Österreich im Tourismus weiter Spitze Mehr Gäste, kürzere Urlaube - Tourismuswirtschaft im Jahr 2004

Wien (PK) - Österreich hat seine Spitzenposition unter den Tourismusländern im Jahr 2004 erfolgreich verteidigt und lag mit Tourismus-Einahmen von 1.535 € pro Kopf der Bevölkerung weit vor der Schweiz (1.134 €), Belgien/Luxemburg (958 €), Spanien (899 €) und Frankreich (532 €).

Die Zahl der Österreich-Gäste nahm um 1,2 % auf 28,5 Millionen zu, 19,4 Millionen (+ 1,5 %) kamen aus dem Ausland, 9,1 Millionen
(+ 0,4 %) aus Österreich selbst. Obwohl der Trend zum Kurzurlaub die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der inländischen Gäste auf 3,4 Nächte und jene der ausländischen Gäste auf 4,4 Nächte sinken ließ und die Zahl der Nächtigungen erstmals seit 1997 um 0,6 % auf 117,2 Millionen zurückging, stiegen die Tourismusumsätze (Übernachtung, Verpflegung) um 2,4 % auf 18,55 Mrd. €.

2005 kann die Tourismus- und Freizeitwirtschaft 4 % mehr Umsatz erwarten. Laut Prognose soll sich das Wachstum 2006 dank besserer Konjunktur in den Gäste-Herkunftsländern auf 4,5 % beschleunigen, heißt es im aktuellen "Bericht über die Lage der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in Österreich 2004" (III-173 d.B.).

Tourismus und Volkswirtschaft

Die Tourismusstatistik allein dokumentiert die volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus nur unvollständig. Mit dem "Tourismus-Satellitenkonto (TSA)" erheben Statistik Austria und WIFO seit 2001 den tatsächlichen Beitrag des Tourismus zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung. Für 2004 wurde ein Wert von 21,16 Mrd. € (2003: 20,61 Mrd. €) errechnet, das sind 9 % des BIP. Seit 1999 wuchs der Tourismus um 25,5 % bzw. um durchschnittlich 4,6 % pro Jahr, der Wertschöpfungsanteil am BIP wurde um 0,5 Prozentpunkte gesteigert.

Für Freizeitkonsum am Wohnort gaben die Österreicher 2004 21,1 Mrd. € aus und lösten damit eine Wertschöpfung von 17,3 Mrd. € (2003: 16,7 Mrd. €) aus, das sind 7,4 % der Gesamtwirtschaft. 2004 summierten sich die direkten und indirekten Wertschöpfungseffekte der Tourismus-und Freizeitwirtschaft auf 38,46 Mrd. € (+3,1 %), der Zuwachs betrug seit 1999 22,6 % bzw. durchschnittlich 4,2 % pro Jahr. Der Gesamtbeitrag der Tourismus- und Freizeitwirtschaft zum BIP erreichte in den vergangenen beiden Jahren jeweils rund 16,5 %, ein halber Prozentpunkt mehr als im TSA-Basisjahr 1999. Der Überschuss in der Reiseverkehrsbilanz stieg von 3,15 Mrd. € im Jahr 2003 auf 3,52 Mrd. € im Vorjahr und belief sich auf 1,5 % des BIP. (Schluss)

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