• 18.10.2005, 14:39:25
  • /
  • OTS0197 OTW0197

Sacher: Einschränkungen bei Nebenbahnen sind falsches Signal

Nur attraktives Angebot kann langfristig Kunden binden

=

St. Pölten (SPI) - "Sollten tatsächlich Einschränkungen bei den
Fahrzeiten einzelner Linien geplant sein, so wie dies gestrigen
Berichten zu entnehmen war, dann wäre das ein Signal in die völlig
falsche Richtung! Hier soll scheinbar wieder einmal der schon
‚bewährte’ Weg zum Kaputtsparen von Bahnlinien eingeschlagen werden:
zuerst das Angebot drastisch einschränken und wenn dann die Kunden
deswegen wegbleiben wird die Linie geschlossen", wendet sich der
Verkehrssprecher der SPNÖ und Zweite Präsident des
Niederösterreichischen Landtags, LAbg. Ewald Sacher, gegen etwaige
Einschränkungen bei Nebenbahnlinien. Medienberichten zufolge soll es
im Zuge der Fahrplanumstellung der ÖBB Pläne geben, die Fahrzeiten
vor allem für die Franz-Josefs-Bahn von Wien nach Gmünd drastisch
einzuschränken. Statt wie bisher zu jeder vollen Stunde zwischen 16
Uhr und 19 Uhr sollte demnach nur mehr je ein Zug um 16.30 Uhr, um 17
Uhr und um 18.30 Uhr geführt werden. "Damit gibt es nicht nur um
einen Zug am Nachmittag weniger, für viele PendlerInnen, vor allem
die im Handel beschäftigten, wird es damit kaum mehr möglich sein,
noch rechtzeitig ihren Zug zu erreichen", beschreibt Sacher die
Problematik.****

"Ich appelliere an die Verantwortlichen, diese Pläne nochmals zu
revidieren! Eine neuerliche Kürzung bei einer Waldviertler
Hauptverbindung ist ein Signal in die falsche Richtung. Die
Einschränkung würde Nachteile für die PendlerInnen aber auch für den
Wirtschaftsstandort Waldviertel mit sich bringen", so Sacher weiter.
"Selbstverständlich ist es positiv zu bewerten, dass im selben
Entwurf Verbesserungen für die West- und Ostbahn sowie die S2 nach
Mistelbach und Laa/Thaya vorgesehen sind. Aber die Verbesserungen auf
der einen Seite dürfen nicht als Begründung für die Kürzungen auf der
anderen Seite herhalten müssen. Vielmehr muss der öffentliche Verkehr
insgesamt gestärkt und aufgewertet werden. Eine Aufwertung kann aber
nur durch eine Attraktivierung der Fahrpläne, die Verbesserung des
Wagenmaterials und ein insgesamt ansprechendes Angebot erreicht
werden. Das ist notwendig im Interesse der Entlastung des ohnehin
überforderten Straßennetzes, im Interesse des Umweltschutzes und
nicht zuletzt im Interesse der Wirtschaft", so Sacher abschließend.

Rückfragehinweis:
Landtagsklub der SPÖ NÖ
Mag. Andreas Fiala
Tel: 02742/9005 DW 12794
Handy: 0664 20 17 137
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel