- 18.10.2005, 13:13:25
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8. Vollversammlung des Österreichischen Seniorenrates: Anerkennung als 5. Sozialpartner auch in der Praxis gefordert!
Leitantrag einstimmig beschlossen
Wien (OTS) - Auf der gestern stattgefundenen 8. Vollversammlung
des Österreichischen Seniorenrates, der Dachorganisation aller großen
Seniorenorganisationen, wurde die Anerkennung des Seniorenrates als
5. Sozialpartner auch in der Praxis von beiden Präsidenten BM a.D.
Karl Blecha und NR-Präs. Univ.-Prof. Dr. Andreas Khol einvernehmlich
gefordert, wobei sie auch Unterstützung von Bundespräsident Dr. Heinz
Fischer erhielten. Ebenfalls wurde ein Leitantrag mit wichtigen
seniorenpolitischen Anliegen einstimmig verabschiedet.
Blecha und Khol waren sich einig, dass eine vollständige und
gleichberechtigte Teilhabe der Seniorinnen und Senioren am gesamten
politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Geschehen in
Österreich eine der Hauptziele des Österreichischen Seniorenrates
darstellt. Die Umsetzung des bereits seit dem Jahr 2000 bestehenden
gesetzlichen Sozialpartnerstatus des Österreichischen Seniorenrates
in die politische Wirklichkeit bildet dabei eine wichtige
Voraussetzung. Auch Bundespräsident Heinz Fischer betonte die Rolle
der Senioren, einem wachsendem Segment in der österreichischen
Bevölkerung, in der Gesellschaft, die in wohlverdienter Weise in das
politische System unseres Landes eingebaut werden soll.
Mit einhelliger Zustimmung der Delegierten aus allen Bundesländern
und allen Seniorenorganisationen wurde der Leitantrag des
Österreichischen Seniorenrates beschlossen. Darin wurde zu Fragen der
Stellung der Senioren in der Gesellschaft, der finanziellen
Absicherung im Alter, der Gesundheit, der Pflege und dem
Konsumentenschutz klare Positionen bezogen.
Blecha erläuterte in seiner Rede was mit den auf der letzten
Vollversammlung des Seniorenrates aus dem Jahre 2001 beschlossenen
Anträgen geworden ist und kam zum Schluss, dass zwar manches erfüllt
wurde, wie z.B. die Krieggefangenenentschädigung, einige Forderungen,
wie z.B. das Grundrecht auf Alterssicherung, die
verfassungsrechtliche Verankerung des Diskriminierungsverbotes oder
auch die Briefwahl aber noch nicht umgesetzt wurden. Blecha forderte
überdies die Einführung wertschöpfungsbezogener Elemente zur
nachhaltigen Finanzierung des Sozialsystems.
Khol betonte in seiner Ansprache die gesellschaftspolitische
Bedeutung der Seniorenorganisationen, die er als "Sterne am Himmel
der Bürgergesellschaft" bezeichnete. Als aktuelle Forderung verlangte
Khol einen bundeseinheitlichen Heizkostenzuschuss der Länder von 150
Euro, der von den Finanzausgleichspartnern zu beschließen sei. Er
mahnte auch die Einführung von Landesseniorengesetzen in jenen
Bundesländern ein, wo solche Gesetze noch nicht bestehen.
Im Rahmen dieser 8. Vollversammlung des Österreichischen
Seniorenrates wurde auch dem kürzlich verstorbenen Bundesobmannes des
Österreichischen Seniorenbundes und Präsident des Österreichischen
Seniorenrates Stefan Knafl in einer Trauerminute gedacht.
Hinweis:
Auf der Homepage des Österreichischen Seniorenrates
(www.seniorenrat.at) finden Sie den vollständigen Text des
einstimmig beschlossenen Leitantrages.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenrat Dr. Alfred Zupancic Sperrgasse 8-10/III A-1150 Wien Tel.: 01-892 34 65 www.seniorenrat.at mailto:[email protected]
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