AGES weist Panikmache bei Pestiziden zurück

Kontrollen greifen, AGES liegt bei der Analyse von Rückständen europaweit im Spitzenfeld / Obst und Gemüse sind gesund und sicher

Wien (OTS) - Obst und Gemüse in Österreich sind gesund und sicher. Daran können auch jüngst getätigte Behauptungen von Einzelpersonen, NGO’s und Sprechern politischer Parteien nichts ändern. Entgegen dieser Behauptungen verstärkt die AGES laufend ihre Kontrollen, sowohl im Pflanzenschutzmittel-Handel als auch bei Umfang und Art der Untersuchung von Pestizid-Rückständen in Lebensmitteln.

Strenge Kontrolle von Pflanzenschutzmitteln

In Österreich dürfen nur zugelassene Pflanzenschutzmittel in Verkehr gebracht werden. Die Zulassung durch das Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) erfolgt erst, nachdem durch umfangreiche Prüfungen sicher gestellt ist, dass ein Einsatz des Pflanzenschutzmittels keine unmittelbaren und mittelbaren schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier bzw. auf die Umwelt hat.

Die Kontrolle des Inverkehrbringens, der Kennzeichnung und der Zusammensetzung von Pflanzenschutzmitteln obliegt ebenfalls dem BAES. Diese Kontrollen werden streng und zuverlässig durchgeführt: So wurden heuer bereits über 300 Betriebskontrollen im Groß- und im Detailhandel durchgeführt und fast 700 Anzeigen bei den zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden eingebracht. Bis Jahresende wird mit rund 1000 Anzeigen gerechnet. Der Großteil der Anzeigen betrifft das Inverkehrbringen nicht zugelassener Pflanzenschutzmittel.
Das BAES hat dafür Sorge getragen, dass die Zahl der Betriebskontrollen in den vergangenen Jahren stark erhöht wurde:
Wurde im Vorjahr jeder vierte Betrieb kontrolliert, war es heuer bereits mehr als jeder dritte. Die Zahl der betroffenen Produkte hat sich in diesem Zeitraum von 110 auf rund 300 Produkte erhöht.
Neben den Betriebskontrollen werden zusätzlich anhand eines Probenplans Stichprobenkontrollen durchgeführt, die Proben werden detailliert untersucht. Die für die Kontrolle der Pflanzenschutzmittelanwendung zuständigen Lan-desbehörden werden regelmäßig über die Ergebnisse der Kontrollen informiert. Bei Vorliegen des Verdachts strafbarer Handlungen wird Anzeige bei den zuständigen Staatsanwaltschaften erstattet. Andere zuständige Behörden wie Agrarmarkt Austria (AMA) und Umweltkrimimalpolizei werden im Zuge von Amtshilfeverfahren über die Kontrollergebnisse unterrichtet.

Unter Federführung der AGES werden überdies ein Pflanzenschutzmittel-Kontrollhandbuch erstellt und eine Pflan-zenschutzmittel-Kontrolldatenbank aufgebaut, die künftig von AGES, Lebensministerium, Ländern und AMA gemeinsam genutzt werden.

Umfangreiche Kontrolle von Pestizid-Rückständen in Lebensmitteln

Österreich gehört zu den Staaten innerhalb der EU, die am meisten auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln hin kontrollieren. Die Richtigkeit der initiativen Entscheidung von Lebensministerium und Gesundheitsministerium, die AGES mit diesen Aufgaben zu betrauen, bestätigte auch die Europäische Kommission im Vorjahr, als sie betonte, dass Österreich zielgerichtet eine große Anzahl von Wirkstoffen untersuche. Ein jedes Jahr durchgeführter EU-weiter Leistungs-Test, an dem sich 126 Labors aus 25 Staaten, einschließlich Norwegen und Rumänien, beteiligten, zeigte die AGES-Labors im Spitzenfeld. Die beiden Labors in Innsbruck und Wien gehören zu jenen bloß 36 Unter-suchungsstellen, die sowohl bei der Zahl der gefundenen Wirkstoffe als auch bei der Genauigkeit der Bestimmung als "gut" eingestuft wurden.

Die AGES ist auch Teil eines europaweiten wissenschaftlichen Netzwerks zur Pestizidbestimmung. Experten aus zahlreichen Staaten tauschen sich in dieser Plattform über aktuelle Untersuchungsergebnisse und -methoden aus. Dadurch wird gewährleistet, dass das Untersuchungsspektrum ständig an die am häufigsten gefundenen bzw. an neue Wirkstoffe angepasst werden kann. So werden auch die Untersuchungsmethoden der AGES-Labors kontinu-ierlich erweitert. Unter diesem Gesichtspunkt muss auch betont werden, dass jene Wirkstoffe, die laut Global 2000 von der AGES angeblich nicht gefunden werden können, längst im Untersuchungsumfang der AGES enthalten sind.

"Obst und Gemüse in Österreich sind gesund und sicher", betont AGES-Sprecher Oskar Wawschinek: "Ärzte raten zu verstärktem Konsum, um die gesundheitsfördernde Wirkung zu nutzen. Pestizid-Rückstände werden kontrolliert und sollten kein Anlass sein, auf den gesundheitsfördernden Genuss zu verzichten."

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