- 24.10.2005, 20:06:16
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Slowakischer Parlamentspräsident erhält höchsten Orden der Republik Khol würdigt Pavol Hrusovsky - Slowakei spielt Musterrolle in der EU
Wien (PK) - Der Präsident des Nationalrates Andreas Khol
überreichte heute Abend im Rahmen eines Festaktes im Parlament
seinem slowakischen Amtskollegen Pavol Hrusovsky das Große
Goldene Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik
Österreich. Zu diesem Festakt begrüßte Präsident Khol prominente
Gäste aus der Slowakei und aus Österreich, allen voran den
ehemaligen slowakischen Premierminister Jan Csarnogursky und VP-
Klubobmann Wilhelm Molterer.
Bundespräsident Heinz Fischer habe Präsident Hrusovsky den
höchsten Orden der Republik für seine Verdienste um die
Demokratie in der Slowakei verliehen, sagte Khol in seiner
Laudatio und würdigte die Leistungen Präsident Hrusovskys beim
Umbau der slowakischen Rüstungsindustrie auf zivile Produktion.
Damit sei es gelungen, die Slowakei zu einem prosperierenden EU-
Mitgliedsland zu machen, das in der Union eine Musterrolle
spiele. Auch habe der Ausgezeichnete von Beginn an zur
hervorragenden Entwicklung der regionalen Partnerschaft von sechs
mitteleuropäischen Ländern beigetragen.
Pavol Hrusovsky wurde 1952 in Nitra geboren, jener Stadt, in der
die Slawenapostel Kyrill und Method ihre Missionstätigkeit
aufnahmen, sagte Präsident Khol und charakterisierte Hrusovsky
als einen von christlich-demokratischen Werten geprägten
Politiker. Der 1978 an der Komensky Universität in Bratislava
promovierte Jurist zog 1989 als Abgeordneter der
Christlichdemokratischen Bewegung (KDH) in die Föderalversammlung
der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik ein. Seit
1992 gehört Pavol Hrusovsky dem Nationalrat der Slowakischen
Republik an, der ihn 1998 zu seinem Vizepräsidenten und im
Oktober 2002 zu seinem Präsidenten wählte, führte
Nationalratspräsident Khol aus.
Der Präsident des slowakischen Nationalrates Pavol Hrusovsky
dankte für die hohe Auszeichnung, die er als eine Verpflichtung
für die Zukunft und zugleich als eine Ermutigung für die
erneuerten Beziehungen zwischen Österreich und der Slowakei
entgegennehme. In einem kurzen historischen Rückblick beleuchtete
Hrusovsky die Verbundenheit, aber auch die tragischen
Verwicklungen in der gemeinsamen Geschichte der beiden Länder.
Der Wunsch nach Freiheit sei für die Slowakei nach dem Zweiten
Weltkrieg nicht in Erfüllung gegangen. 1968 habe sich der Eiserne
Vorhang einen Augenblick lang geöffnet, "ein kurzer Augenblick,
den meine Generation nie vergessen hat", sagte Hrusovsky und
fügte hinzu: "Heute wissen wir, dass nicht alles verloren war,
als damals der Vorhang wieder fiel". Nun setze sich die Freiheit
wieder durch, was mit neuen Herausforderungen verbunden sei.
Diese gelte es im Geist der "Gemeinsamkeit statt rücksichtsloser
Selbstdurchsetzung" zu bewältigen.
Für den musikalischen Rahmen der Feierstunde sorgte die
Harfenistin Christine Strohmayer mit Stücken von Johann Ladislaus
Dussek, Johann Baptist Krumpholtz, Jacques Georges Cousineau.
(Schluss)
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