Sacher: Einschränkungen bei Nebenbahnen sind falsches Signal

Nur attraktives Angebot kann langfristig Kunden binden

St. Pölten (SPI) - =

"Sollten tatsächlich Einschränkungen bei den
Fahrzeiten einzelner Linien geplant sein, so wie dies gestrigen Berichten zu entnehmen war, dann wäre das ein Signal in die völlig falsche Richtung! Hier soll scheinbar wieder einmal der schon ‚bewährte’ Weg zum Kaputtsparen von Bahnlinien eingeschlagen werden:
zuerst das Angebot drastisch einschränken und wenn dann die Kunden deswegen wegbleiben wird die Linie geschlossen", wendet sich der Verkehrssprecher der SPNÖ und Zweite Präsident des Niederösterreichischen Landtags, LAbg. Ewald Sacher, gegen etwaige Einschränkungen bei Nebenbahnlinien. Medienberichten zufolge soll es im Zuge der Fahrplanumstellung der ÖBB Pläne geben, die Fahrzeiten vor allem für die Franz-Josefs-Bahn von Wien nach Gmünd drastisch einzuschränken. Statt wie bisher zu jeder vollen Stunde zwischen 16 Uhr und 19 Uhr sollte demnach nur mehr je ein Zug um 16.30 Uhr, um 17 Uhr und um 18.30 Uhr geführt werden. "Damit gibt es nicht nur um einen Zug am Nachmittag weniger, für viele PendlerInnen, vor allem die im Handel beschäftigten, wird es damit kaum mehr möglich sein, noch rechtzeitig ihren Zug zu erreichen", beschreibt Sacher die Problematik.****

"Ich appelliere an die Verantwortlichen, diese Pläne nochmals zu revidieren! Eine neuerliche Kürzung bei einer Waldviertler Hauptverbindung ist ein Signal in die falsche Richtung. Die Einschränkung würde Nachteile für die PendlerInnen aber auch für den Wirtschaftsstandort Waldviertel mit sich bringen", so Sacher weiter. "Selbstverständlich ist es positiv zu bewerten, dass im selben Entwurf Verbesserungen für die West- und Ostbahn sowie die S2 nach Mistelbach und Laa/Thaya vorgesehen sind. Aber die Verbesserungen auf der einen Seite dürfen nicht als Begründung für die Kürzungen auf der anderen Seite herhalten müssen. Vielmehr muss der öffentliche Verkehr insgesamt gestärkt und aufgewertet werden. Eine Aufwertung kann aber nur durch eine Attraktivierung der Fahrpläne, die Verbesserung des Wagenmaterials und ein insgesamt ansprechendes Angebot erreicht werden. Das ist notwendig im Interesse der Entlastung des ohnehin überforderten Straßennetzes, im Interesse des Umweltschutzes und nicht zuletzt im Interesse der Wirtschaft", so Sacher abschließend.

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