• 18.10.2005, 15:30:26
  • /
  • OTS0216 OTW0216

AGES weist Panikmache bei Pestiziden zurück

Kontrollen greifen, AGES liegt bei der Analyse von Rückständen europaweit im Spitzenfeld / Obst und Gemüse sind gesund und sicher

Wien (OTS) - Obst und Gemüse in Österreich sind gesund und sicher.
Daran können auch jüngst getätigte Behauptungen von Einzelpersonen,
NGO’s und Sprechern politischer Parteien nichts ändern. Entgegen
dieser Behauptungen verstärkt die AGES laufend ihre Kontrollen,
sowohl im Pflanzenschutzmittel-Handel als auch bei Umfang und Art der
Untersuchung von Pestizid-Rückständen in Lebensmitteln.

Strenge Kontrolle von Pflanzenschutzmitteln

In Österreich dürfen nur zugelassene Pflanzenschutzmittel in
Verkehr gebracht werden. Die Zulassung durch das Bundesamt für
Ernährungssicherheit (BAES) erfolgt erst, nachdem durch umfangreiche
Prüfungen sicher gestellt ist, dass ein Einsatz des
Pflanzenschutzmittels keine unmittelbaren und mittelbaren schädlichen
Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier bzw. auf die
Umwelt hat.

Die Kontrolle des Inverkehrbringens, der Kennzeichnung und der
Zusammensetzung von Pflanzenschutzmitteln obliegt ebenfalls dem BAES.
Diese Kontrollen werden streng und zuverlässig durchgeführt: So
wurden heuer bereits über 300 Betriebskontrollen im Groß- und im
Detailhandel durchgeführt und fast 700 Anzeigen bei den zuständigen
Bezirksverwaltungsbehörden eingebracht. Bis Jahresende wird mit rund
1000 Anzeigen gerechnet. Der Großteil der Anzeigen betrifft das
Inverkehrbringen nicht zugelassener Pflanzenschutzmittel.
Das BAES hat dafür Sorge getragen, dass die Zahl der
Betriebskontrollen in den vergangenen Jahren stark erhöht wurde:
Wurde im Vorjahr jeder vierte Betrieb kontrolliert, war es heuer
bereits mehr als jeder dritte. Die Zahl der betroffenen Produkte hat
sich in diesem Zeitraum von 110 auf rund 300 Produkte erhöht.
Neben den Betriebskontrollen werden zusätzlich anhand eines
Probenplans Stichprobenkontrollen durchgeführt, die Proben werden
detailliert untersucht. Die für die Kontrolle der
Pflanzenschutzmittelanwendung zuständigen Lan-desbehörden werden
regelmäßig über die Ergebnisse der Kontrollen informiert. Bei
Vorliegen des Verdachts strafbarer Handlungen wird Anzeige bei den
zuständigen Staatsanwaltschaften erstattet. Andere zuständige
Behörden wie Agrarmarkt Austria (AMA) und Umweltkrimimalpolizei
werden im Zuge von Amtshilfeverfahren über die Kontrollergebnisse
unterrichtet.

Unter Federführung der AGES werden überdies ein
Pflanzenschutzmittel-Kontrollhandbuch erstellt und eine
Pflan-zenschutzmittel-Kontrolldatenbank aufgebaut, die künftig von
AGES, Lebensministerium, Ländern und AMA gemeinsam genutzt werden.

Umfangreiche Kontrolle von Pestizid-Rückständen in Lebensmitteln

Österreich gehört zu den Staaten innerhalb der EU, die am meisten
auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln hin kontrollieren. Die
Richtigkeit der initiativen Entscheidung von Lebensministerium und
Gesundheitsministerium, die AGES mit diesen Aufgaben zu betrauen,
bestätigte auch die Europäische Kommission im Vorjahr, als sie
betonte, dass Österreich zielgerichtet eine große Anzahl von
Wirkstoffen untersuche. Ein jedes Jahr durchgeführter EU-weiter
Leistungs-Test, an dem sich 126 Labors aus 25 Staaten, einschließlich
Norwegen und Rumänien, beteiligten, zeigte die AGES-Labors im
Spitzenfeld. Die beiden Labors in Innsbruck und Wien gehören zu jenen
bloß 36 Unter-suchungsstellen, die sowohl bei der Zahl der gefundenen
Wirkstoffe als auch bei der Genauigkeit der Bestimmung als "gut"
eingestuft wurden.

Die AGES ist auch Teil eines europaweiten wissenschaftlichen
Netzwerks zur Pestizidbestimmung. Experten aus zahlreichen Staaten
tauschen sich in dieser Plattform über aktuelle
Untersuchungsergebnisse und -methoden aus. Dadurch wird
gewährleistet, dass das Untersuchungsspektrum ständig an die am
häufigsten gefundenen bzw. an neue Wirkstoffe angepasst werden kann.
So werden auch die Untersuchungsmethoden der AGES-Labors
kontinu-ierlich erweitert. Unter diesem Gesichtspunkt muss auch
betont werden, dass jene Wirkstoffe, die laut Global 2000 von der
AGES angeblich nicht gefunden werden können, längst im
Untersuchungsumfang der AGES enthalten sind.

"Obst und Gemüse in Österreich sind gesund und sicher", betont
AGES-Sprecher Oskar Wawschinek: "Ärzte raten zu verstärktem Konsum,
um die gesundheitsfördernde Wirkung zu nutzen. Pestizid-Rückstände
werden kontrolliert und sollten kein Anlass sein, auf den
gesundheitsfördernden Genuss zu verzichten."

Rückfragehinweis:

AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit
   und Ernährungssicherheit GmbH
   Unternehmenskommunikation:
   DI Oskar Wawschinek
   Spargelfeldstraße 191, A-1226 Wien
   Tel: +43 (0)50 555-25000
   E-Mail: [email protected]
   www.ages.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GEL

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel