- 20.10.2005, 13:38:04
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AGES stellt Aussagen von Global 2000 zu Pestiziden in Weintrauben richtig
Wirkstoff, der angeblich nicht gefunden werden kann, wird bereits seit 1996 standardmäßig untersucht
Wien (OTS) - Die AGES, die Österreichische Agentur für Gesundheit
und Ernährungssicherheit, reagiert mit Verwunderung und Besorgnis auf
die jüngsten Aussagen von Global 2000 über angebliche Lücken in der
österreichischen Lebensmittelkontrolle: Mit Verwunderung auf die in
einer Aussendung getätigte Behauptung, dass Rückstände der
Pestizid-Wirkstoffe Imazalil, Thiophanate-methyl und Fenazaquin in
Weintrauben nicht untersucht werden: Diese Aussage ist schlicht und
einfach falsch. Mit Besorgnis, weil derartige Aussagen nur zur
Verunsicherung der Konsumenten beitragen.
Global 2000 schlecht informiert
Höchst verwunderlich ist vor allem die Aussage, die AGES könne den
Wirkstoff Thiophanate-methyl nicht finden: Dieser Wirkstoff wird zum
Großteil zu Carbendazim abgebaut. Rückstände von Carbendazim in Obst
und Gemüse werden bereits seit 1996 untersucht, auch die gesetzlichen
Rückstands-Höchstwerte beziehen sich auf dieses Carbendazim. Bei 72
untersuchten Weintrauben-Proben im heurigen Jahr wurde der Rückstand
vier Mal gefunden, die Mengen lagen aber immer unter dem Höchstwert.
Der Wirkstoff Fenazaquin ist selbstverständlich ebenfalls im
Untersuchungsspektrum der AGES enthalten. Überschreitungen der
Höchstwerte werden in den AGES-Labors natürlich entdeckt und in der
Folge beanstandet.
AGES-Experten stehen Global 2000 zur Verfügung
Die AGES betont noch einmal, dass die Lebensmittelsicherheit in
Österreich gewährleistet ist. "Wir laden Global 2000 aber gerne ein,
sich direkt bei unseren Experten über den aktuellen Stand der
Untersuchungen auf Pestizid-Rückstände zu informieren", erklärt
AGES-Sprecher Oskar Wawschinek.
Bei der Untersuchung von Pestizid-Rückständen liegt die AGES im
europäischen Spitzenfeld. Das zeigt ein jedes Jahr durchgeführter
EU-weiter Leistungs-Test, an dem sich 126 Labors aus 25 Staaten,
einschließlich Norwegen und Rumänien, beteiligten. Die beiden Labors
in Innsbruck und Wien gehören zu jenen bloß 36 Untersuchungsstellen,
die sowohl bei der Zahl der gefundenen Wirkstoffe als auch bei der
Genauigkeit der Bestimmung als "gut" eingestuft wurden.
Die AGES ist auch Teil eines europaweiten wissenschaftlichen
Netzwerks zur Pestizidbestimmung. Experten aus zahlreichen Staaten
tauschen sich in dieser Plattform über aktuelle
Untersuchungsergebnisse und -methoden aus. Dadurch wird
gewährleistet, dass das Untersuchungsspektrum ständig an die am
häufigsten gefundenen bzw. an neue Wirkstoffe angepasst werden kann.
So werden auch die Untersuchungsmethoden der AGES-Labors
kontinuierlich erweitert.
Rückfragehinweis:
AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH Unternehmenskommunikation: DI Oskar Wawschinek Spargelfeldstraße 191, A-1226 Wien Tel: +43 (0)50 555-25000 E-Mail: oskar.wawschinek@ages.at www.ages.at
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