- 25.10.2005, 11:38:45
- /
- OTS0101 OTW0101
Infrastruktur: Industrie fordert Verfahrensbeschleunigungen und Priorisierung bei Projektauswahl
Gut ausgebaute Infrastruktur ist "Backbone" des Wirtschaftsstandortes Österreich - Projektpriorisierung nach Umwegrentabilität soll im Vordergrund stehen
Wien (OTS) - (PdI) Eine leistungsfähige Infrastruktur bildet die
Grundlage für Wachstum und Entwicklung der Wirtschaft und damit für
den Wohlstand eines Landes. Somit entspricht die Entwicklung der
Infrastruktur den Zielsetzungen der Lissabon-Agenda. Die Junge
Industrie stellte heute, Dienstag, im Rahmen einer Pressekonferenz
die Initiative "Future Business Austria" (FBA) vor und präsentierte
die Ergebnisse der OGM-Top Manager Befragung "Infrastruktur in
Österreich", bei der 240 Manager aus Unternehmen mit mehr als 100
Angestellten befragt wurden.
IV-Präsident Dr. Veit Sorger zur OGM-Studie: "Die Befragung
unterstreicht die Bedeutung des Faktors Infrastruktur für die
österreichischen Unternehmen. Die Infrastruktur in Österreich ist
nicht schlecht per se, wir müssen aber Schwächen ausmerzen. Es gibt
ein hohes Potenzial, das gehoben werden muss. Jedenfalls sei die
Infrastruktur "Backbone" des Wirtschaftsstandortes Österreich. An die
Politik appelliert Sorger deshalb: "Es ist erfreulich, dass es zu
wiederholten politischen Willensbekundungen und auch einigen
Umsetzungsmaßnahmen gekommen ist. Allerdings muss nun noch rascher in
die Umsetzung gegangen werden."
Im Bereich der Verkehrsinfrastruktur fordert die Industrie eine
Evaluierung und Aktualisierung des Generalverkehrsplans im Lichte
europäischer Entwicklungen - insbesondere Erweiterung und TEN. Bei
Verkehrsinfrastrukturprojekten seien PPP-Modelle verstärkt
einzusetzen. "Privatfinanzierung bedeutet Effizienzsteigerung", so
Sorger. "Sowohl beim Thema Verkehr als auch im Energiebereich - hier
vor allem beim Bau neuer effizienter Kraftwerke und notwendiger
Leitungen - sind weitere Verfahrensbeschleunigungen von großer
Wichtigkeit", sagte der IV-Präsident. Weiters müsse das Commitment
der Regierung zum Kraftwerksausbau nun durch einen
gesamtösterreichischen Optionenbericht, der bestehende Potenziale für
den Kraftwerks- und Leitungsbau identifiziert, konkretisiert werden.
Ein Energie-Generalplan solle zur langfristigen Sicherung der
österreichischen Energieversorgung dienen. Dies sei "eine
Grundvoraussetzung", so Sorger.
Ebenso spricht sich die Industrie für einen nationalen
IKT-Masterplan mit konkreten Zielen, Zeitplan und klaren
Verantwortlichkeiten aus, um zu definieren, wie Österreich sich
betreffend IKT im europäischen Spitzenfeld positionieren kann. Für
die Umsetzung des Masterplans solle ein IKT-Beauftragter bestimmt
werden, der bei Nichterfüllung der Ziele die Möglichkeit hat, von
sich aus konkrete Maßnahmen zur Zielerreichung vorzuschlagen, so
Sorger. Den Breitband-Ausbau bezeichnete der IV-Präsident als
"Eckpfeiler einer modernen Regionalpolitik". Im "Panel 50", dem neuen
Standortbarometer der IV, sei das IKT-Potenzial im Land festgehalten.
"Wir liegen nicht schlecht, aber es gibt noch große Möglichkeiten",
so Sorger.
Unabhängig von den vielen erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen
ist für den Vorsitzenden der Jungen Industrie, Mag. Martin Ohneberg,
ein Punkt von besonderer Wichtigkeit: "Eine vernünftige Priorisierung
der Infrastrukturprojekte sollte im Vordergrund stehen. Das
Hauptkriterium muss dabei der volkswirtschaftliche Nutzen des
Projekts bzw. seine Umwegrentabilität sein. Das Ziel in der Folge ist
die Realisierung von Projekten mit höchster Umwegrentabilität. Die
Initiative ‚Future Business Austria’ setzt dabei Schritte in die
richtige Richtung und promotet eine zukunftsorientierte
Infrastrukturpolitik."
Am 8. November findet das prominent besetzte Future Business
Austria Symposium zum Thema "Zukunftsinfrastruktur Österreichs" im
Haus der Industrie statt.
Rückfragehinweis:
IV-Newsroom Tel.: (++43-1) 711 35-2306 Fax: (++43-1) 711 35-2313 mailto:[email protected] http://www.iv-net.at/medien
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI






