäure zählt sie zu den international bedeutendsten
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf dem Gebiet der
Biochemie. Sie gehört seit Juni 2001 der von der österreichischen
Bundesregierung ins Leben gerufenen Bioethik-Kommission an.
Renée Schröder kritisiert die Benachteiligung von Frauen
innerhalb der universitären Strukturen, sie engagiert sich deshalb
besonders für die Förderung von Frauen in der Wissenschaft. Dieses
lang anhaltende Engagement brachte ihr 2001 den von der UNESCO und
der Firma L'Oréal gestifteten Special Honor Award "For Women in
Science" ein.
Renée Schröder wurde vom Klub der österreichischen Bildungs- und
Wissenschaftsjournalisten zur "Wissenschaftlerin des Jahres 2002"
gewählt, sie ist Trägerin des Wittgenstein-Preises und wurde Anfang
2003 als erste Frau zum vollwertigen Mitglied der
naturwissenschaftlichen Klasse der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften. (Schluss) rar
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Dr. Renate Rapf
Tel.: 4000/81 175
mailto:[email protected]
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