• 19.10.2005, 11:24:35
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  • OTS0132 OTW0132

Besondere Ehrung und Anerkennung für Frauen

LHStv. Strutz überreichte erste Frauenkulturpreise des Landes Kärnten - Preise soll es auch künftig geben

Klagenfurt (OTS) - Als Kulturreferent des Landes Kärnten legt
LHStv. Martin Strutz besonderen Wert darauf, das Schaffen der Frauen
im kulturellen Bereich hervorzuheben, in einem angemessenen Rahmen zu
präsentieren und entsprechend zu würdigen. Denn nach wie vor erfahren
Frauen im kulturellen Bereich nicht jene Aufmerksamkeit, die ihnen
aufgrund ihres Engagements zusteht. Nicht zuletzt deswegen wurde -
als Schritt zur Anerkennung - gestern, Mittwoch, der von Strutz
initiierte Frauenkulturpreis an neun Preisträgerinnen im Blauen
Würfel in Klagenfurt übergeben. Gerade in Kärnten gebe es durchaus
einen Bedarf an besonderer Würdigung für den Bereich "Frau und
Kultur", begründete Strutz die Auslobung des Preises.

Strutz zeigte sich über die Resonanz hoch zufrieden: Der Saal war bis
auf den letzten Platz gefüllt. Für die musikalische Umrahmung der
Feier sorgte das eigens zusammengestellte Blue Cube Jazzensemble und
die Laudatoren (unter anderen Willy Mitsche und Erika Napetschnig)
der Frauenkulturpreisträger erzählten über das Schaffen der
Künstlerinnen. Die ihnen überreichte Skulptur wurde von Schülern der
HTL Ferlach gestaltet. Durch den Abend führte Tono Hönigmann.

"Ich hoffe, mit diesem Preis werden in Kärnten Rahmenbedingungen
geschaffen, die eine optimale Entfaltung der Frau in der Kunstszene
ermöglichen und der Benachteiligung der Frau im Kunstsektor
entgegenwirkten", betonte Strutz, der die Vergabe der
Frauenkulturpreise auch in den nächsten Jahren fortsetzen will.

In vielen Kunstsparten sind Frauen de facto kaum existent, nur ein
Viertel der Künstlerinnen bezieht mehr als 75 Prozent ihres
Nettoeinkommens aus der künstlerischen Tätigkeit. "Berühmte Kärntner
Künstlerinnen wie Maria Lassnig, Kiki Kogelnik und Ingeborg Bachmann
haben jedoch bewiesen, wie Frauen ihre außerordentlichen Fähigkeiten
in der Kunstszene zur Umsetzung bringen können", so Strutz. Mit dem
Frauenkulturpreis sollen die Kunstwerke einer breiten Öffentlichkeit
zugänglich gemacht und besonders honoriert werden.

Preise gab es in neun Bereichen, jeweils mit je 5000 Euro dotiert.
Die Übergabe des Preises für Architektur und Baukultur erging an
Arch. MMag. Sonja Gasparin, Darstellende Kunst an Maria Müller,
Bildende Kunst an Mag. Art Meina Schellander, Literatur an Dr. Maja
Haderlap, Wissenschaft (Geistes- und Naturwissenschaft) an Univ.
Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik, Film/Fernsehen/Neue Medien an Bärbel
Neubauer, Musik an Sandra Trattnigg, Volkskultur an Mag. Sieglind
Posch-Dimai und Kulturmanagement an Mag. Michaela Monschein. Der
Verleihung ging eine öffentliche Ausschreibung mit genauen
Richtlinien voraus (z.B. waren nur in Kärnten geborene Frauen
teilnahmeberechtigt). Die Jurierung wurde von den jeweiligen
Fachbeiräten des Kulturgremiums vorgenommen.

Rückfragehinweis:
Mag. Nicole Schweigreiter
Pressesprecherin
Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Martin STRUTZ
9021 Klagenfurt, Arnulfplatz 1
Mobil: 0664/ 80 536 22216

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