8. Vollversammlung des Österreichischen Seniorenrates: Anerkennung als 5. Sozialpartner auch in der Praxis gefordert!

Leitantrag einstimmig beschlossen

Wien (OTS) - Auf der gestern stattgefundenen 8. Vollversammlung
des Österreichischen Seniorenrates, der Dachorganisation aller großen Seniorenorganisationen, wurde die Anerkennung des Seniorenrates als 5. Sozialpartner auch in der Praxis von beiden Präsidenten BM a.D. Karl Blecha und NR-Präs. Univ.-Prof. Dr. Andreas Khol einvernehmlich gefordert, wobei sie auch Unterstützung von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer erhielten. Ebenfalls wurde ein Leitantrag mit wichtigen seniorenpolitischen Anliegen einstimmig verabschiedet.

Blecha und Khol waren sich einig, dass eine vollständige und gleichberechtigte Teilhabe der Seniorinnen und Senioren am gesamten politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Geschehen in Österreich eine der Hauptziele des Österreichischen Seniorenrates darstellt. Die Umsetzung des bereits seit dem Jahr 2000 bestehenden gesetzlichen Sozialpartnerstatus des Österreichischen Seniorenrates in die politische Wirklichkeit bildet dabei eine wichtige Voraussetzung. Auch Bundespräsident Heinz Fischer betonte die Rolle der Senioren, einem wachsendem Segment in der österreichischen Bevölkerung, in der Gesellschaft, die in wohlverdienter Weise in das politische System unseres Landes eingebaut werden soll.

Mit einhelliger Zustimmung der Delegierten aus allen Bundesländern und allen Seniorenorganisationen wurde der Leitantrag des Österreichischen Seniorenrates beschlossen. Darin wurde zu Fragen der Stellung der Senioren in der Gesellschaft, der finanziellen Absicherung im Alter, der Gesundheit, der Pflege und dem Konsumentenschutz klare Positionen bezogen.

Blecha erläuterte in seiner Rede was mit den auf der letzten Vollversammlung des Seniorenrates aus dem Jahre 2001 beschlossenen Anträgen geworden ist und kam zum Schluss, dass zwar manches erfüllt wurde, wie z.B. die Krieggefangenenentschädigung, einige Forderungen, wie z.B. das Grundrecht auf Alterssicherung, die verfassungsrechtliche Verankerung des Diskriminierungsverbotes oder auch die Briefwahl aber noch nicht umgesetzt wurden. Blecha forderte überdies die Einführung wertschöpfungsbezogener Elemente zur nachhaltigen Finanzierung des Sozialsystems.

Khol betonte in seiner Ansprache die gesellschaftspolitische Bedeutung der Seniorenorganisationen, die er als "Sterne am Himmel der Bürgergesellschaft" bezeichnete. Als aktuelle Forderung verlangte Khol einen bundeseinheitlichen Heizkostenzuschuss der Länder von 150 Euro, der von den Finanzausgleichspartnern zu beschließen sei. Er mahnte auch die Einführung von Landesseniorengesetzen in jenen Bundesländern ein, wo solche Gesetze noch nicht bestehen.

Im Rahmen dieser 8. Vollversammlung des Österreichischen Seniorenrates wurde auch dem kürzlich verstorbenen Bundesobmannes des Österreichischen Seniorenbundes und Präsident des Österreichischen Seniorenrates Stefan Knafl in einer Trauerminute gedacht.

Hinweis:

Auf der Homepage des Österreichischen Seniorenrates (www.seniorenrat.at) finden Sie den vollständigen Text des einstimmig beschlossenen Leitantrages.

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